Warum leben so viele Menschen als Single alleine ?

Ich möchte in diesem Artikel diese Frage aus spiritueller Sicht betrachten. Warum gibt es so viele Singles in der heutigen Zeit ?

Diese Frage kann man natürlich aus vielen Ebenen heraus betrachten. Ich möchte sie hier aus einem spirituellen Blickwinkel beantworten. Und zwar eines ist klar, wir leben in einer Zeit großer Veränderungen, und eine dieser Veränderungen betrifft ohne Frage Partnerschaften. Wie sah Partnerschaft noch vor 100 Jahren, vor 500 oder vor ein paar tausend Jahren aus ? Eine Gleichberechtigung gab es da nicht. Da war die Frau im Prinzip der Besitz des Mannes. Patriarchat. Der Mann hat alles bestimmt, die Frau hatte fast gar keine Rechte. Da war weit und breit nichts mit der Gleichheit zwischen Yin und Yang.

Betrachten wir nun wie Partnerschaften der Zukunft aussehen werden. Das ist an sich logisch: Weil Yin und Yang immer in ein Gleichgewicht streben, wird hier eine Gleichwertigkeit vorherrschen, ein Gleichgewicht, zb auf der Rechteebene eine Gleichwertigkeit. Wir können diese Entwicklung bereits jetzt klar erkennen, sie ist noch nicht vollendet aber wir stecken mitten drin. Vollendet ist sie darum noch nicht, weil immer noch das alte morphogenetische Feld am wirken ist, wonach die Frau der Besitz des Mannes ist. Das traut sich heute zwar kein Mann mehr zu sagen und es traut sich auch kaum ein Mann mehr noch so zu denken, aber im Unbewussten sind solche Denk- Handlungs- und Fühlmusterreste eben noch immer Vorhanden, unbewusst energetisch von Vorfahren übernommen, manche mehr andere weniger, aber oft eben noch im Unbewussten wirksam. Und natürlich auch nicht nur bei Männern, auch Frauen haben solche alten Muster oftmals noch im unbewussten Speicher drin dass sie diese Gleichberechtigung gar nicht annehmen wollen.

Natürlich ist das eine gigantische Veränderung. Zuvor war einer Besitz des Anderen, und nun plötzlich seit weniger als hundert Jahren die volle Gleichwertigkeit und idealerweise auch in völliger Freiheit. Denn die Konsequenz daraus ist, wenn man sich nicht mehr gegenseitig besitzt, dann hat ein jeder Partner zu jeder Zeit die absolute Freiheit die Partnerschaft zu beenden. In der alten Zeit war das (mithilfe der Kirche) verboten, die Partnerschaften der neuen Zeit sind nicht mehr in solchen Beisammensein-Gelübden gefangen. Sie können zu jeder beliebigen Zeit beendet werden. Und im Moment sind wir mitten drin in diesem Wandlungsprozess von den alten Partnerschaften zu den neuen Formen von Partnerschaft. Die alten stecken in vielen Menschen noch tief in ihren unbewussten Mustern drin, die neuen sind erst von den wenigsten eingeübt. Die meisten Menschen hängen zwischen diesen beiden Stühlen rum und wissen nicht wie ihnen geschieht, sind oft überfordert mit dem partnerschaftlichen Geschehen und so kommt es wie es kommen muss, nämlich eine Unzahl an dramatischen Partnerschaftserfahrungen weil es noch so wenig Erfahrungen gibt mit den neuen Formen der gleichwertigen Partnerschaften gibt. Daraus resultiert die hohe Singlesrate der heutigen Zeit.


Muster der alten PartnerschaftenMuster der neuen Partnerschaften
Frau quasi im Besitz des Mannes
Mann und Frau gleiche Rechte
Trennungen durch Kirche verboten
Trennung jederzeit möglich
Ziel: meist Kinder zu bekommen
Das alte Ziel Kinder zu bekommen ist wegen der Überbevölkerung des Planeten unethisch geworden. Es werden also höhere Ziele wie zb sich gemeinsam geistig weiter zu entwickeln benötigt.
Frau unterstützt Mann
Mann und Frau unterstützen sich gegenseitig
Bewusstsein, dass eine Partnerschaft für das ganze Leben ist
Bewusstsein, dass eine Partnerschaft so lange besteht wie sie für beide gut und nützlich ist
Angst vor Trennung (weil verboten)
Freude bei Trennung weil eine Trennung dann in der Regel bedeutet dass das Ziel der Partnerschaft, zb sich weiter zu entwickeln erreicht wurde und man sich nun einem neuen Entwicklungsziel mit einem neuen Partner zuwenden kann. Es gibt keine Verbote sich fließend von einer Partnerschaft in die nächste zu bewegen. Dadurch entsteht:
Entwicklungsstagnation weil man in einer oder wenigen Partnerschaften feststeckt
schnelle Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit
Yang wird überbewertet
Yin wird unterdrückt
Yin und Yang im Einklang

