Wutgefühle rauslassen - JA oder NEIN ?

Um dieses Thema grundlegend darzustellen muss ich etwas ausholen weil es hat viel mit den Glaubenssätzen die wir in uns tragen zu tun. Zunächst einmal, vielen stellt sich diese Frage überhaupt nicht ob man Wutgefühle rauslassen soll oder nicht, weil sie gar keine Kontrolle über ihre Gefühle haben. Und noch etwas tiefer geschaut findet man dann oft sogar noch den Glauben dass man Gefühle sowieso gar nicht kontrollieren könne, und noch eine Ebene tiefer, da erkennt man die Ursache für solche Glaubensmuster, nämlich ganz einfach weil man keinerlei Erfahrung hat, mit der Steuerung von Gefühlen. Wenn man es nie gelernt hat, wenn man es nie geübt hat, wenn es einem nie vermittelt wurde, dass man Gefühle im eigenen Körper bewusst steuern kann - ja, dann entsteht fast schon zwangsläufig der Glaube, dass man Opfer und nicht Herrscher über die eigenen Gefühle ist. Und ein solcher Glaube wuchert dann weit und breit über das eigene Leben hinaus, bis hin dass man glaubt, der Ehepartner oder andere wären für die eigenen Gefühle zuständig, also kurzum wir sind hier bei grundlegenden Mustern die darüber entscheiden ob wir uns als Opfer anderer sehen oder als freie eigenständige Menschen. Um noch besser zu verstehen, was Gefühle überhaupt sind, dass Gefühle eigentlich eine neutrale Energie sind, lesen Sie bitte eventuell zuerst den Artikel über Gefühle.

Wir können also ein jedes Gefühl positiv oder negativ nutzen. Das obliegt in unserer Verantwortung. Bei Wutgefühlen ist es sehr einfach diese Wutenergie für etwas negatives wie zum Beispiel einen Streit, einen Wutausbruch oder sogar eine zerstörerische Handlung zu nutzen. Das ist darum einfach, weil wir brauchen sie nur rauszulassen, wir brauchen sie für diesen Zweck nicht weiter in uns umzuformen. Das gesamtmenschliche morphogenetische Feld stellt uns dieses Muster auch als Hauptmuster zur Verfügung, es ist sozusagen in unserer Gesellschaft üblich Wutenergien derart auszuleben, Wutausbrüche, Streit, Schreiereien, eine Zerstörung oder Schlägereien und Gewalttätigkeiten bis hin sogar in Kampf (auch Kampfspiele), im Extrem bis hin zu Totschlag und Krieg. All dies sind gängige Methoden für den Umgang mit Wut in unserer Gesellschaft. Immer wird die Wut dabei untransformiert herausgelassen - und energetisch betrachtet ist es bei all diesen Fällen das selbe, nämlich es geht die (ja eigentlich neutrale) Energie die in dieser Wut enthalten ist verloren. Dieser Weg ist also ein reiner Energieverlust, zumindest aus unserer Sicht. Diese Energie ist für uns danach verloren. Es kann nach einem Wutausbruch mehr als ein ganzes Jahr dauern, bis man sein Energieniveau wieder so hoch aufgebaut hat, wie dies vor dem Wutanfall der Fall war. Ich möchte an dieser Stelle auf Extrembeispiele solcher Wutexplosionen hinweisen wo dies ganz und gar deutlich sichtbar wird, und zwar das sind Serienmörder. Sie morden alle aus einer tiefsitzenden unbewussten Wut heraus die in ihrer Kindheit auf einem Urwuterlebnis basiert. Bei all diesen Serienkillern kann das wunderbar beobachtet werden wie sie immer wieder morden wenn sich ihre Wutenergie wieder auf ein bestimmtes Niveau aufgebaut hat. Keiner von ihnen hat es je gelernt diese Energien anders und positiv auszuleben.

Es ist also wichtig zu verstehen, dass wann immer man Wutgefühle (egal ob bewusst oder unbewusst) einfach so herauslässt, dass dies immer ein enormer Energieverlust ist. Es ist sozusagen das Dümmste was man tun kann, weil man danach ziemlich lange braucht bis man wieder auf dem zuvorigen Energieniveau angekommen ist, und man dann erneut die Chance hat mit dieser Energie etwas positives ins eigene Leben zu manifestieren. Ein Wutanfall kann dich wie gesagt, energetisch betrachtet, ein ganzes Jahr deines Lebens kosten.

Darum ist die Antwort auf die Frage ob man Wutgefühle rauslassen soll ganz klar NEIN.

Was aber dann stattdessen tun ?

Die Wut in sich verdrängen ist ja auch nicht gut, weil sie kann ja dann sogar Krankheiten auslösen. Energetisch betrachtet darf man die Wut also nicht in sich stecken lassen, sondern man muss sie in sich fließen lassen, weil nur wenn sie im eigenen Körper fließen darf kann sie die Chakren durchqueren von denen sie ja automatisch transformiert und positiv verändert wird. Wie macht man das aber, wenn man kein entsprechendes Meditationssystem gelernt hat und man keine Erfahrung darin hat Energien im eigenen Körper kreisen zu lassen ?