Die alten Partnerschaften funktionieren nicht mehr mit dem neuen Denken. Die neuen Partnerschaften funktionieren noch nicht weil die entsprechenden notwendige Denkmuster noch nicht vollständig integriert sind. Konkret betrachtet ergeben sich da mehrere Punkte die aber im Prinzip alle auf den oben angesprochenen Wandel von alten zu neuen Formen der Partnerschaft zurück zu führen sind:

  1. Hohe Ansprüche sind die äußerlich offensichtlichsten Verhinderer von Partnerschaften. In früherer Zeit konnte man gar keine hohen Ansprüche entwickeln weil man ja wegen der fehlenden Medien gar nicht wissen konnte, was es alles an Möglichkeiten im Beziehungswesen gibt. So haben die Medien die Ansprüche hochgeschraubt. Aber dies ist nur der oberflächliche Grund. Ein paar Ebenen tiefer geschaut entdeckt man schnell, dass diese hohen Ansprüche eigentlich nur eine Schutzstrategie sind, man will sich vor Trennung schützen, beziehungsweise vor dem Schmerz einer Trennung, bzw weil man noch nicht gelernt hat wie man gut mit Trennungen umgeht, wie man Trennung praktiziert. Wie gesagt die Unfähigkeit mit den Problemen einer Trennung umzugehen rührt von einer fehlenden Trennungskultur, weil es dafür in der alten Zeit überhaupt keinen Bedarf gab. Für das Zusammenkommen gibt es das Ritual der Hochzeit - ein entsprechend positives Ritual der Trennung fehlt im gesellschaftlichen Bereich vollkommen, lediglich in alternativen esoterischen Kreisen sind solche Rituale bekannt und werden auch sehr erfolgreich genutzt. Menschen die im Mainstream gefangen sind bleibt fast nur der Scheidungskrieg vor Gericht als Trennungsritual.
  2. Bindungsangst ist ein weiterer Grund für die vielen Singles, der oft genannt wird. Jedoch auch die Bindungsangst resultiert aus dieser unsäglichen Angst vor Trennung. Trennung war einfach im alten Muster wo ein Mensch dem anderen auf Lebenszeit gehört hat fast nicht existent, beziehungsweise wenn dann meist eine Trennung durch Tod, und diese Form der Trennung wiederum wurde ja durch ein Ritual (Begräbnis, Trauerfreier) jeweils gut abgeschlossen. Für eine "normale" Trennung fehlt das Wissen und der rituelle Umgang damit, was dann so oft zu diesen dramatischen Trennungen führt und darum zu Bindungsängsten weil jeder weiß dass eine Bindung heute eben nicht bis zum Tode dauern wird und man mit anderen Formen der Trennung nicht umgehen kann. (Ausnahmen bestätigen die Regel, weil das sind dann genau diejenigen die keine Bindungsangst haben.)

    Besonders Männer mussten ja im alten Muster wo die Frau quasi dem Mann gehört hat nicht damit rechnen dass sie von der Frau verlassen werden, und so verwundert es nicht dass es in der heutigen Zeit oft Männer sind die so viel Angst vor einer Trennung haben, dass es so oft zu Gewalttaten in diesem Zusammenhang kommt. Wo immer Gewalt bei Trennungen auftaucht, sieht man dass da einfach nur die totale Hilflosigkeit im Umgang mit dem neuen Partnerschaftsmuster vorherrscht, man greift auf das alte Muster zurück, die Gewalt. Alles nur weil keine Trennungsrituale benutzt werden beziehungsweise noch nicht einmal bekannt sind.

    Weil dieses Thema der Trennungsrituale so fundamental wichtig für die neue Zeit ist, hier zunächst der Link auf einen Grundlagenartikel, wann ist eine Beziehung eigentlich beendet ? Oft glauben Menschen ja sie hätten ihre Beziehung beendet obwohl sie sogar noch von dem oder der Ex träumen. Und hier darum eine Anleitung Wie man sich von einem Partner trennt, beziehungsweise das Cutting (Trennungsritual) im Detail.
  3. Falsche Beziehungsmuster, auch dies gilt im Mainstream als Grund für die vielen Singles. Und ja, das ist richtig, das habe ich ja bereits ganz oben beschrieben, wir sind in einem Umbruch aus alten Mustern heraus und die Neuen kennt noch kaum jemand wirklich gut und die fehlende Erfahrung mit neuen Mustern führt automatisch natürlich auch zu vielen falschen Beziehungsmustern, weil in uns noch so viel altes wirkt, was überhaupt nicht zu den Beziehungsmustern der neuen Zeit passt.

    Falsche Beziehungsmuster gründen sich auch auf falschen Glaubenssätzen. Das sind Glaubenssätze wie zum Beispiel, dass die Liebe von alleine kommt, dass man nichts dafür tun müsse, usw. Das ist ein Glaubenssatz der gut zu den alten Bindungsmustern gepasst hat, wo zum Beispiel gerade Frauen wenig Einfluss hatten und da passt es dann natürlich alles einer höheren Macht, dem Kirchengott zu überlassen. Die Wahrheit ist aber eine andere: Wenn man die Liebe nicht im eigenen Herzen entwickelt dann kann sie gar nicht im Außen kommen. Wer heute glaubt Liebe käme von alleine und dass man nichts dafür tun müsse, der wird logischerweise schnell mal jahrzehntelang Single sein und da auch nicht mehr raus kommen weil wie gesagt, die Wahrheit ist anders, man muss die eigene Liebe befreien und üben. Alles blockierende in sich auflösen. Das ist Arbeit, das geht nicht von alleine. Und Üben geht bekanntlich am besten in schwierigen Beziehungen, darum ist das Warten auf die perfekte Beziehung definitiv ein falsches Muster. Es passt nicht mehr in die neue Zeit. Es hatte seine Berechtigung in der alten Zeit weil damals nur eine einzige Beziehung erlaubt war. Heute führt dieses Muster in ein endloses trauriges Singledasein. Genauso das "Warten auf Mister Perfekt". Wenn er tatsächlich mal auftaucht kann man die aktuelle Beziehung jederzeit beenden, und ist dann aber gut geübt und darum eben bereit für ihn. Allerdings gibt es ihn ja sowieso nicht, den Traumprinz, genau so wie es die perfekte Frau nicht gibt, das sind alles nur Märchen die kleinen Kindern erzählt werden. Wer sie als Erwachsener noch immer glaubt ist einfach noch nicht erwachsen. Jeder der hier inkarniert hat eine Entwicklungsaufgabe und ist darum also NICHT perfekt. Es gibt viele Ebenen auf denen Liebe geübt werden muss, und die Wahrheit ist sogar derart dass wir genau darum hier auf diesem (lieblosen) Planet inkarniert sind, um Liebe zu üben unter erschwerten Bedingungen.

In der alten Form von Partnerschaft hatte man ja nicht alleine mit dem Partner/in gelebt, nein das war damals ja üblich dass Großeltern und eine ganze Sippe auf engem Lebensraum zusammen gelebt hat. Das heißt, man hatte immer viele Ansprechpartner zur Auswahl. Heute ist das anders, da leben die meisten Paare erst mal alleine mit sich in einer Wohnung. Das heißt wo man früher seine Probleme mit anderen besprechen konnte, bleibt heute erstmal nur der Partner/in der alles auffangen muss, was eben früher auch von anderen nahe lebenden Verwandten aufgefangen wurde. Das bedeutet natürlich eine wesentlich höhere Belastung der Beziehung als früher. Das heißt, was früher selbstverständlich war, nämlich die bessere Vernetzung mit anderen Menschen müssen wir uns heute extra eigenständig erschaffen. Werkzeuge für diesen Zweck wären zwar genug vorhanden, aber wer sie nicht nutzt steht dann wirklich alleine da, auch dies ein Grund warum heute so viele in Einsamkeit leben. Logischerweise geht es einem Menschen besser, wenn er gut vernetzt ist.


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Kommentare

1. Sternschnuppe schrieb am 14.4.2019:

Hallo Andreas, danke für den tollen Artikel. Ich habe dazu eine Frage. Du erwähnst oft, wie der christliche Glaube einen Einfluss auf das morphogenetische Feld hat und dazu führt, dass das weibliche dann unterdückt wurde für lange Zeiten. Momentan befreien wir uns alle daraus über kurz oder lang.
Ich wundere mich darüber, dass du kaum den Islam erwähnst. Da wir in unseren Breiten immer mehr Menschen aus muslimischen Kulturkreisen haben (mit entsprechendem Feld)und für die es normal ist dass die FRau sich sogar komplett verschleiert. Wie wirkt sich denn das auf unser Feld aus? Und werden die radikalen Muslime demnächst auch sich dem Feld bewusst und sich "weiterentwickeln" ?(mir ist bewusst dass das jetzt provokant formuliert ist).
Ist der Islam, so wie er momentan nach Europa importiert und gelebt wird nicht ein Rückschritt bezüglich diesem sich weiter entwickeln und Befreiung des Weiblichen und aus dem Feld ausbrechen? Zumal im Christentum ja zumindest Nächstenliebe mehr oder weniger praktiziert wird und ich sowas vom Islam nicht kenne.
So wie es gerade aussieht, wird ja alles durch den sich ausbreitenden Islam wieder konservativer und "patriarchater". Hoffentlich irre ich mich da ?!
Lieben Gruß