Ganz einfach: Lasse es einfach zu diese Wut im eigenen Körper zu spüren. Erlaube also einfach dieser Wut in dir zu sein und erlaube dir sie zu fühlen, ohne dass dass du sie eng, klein oder gar innerlich bekämpfst, im Gegenteil, erlaube dieser Wut dass sie (das Gefühl) sich innerlich in dir ausbreitet, also deinen ganzen Körper erfasst. Dadurch kommt diese Wut in dir automatisch mit deinen Chakren in Berührung und ohne dass du überhaupt irgend etwas besonderes tust, wird sie sich verändern. Probiere es aus und du wirst es merken wie die Wut sich in eine positive Kraft verwandelt. Und diese Lebenskraft die sich da in dir bildet wirst du dann nutzen können für was immer du tun willst, also sinnvollerweise um deine Ziele zu erreichen. Dies ist ein positiver Umgang mit Wut. So holst du sogar im Nachhinein alle gespeicherte Energie aus deiner Wut zurück.

Dieser Umgang mit Wut erfordert Übung, Vergebung und vor allem ein Umdenken, oft im Sinne von umbewerten, weil wir müssen unsere alten Muster (zb Wutausbrüche) ablegen. Als Jesus gesagt hat, man solle auch die andere Backe hinhalten hat er übrigens dies gemeint. Man muss aus dem Muster seine Wut direkt auszuleben, ausbrechen und dieses Wutgefühl in sich selber fühlen und transformieren, selbst wenn dies bedeutet dass man die andere Backe hinhalten muss. Ich bringe dieses Jesusbeispiel auch noch aus einem anderen Grund an exakt dieser Stelle, weil Jesus hat auch gezeigt was passiert wenn man seine Wut einfach so auslebt. Das hat er nämlich dummerweise auch einmal getan, nämlich wo er aus Wut die Tische der Händler umgeworfen hat. Und es ist ja bekannt, wie teuer er dafür bezahlt hat.. Wie gesagt, der Energieverlust für einen jeden Wutausbruch ist enorm !

Darum führen auch alle Therapierichtungen welche lehren die Wut herauszulassen (zum Beispiel auf Kissen schlagen oder ähnliche Ansätze) nicht in eine wahre Freiheit. Sie führen den Mensch nicht dauerhaft in eine höhere friedlichere Sichtweise, sondern belassen ihn in seiner Energiearmut (=Sklavenprogram). Auch wenn dies oft so vermittelt wird, man könne die eigene Wut besser fühlen, wenn man sie rauslässt. Nein, auf eine transformative Art und Weise kann man sie nur dann fühlen, wenn man sie in sich belässt. Nur dann steht sie nach ihrer Veränderung (Transformation) dem eigenen Energiesystem zur Nutzung bereit und kann den Mensch auf eine wahre höhere Bewusstseinsstufe führen.

Alles was dem Mensch begegnet kann er für sich positiv nutzen,
weil aus einer höheren Sichtweise gibt es nichts Negatives.
Wenn man dies verstanden hat gibt es nie mehr einen Grund sich zu ärgern oder ein Wutgefühl in sich nicht zu verändern.


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Kommentare

1. Mari schrieb am 01.10.2020:

Eine sehr interessante und neue Information für mich. Meine Frage, wie geht man am Besten bei Wutausbrüchen bei einem Kind um? Danke!

2. Andreas schrieb am 01.10.2020:

Hallo Mari,
Das unterscheidet sich eigentlich nicht vom Umgang mit dem Wutausbruch eines erwachsenen Menschen: Man schaut einfach innerlich wieso man in Resonanz dazu ist, also welcher innere Wutanteil diese Resonanz erschaffen hat. Welcher innere Wutanteil in dir hat den anderen Wutausbruch sozusagen herbeigebettelt damit er selber indirekt sich ausdrücken/spiegeln konnte und dadurch doch noch zu seinem Recht (auf Zugehörigkeit) kam ? (weil du bist nur dann Ganz wenn alle deine Anteile sich als Ganzes fühlen dürfen)
Finde also den von dir selber unterdrückten/übergangenen/verdrängten Wutanteil und befriede diesen.