2. Andreas schrieb am 14.4.2019:

Hallo, ja, über den Islam schreib ich deswegen nichts, weil der Islam ist im Prinzip das selbe wie das Christentum, beides patriarchale Männerreligionen aus einer alten Zeit. Wer noch in Resonanz mit dem Christentum ist, der zieht auch noch den islam an, deswegen spiegeln uns die vielen Islamisten die hier im Westen auftauchen, dass viele Menschen noch solche tiefen Anteile in sich haben und sie sich nun in dieser heutigen Zeit damit auseinandersetzen müssen, weil eine neue Zeit kann nur kommen, wenn das Alte in sich abgeschlossen wird.

Jeder Islam Anhänger hat in sich natürlich auch Anteile, die sich daraus befreien wollen. Und genau jene Anteile sind es, die ihn zu uns ziehen, weil hier ist die Befreieung aus einem solchen religiösen Wahn ja bereits viel weiter fortgeschritten. Dadurch dass sie herkommen tauchen sie automatisch in befreitere Felder ein, so dass sie gute Impulse bekommen und sich dann irgendwann leichter daraus lösen können. Es ist ihre unbewusste Suche nach Freiheit die sie herführt und selbst die radikalsten müssen hier Abstriche von ihrem radikalen Denken machen, schon alleine der Fakt dass sie sich hier immer wieder mit Andersgläubigen auseinandersetzen müssen verändert ihr Bewusstsein und sie gewöhnen sich (ob sie wollen oder nicht) daran, mit andersgläubigen zusammen zu leben, was sie in ihren Heimatländern nicht leben und üben können. Egal wie laut sie schreien und jammern und beten, sie können sich diesem Prozess nicht entziehen. Durch die Schwingungserhöhung werden auch ihre Gebetsformen immer kraftloser. Wenn Männer auf Kosten der Frauen leben, dann funktioniert das gerade in solchen Frauen unterdrückenden System deswegen immer weniger weil die Frauen selbst ja da immer weniger und weniger in ihrer Kraft und Ausgeglichenheit sind und auch in diesen Männern wachsen diejenigen Anteile die das nicht mehr wollen, und so steigert sich in ihnen die innere Disharmonie und sie verlieren ihre Kraft. 5G zum Beispiel wird keinen Unterschied zwischen Moslems und nicht-Moslems machen. Jeder Mann der nicht in einem großen inneren Einklang (zwischen Yin und Yang) ist wird da zeugungsunfähiger. 5G wird genau das bringen, was wir brauchen. Zum Beispiel auch auf der Überwachungsebene: Männer die von Diebstahl leben (entspricht dem Energiediebstahl von der Frau), werden das mit der totalen Überwachung die ja jetzt bereits sehr weit fortgeschritten ist, nicht mehr können. Sie werden dadurch ziemlich gestoppt..

lg von Andreas

3. Anne schrieb am 16.4.2019:

Mein Mann ist Muslim, ich bin spirituell und humanistisch eingestellt. Wir sind seit 18 Jahren verheiratet und haben drei gemeinsame Kinder.

Nun - der Islam strebt keine Weiterentwicklung oder Veränderung an, da die originale Botschaft Allahs durch den Propheten Muhammad nicht verfälscht werden soll. Daher gibt es den Koran auch nur in einer einzigen, seiner ursprünglichen Ausgabe.

Ist es schwierig mit einem praktizierenden Muslim zusammenzuleben, wenn man selbst spirituell eingestellt ist?

Auf der Werte-Basis nicht, denn der Islam bietet sehr viel Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe und Geselligkeit - vielleicht sogar mehr als alle andere Religionen. Man sollte sich jedoch vor einer Partnerschaft mit einem Muslim im Klaren sein, daß bestimmte Glaubenspraktiken ab dem Kindesalter anerzogen und praktiziert werden. Das könnte z.B. ein Problem darstellen, wenn man nicht akzeptiert, etwas machen zu müssen oder nach bedingungsloser Liebe sucht.

Wo es für mich selbst anfängt kompliziert zu werden ist bei der Befolgung der Glaubenspraktiken durch meinen Mann sowie unsere Kinder (ohne jene eine Partnerschaft außer Frage wäre) und der Vereinbarung dieser mit meinem sehr stark ausgeprägten Wunsch nach Freiheit & Veränderung. Das sind zwei extreme Pole. Der Wunsch nach gemeinsamer Weiterentwicklung in der Spiritualität trifft auf das Festhalten an Altem im Islam. Freiheitsliebe auf ‘freiwilligen Zwang‘. Und weil man sich in einer Partnerschaft ja logischerweise regelmäßig mit den Ansichten des anderen auseinandersetzen muss, führt das dann auch öfters einmal zu innerer Disharmonie.

Wichtig dabei ist immer: Wie gehen beide Partner damit um? Wie tolerant sind sie sich gegenüber? Ist es ein ein- oder beidseitiger Prozess der Weiterentwicklung & Veränderung? Empfinden beide Partner diesen als erfüllend? Können beide Partner die Veränderungen dauerhaft mit ihrem Gewissen vereinbaren?

Es ist ihre unbewusste Suche nach Freiheit die sie herführt und selbst die radikalsten müssen hier Abstriche von ihrem radikalen Denken machen, schon alleine der Fakt dass sie sich hier immer wieder mit Andersgläubigen auseinandersetzen müssen verändert ihr Bewusstsein und sie gewöhnen sich (ob sie wollen oder nicht) daran, mit andersgläubigen zusammen zu leben, was sie in ihren Heimatländern nicht leben und üben können.

Inwieweit dies nun über Zeit zu dauerhafter Veränderung führen wird, wo der Islam doch so sehr an seiner ursprünglichen Botschaft festzuhalten vermag, wird sich zeigen.

4. Andreas schrieb am 17.4.2019:

Hallo,

Zitat:

Inwieweit dies nun über Zeit zu dauerhafter Veränderung führen wird, wo der Islam doch so sehr an seiner ursprünglichen Botschaft festzuhalten vermag, wird sich zeigen.


das wird es, und zwar deswegen weil die alten Muster, die Veränderung mit Gewalt zu verhindern, diese alten Muster die ja bis hin zu Mord und Totschlag gingen, also diese alten Muster funktionieren heute nicht mehr. Wir hören zwar immer wieder in der Presse von Fällen wo auch hier in Deutschland moslemische Männer durch die Ermordung von Töchtern oder Schwestern weiterhin mit Gewalt ihre Religion durchgesetzt haben, aber das sind eben trotz allem nur noch Einzelfälle. Auch das Christentum ist herniedergegangen nachdem sie aufhören mussten Menschen die aussteigen wollten, also Andersgläubige zu töten (damals ja meistens auf Scheiterhäufen). Es gibt da wie gesagt keinen fundamentalen Unterschied zwischen diesen beiden patriarchalen Männerreligionen. Beide wurden mit Gewalt eingeführt, beide konnten sich nur mit Gewalt behaupten und beide vergehen ohne diese Möglichkeiten der Gewalt. Und in der Tat, der Niedergang dieser Religionen ist im Prinzip der selbe Prozess wie der Niedergang dieser alten Partnerschaftsformen.

lg von Andreas

5. Anne schrieb am 25.4.2019:

Hallo Andreas,

ich habe mir diesen Artikel über alte, falsche Beziehungsmuster im Gegensatz zu neuen, fortschrittlichen Glaubenssätzen gerade noch ein zweite Mal durchgelesen - nachdem Du schriebst, dass es mir darum gehe, zu mir selber finden zu wollen.

Ich denke, das untere Zitat beschreibt meine Schwierigkeiten beim Selbstfindungs-Prozess haargenau:

Wenn Männer auf Kosten der Frauen leben, dann funktioniert das ... deswegen immer weniger weil die Frauen selbst ja da immer weniger und weniger in ihrer Kraft und Ausgeglichenheit sind.

In einer Beziehung nach alten Glaubenssätzen (oder einer Mischung von altem und neuem Denken) findet man sich schnell in der Rolle wieder, den Ehemann ein Leben lang zu unterstützen und Kinder zu bekommen. Man ist zu wenig in seiner eigenen Kraft und Ausgeglichenheit. Irgendwann verspürt man Entwicklungsstagnation, da man in der Beziehung feststeckt, sich nicht schnell und frei weiterentwickelt, aber Angst vor der Trennung hat (weil verboten)... Und schließlich rebelliert die eigene Seele und schiebt den patriarchischen Ehepartner mitsamt den veralteten Mustern beiseite, um endlich die eigene Persönlichkeit frei entfalten zu können.

Lg,
Anne

6. Lomma schrieb am 27.7.2019:

Meine Meinung : Religion, egal welche Art, ist eine Abhängigkeit und ein "Nicht-Selbst-Denken" brauchen/dürfen. Christ sein ist gut, und zwar ohne Kirchen, Päpste und Religionslügen -
Menschen sind geistige Wesen und streben nach Freiheit.
"Die Wahrheit wird euch frei machen", sagte Jesus (Johannes 8, 32b).