lg von Andreas

3. Saskia schrieb am 17.2.2021:

Hallo Andreas,
Ich hätte eine Frage an Sie.
Ich bin 26 Jahre und habe aktiv das letzte mal Wut gespürt als ich so ca. 10 Jahre alt war.
Im Jahr 2020 haben bei mir so eine Art Ticks (Arme und Beinekontrollverlust, ausgedachte Sprache, singen, schreien etc. ) begonnen.
Ich habe sehr viele Baustellen, leider nicht nur die Wut, aber ich denke dass diese einen sehr großen Anteil annimmt. Zurück zu meiner Frage, was kann ich machen um meine Gefühle frei fließen zu lassen anstelle diese Ticks? Außer Meditation, da sobald ich ruhig werde die Ticks anfangen und sich mein Körper regelrecht dagegen sträubt? Ich trainiere bewusst meinen Körper zu spüren, aber lange halte ich es nicht aus. Gibt es eine zwischenlösung bis ich die Kapazitäten in meinem System aufgebaut habe oder etwas das unterstützend wirken kann, da der Prozess sehr Kräfte zerrend und langwierig ist (aktiv seid ich 20 Jahre bin - und mein Durchhaltevermögen hat mich letztenendes an diesen Punkt gebracht -wenigstens kurz in meinen Körper zu gehen). Ich bin offen für alle Vorschläge :)
Ganz liebe Grüße und einen schönen Abend.
Saskia

4. Andreas schrieb am 17.2.2021:

Hallo Saskia,
Arme und Beinekontrollverlust, ausgedachte Sprache, singen, schreien etc.
Wenn ich es richtig verstehe bewegen sie die Arme und Bein ja trotzdem noch ? Das würde bedeuten dass da trotzdem noch ein Anteil da ist der diese Bewegungen verursacht und also kontrolliert. Und so wäre die Frage: Welcher Anteil ist dies ? Du betrachtest diesen Anteil als nicht du selbst, also welcher Anteil von dir hat sich so sehr abgespaltet dass du ihn nicht mehr als "ich selber" ansiehst ?
Welche Anteile von dir solltest du also wieder finden ? und wieder in dein Sein integrieren ?
Bei welchen traumatischen Erlebnissen sind sie verloren gegangen ?

Vielleicht wäre es gut wenn du eine Geistheilerin in deiner Nähe findest die dich da unterstützen kann, weil da könnte sich durchaus auch eine fremde Wesenheit eingenistet haben die da die Kontrolle übernimmt in diesen Tick-Momenten. (Wenn wir unser Sein nicht voll und ganz selber annehmen und kontrollieren, dann tun es andere..)

lg von Andreas

5. Hanna schrieb am 02.3.2021:

Hallo Andreas,
leider habe ich bei einer gefühlt unlösbaren Sache bei einer sehr bürokratischen (und unflexiblen) Behörde ein wenig die Beherrschung verloren und die andere Person am Ende des Gesprächs ein wenig "angeschrien“. Im Nachhinein ist mir das sehr unangenehm, aber die Situation erschien immer unlösbarer und das Gegenüber schien mich auch nicht verstehen zu wollen. All das hat mich unglaublich aggressiv gemacht und dann am Ende ist es dazu gekommen. Momentan stehe ich allgemein ziemlich unter Druck, vielleicht kam es auch daher. Und im Grunde wollte ich von Anfang an eigentlich nur alles richtig machen, aber es ging irgendwie gar nicht. Egal was ich tat oder tun wollte, es hat sich quasi gegenseitig ausgeschlossen. Ich möchte dringend aus diesem Muster aussteigen, weiß aber nicht wie. Es stimmt auch wirklich, sowas kostet viel unnötige Energie. Das blöde ist jedoch, je mehr ich versuche mein Leben zu ändern, desto mehr solcher Ereignisse häufen sich. Das ist unglaublich - vielleicht ist es völlig verkehrt, wenn ich zu sehr dagegen ankämpfe, aber alles so lassen wie es ist möchte ich ja eben auch nicht. Ist es denn so, dass ich mich einfach arrangieren muss in einer unperfekten und manchmal einfach auch nervigen Welt zu leben, oder zeigen sich solche Dinge nur weil ich selber an anderen Stellen auch so unflexibel bin? Oder ist es einfach das Alte, das mich dann zurückziehen möchte? Zwischendurch läuft es zum Glück auch ganz gut, und eigentlich war ich total dankbar einen neuen Weg gefunden zu haben.
Vielen Dank und LG!

6. Andreas schrieb am 03.3.2021:

Hallo Hanna,
Du wolltest diese Person die du angeschrien hast also etwa lehren, wie sie es besser machen kann. Aber wirst du von ihr denn dafür bezahlt ? oder ist sie dir wenigstens dafür wohlgesonnen ?
Lass doch einfach den Glauben los dass du sie lehren oder auf die richtige Spur bringen müsstest, weil das musst du nicht. Du musst doch niemanden retten. Es genügt doch mit guten Vorbild durch die Welt zu gehen, alles andere ist doch nur eine unnötige Last die du dir auflädst und durch DEIN Leben schleppst.
Du glaubst du seist von dieser Person abhängig ?
Das ist ein Aberglaube, weil es geschieht nicht was diese Person entscheidet, sondern es geschieht immer genau das was du mit deinem Schöpfergottbewusstsein in dir erschaffst. Und wenn du dir eine Abhängigkeit von ihr erschaffen hast, dann wäre die Botschaft dass du diese Abhängigkeit auflöst, wenn du keinen Bock mehr darauf hast.

lg von Andreas


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