7. Das Familienprinzip ist kosmisch schrieb am 03.1.2020:

Hallo Andreas
Das Familienprinzip (Vater, Mutter, Kind) ist ein starkes, grundlegendes, geistiges, kosmisches und sehr tief emotionales Prinzip der Zugehörigkeit oder Zusammengehörigkeit,das durch keine modernen Formen der Partnerschaft ersetzt werden kann.
Das Familienprinzip wirkt sogar auf ein Land bezogen. Wir sind Wir, wir gehören zusammen - wir sind eine Familie.
Weltbezogen sollte das Familienprinzip ebenfalls wirken. Wir Weltbürger sind Eins. Wir sind eine starke Kraft.
Der Wandlungsprozess von den alten Partnerschaften zu den neuen Formen von Partnerschaft besteht nicht darin, dass Frauen männlich
und Männer weiblich werden sollen, sondern im ergänzenden, respektvollen Umgang miteinander auf Augenhöhe.
Das wünsche ich zum neuen Jahr 2020 allen Bürgern dieser Welt. Alle haben Vater und Mutter. Liebe Grüße Gabriele

8. Andreas schrieb am 03.1.2020:

Hallo,
es geht nicht um das Familienprinzip, sondern um die Formen wie es gelebt wird. Und da werden alle diese alten Formen die Beschränkung, Gewalt und Unfreiheit enthalten und von den Kirchen und dem Staat verbreitet und monopolisiert wurden, neuen Formen weichen müssen.

Und das ist aber ein enormes Umdenken im Einzelnen, weil die allermeisten haben keine Ahnung wie sie da noch in alten Denksümpfen drinhängen und weil es aber von den einzelnen Menschen selbst ausgehen muss, weil Staat und Kirche haben ja gar kein Interesse daran, dass sie ihren Machteinflus verlieren.
Wer darauf wartet dass zb die Kirche selbst sagt, wir hören jetzt auf den Menschen in Abhängigkeiten zu halten und führen keine Trauungen mehr durch, der wird lange warten können. Das wird nicht geschehen.

lg von Andreas

9. Calvin schrieb am 03.11.2020:

In diesem Artikel kommt es so rüber, als sei es per se etwas Negatives, als Single zu leben. Aber warum sollte es das sein? Warum soll man als Single zwangsläufig unglücklich sein? Und wer sagt, dass man in einer Partnerschaft zwangsläufig glücklich ist?
Meine Eltern sind schon seit über zehn Jahren geschieden, sind also beide schon seit längerem wieder Single. Zumindest meine Mutter scheint damit aber ganz gut klarzukommen. Sie sagte zwar manchmal, es sei schon eine Herausforderung, alleine zu leben, aber dass diese eben auch gemeistert werden könne. Sie ist auch ein sehr spiritueller Mensch und hat auch schon häufig die geistige Welt zitiert, mit der sie laut ihren Aussagen oft schon in Kontakt war. Eines dieser Zitate lautete: "Egal für welchen Weg du dich entscheidest, du lernst!" Es gibt also kein Richtig oder Falsch. Warum sollte Single sein dann also per se falsch sein?
Sie meinte auch einmal, für manche Menschen sei in diesem Leben gar keine Partnerschaft vorgesehen, weil andere Dinge wichtiger seien. Muss man denn unbedingt in einer Partnerschaft leben, um sich weiterentwickeln zu können? Wer sagt dann bitteschön, dass man stagnieren muss, wenn man alleine lebt? Man lebt und lernt ja schließlich auch als Single.
Es gibt auch keine Garantie dafür, dass man in einer Partnerschaft glücklich ist. Viele Ehepaare leben bis ins hohe Alter zusammen. Und sehr viele sind am Ende nicht glücklich. Sie streiten nur noch und machen sich gegenseitig das Leben zur Hölle. Soll das etwa die bessere Alternative zum Alleinleben ein? Die Tatsache, dass diese Leute dann nach so langer Zeit immer noch zusammen leben, wird dann von vielen als Beweis gesehen, es sei die große Liebe! Doch wenn man kritisch hinter die Fassade blickt, ist von wahrer Liebe oft nicht mehr allzu viel zu spüren. Oft verharren diese Leute in einer Beziehung, weil sie sich an ihren Partner nach all den Jahren gewöhnt haben oder weil sie Angst vor dem Alleinsein haben. Weil sie glauben, alleine könnten sie nicht leben. Allein sein bedeutet eben auch, sich mit seinen persönlichen Themen auseinanderzusetzen. Doch davor scheuen sich viele und bleiben lieber in einer Beziehung, die ihnen nicht (mehr) gut tut. Was natürlich auch nicht heißen soll, dass es schlecht ist, eine Partnerschaft zu führen. Jedoch der Glaube, unbedingt einen Partner haben zu müssen, als bräuchte man einen Partner, um glücklich zu sein, resultiert doch meist aus der Angst vor dem Alleinsein. Man flüchtet regelrecht in eine Beziehung bzw. Ehe, nur um nicht allein zu sein. Weil man sich ja sonst mit seinen eigenen Problemen beschäftigen müsste und das geht eben manchmal besser, wenn man alleine ist. So gesehen kann das Singledasein auch ein Stück Freiheit sein, da man nicht an einen festen Partner gebunden ist, der einen eventuell von den eigenen Lebensthemen ablenken könnte!

P.s.:Zu empfehlen wäre an dieser Stelle noch ein Youtubevideo mit Robert Betz, das den Titel trägt "vom Segen des Alleinseins"!

10. Andreas schrieb am 03.11.2020:

Hallo Calvin,
Es sollen laut Statistiken nur etwa 20% aller Singles mit ihrem Singledasein zufrieden sein - insofern sind es immerhin 80% die ihr Singledasein negativ bewerten.

lg von Andreas

11. Lili schrieb am 05.11.2020:

Hallo,diese Seite ist der Hammer. Ja,also ich lebe allein.Ich bin ,wie hier so debattiert wird,zufrieden,obwohl ich dieses Wort seltsam finde.Ich bin stolz darauf, allein mein Leben zu meistern, strahle das wohl auch aus,denn es gibt viele "Avancen",Dieses Partnerschaftsstreben ist für mich gesehen,wie ein Zwang,ja immer in Gesellschaft zusein.Dabei ist es doch wichtig, erstmal mit sich selbst auszukommen. Ja,die 80 Prozent sind unzufrieden,weil sies nicht können.Und wenn dann der Partner zum Projizieren verwendet werden soll,oje.
Ja,soviel von einer Singlerin

Danke dem Schöpfer dieses Info-Werkes hier.

12. Gs11 schrieb am 14.8.2021:

Hallo Andreas,
Mich würde zu dem Thema eine Alternative Frage interessieren. In meinem äußeren Kreis fällt mir auf, dass es immer schwieriger wird eine intensive, ehrliche und glückliche Beziehung zu führen. Viele Menschen sind wortwörtlich im "stetigen Wechsel". Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die total gerne einen potentiellen Menschen kennenlernen würden, jedoch einfach keiner ins Leben kommt. Da würde ich mich auch gerne im kurzformat anknüpfen.
Ich bin noch Jung und habe bis zu meinem heutigen Tag noch keine Beziehung geführt, geschweigedenn jemanden kennengelernt. Ich möchte Wertfrei hinzufügen, dass ich Schwul bin. Ich bin, vor Corona gerne mal auf eine party/Gayparty gegangen und hatte zeitweise auch Datingapps ausprobiert. Würde mich ehrlichgesagt nicht zu der Masse dazuzählen. Vieles ist mir einfach zu unauthentisch und gespielt. Ich denke innerlich sehnt man sich in der Regel immer nach jemanden, aktuell ist dieses Verlangen sehr stark in mir geworden. Ich würde mich schon als einen sehr Potentiellen Partner beschreiben.(Ich bin sehr reflektiert und Lebensfroh und weiß was ich möchte/nicht möchte. Das strahle ich meines Gefühles auch aus. Was in der heutigen Gesellschaft leider auch idR. mangelhaft ist)
Mein Herz sehnt sich aktuell sehr nach einem Partner und inzwischen Frage ich mich, woran es liegt, dass ich nichteinmal einen Mann in mein Leben ziehe der mich einfach mal anspricht(wie damals zB auch auf einer Party auch nie der Fall war). Auf den Datingapps ist ja eigtl. richtig was los, dort war auch in meinem Chat totenstille.
Könnte solch eine enorme "Blockade" etwas aus einem Vergangenem Leben sein? Ich habe mich jetzt längere Zeit ehrlich Selbstreflektiert und ich kann nichts finden, was dies im außen so enorm blockieren könnte(stehe im Leben, stabiler Freundeskreis, open-minded, stylbewusst,..) weshalb ich dich um Rat fragen wollte.
Im außen Reagieren die Menschen auch immer positiv auf mich und stellen sich eher die Frage wieso gerade ich noch keinen Partner gefunden habe. Ich denke zum richtigen Zeitpunkt(der eigtl. immer im Moment selbst ist) kommt auch der Partner. Mich zieht es auch nicht runter(emotional oä., wie es bei anderen Menschen oft der Fall ist) ich würde es einfach gerne mehr verstehen lernen, wie solch ein Lebensbereich komplett ausbleiben kann in einem Selbst. Ggfs. gezielt verändern lässt.
Ich sag immer so schön bei Beziehungstipps, "Profis spielen nicht😋".. ich freue mich auf deine Antwort!

Mit freundlichen Grüßen

13. Andreas schrieb am 14.8.2021:

Hallo,
ja, das was du erlebst, das erleben viele, und es hat damit zu tun dass der Zeitgeist (zb auch aus astrologischer Sicht) es nicht mehr unterstützt Partnerschaften zu führen. Zumindest Partnerschaften der alten Ausrichtung. Stattdessen fordert der Zeitgeist von uns, nach innen zum Wesentlichen zu gehen (während Partnerschaften noch immer als etwas im Außen betrachtet werden). Diese Energie hat sich schon seit über 5 Jahren langsam aufgebaut und hat ja dann wie wir alle erlebt haben in den Kontaktbeschränkungen und Lockdowns gemündet. Diese Energie ist noch immer voll wirksam und erlaubt diese alten Formen schlichweg nicht mehr. Wer es trotzdem versucht wird höchstens noch kurze Zeit damit Erfolg haben. Es geht also darum in ein völlig anderes Denken über Partnerschaft zu kommen.

lg von Andreas

14. Hanni schrieb am 06.5.2022:

Hallo Andreas,

mir fällt in letzter Zeit immer stärker auf, sie sehr ich mir intensive "spirituelle" Beziehungen zu anderen Menschen wünsche. Also einen guten Austausch auf geistiger Ebene. In der Regel gelingt es mir auch immer wieder mal, und dann bin ich auch sehr froh darüber. Jedoch ist es meist nur von relativ kurzer Dauer, und ich fühle danach umso stärker meine Einsamkeit. Ich frage mich, wieso es mir nicht gelingen mag, das stärker zu "halten". Auch rutsche ich dann doch immer wieder in ein deprimiertes Grübeln, weil mir der lebendige Kontakt und Austausch fehlt.
Gerade weil so vieles (vor allem im Erwachsenenalter) so stark nur noch auf Paarbeziehungen ausgerichtet ist, macht es das noch einmal schwieriger. Gefühlt ist es dann gar nicht mehr so ohne weiteres möglich gute Kontakte zu leben, weil sich alles auf die Kleinfamilie fokussiert. Und auch gerade nach diesen langen Corona-Einschränkungen erscheint es mir nun fast unerträglich, diese Isolation.
Eine ganz lange Zeit erschien es mir gut, dass ich mich stärker auf mich konzentrieren konnte, aber auf einmal erscheint es mir so gar nicht mehr erstrebenswert und ich frage mich wie ich das überhaupt so lange ausgehalten habe. Habe auch schon vor Corona jahrelang in ziemlich starker Isolation gelebt (und mir das immer schöngeredet bzw. komplett ignoriert). Ich denke ich muss da wirklich was verändern. Hoffe, dass es gelingt. Aber ist es denn eine Kombination von innen und außen? Also wenn ich es schaffe in mir eine gute Beziehungsfähigkeit herzustellen, dann müsste es mir im Außen auch besser gelingen, oder?

Danke und LG

15. Andreas schrieb am 07.5.2022:

Hallo Hanni,
ja, du fühlst deine spirituellen Beziehungen eingeschränkt. Vielleicht kommt das weil wir Beziehung viel zu sehr auf verbale Kommunikation beschränken in unserem Denken. und solche Beschränkungen werden uns gespiegelt. Weil gerade eine spirituelle Beziehung darf ja gar nicht auf das Verbale ausgerichtet sein, also durch diese Ausrichtung entsteht die Beschränkung.
Ohne solche Beschränkung in deinem Denken wirst du feststellen dass du in Wirklichkeit jede Menge Beziehungen hast, die Mücke die im Haus lebt, die Ameise im Garten, die Wohnung als Wesenheit, usw, usw, usw..

lg von Andreas

16. Anni schrieb am 10.5.2022:

O.das ist sehr neu ausrichtend,dieser Gedankengang für mich.Ich hab zur Zeit Motten in meiner Wohnung.Mit ihnen kommuniziere ich geistig,sodass sie sich blicken lassen und ich sie dann..ok. kurz gefangen in der Hand..nach draußen bringe.Ich hab so das Gefühl,genauso möchten sie es auch.Selbst eine Zeit ..Gegen Abend..Haben wir ausgemacht.
:-)).Klar..manch einer könnte jetzt sagen,reiner ungeistiger Zufall..
Danke,Andreas.
VG Anni

17. Andreas schrieb am 11.5.2022:

Hallo Anni,
ja, Motten spiegeln das Prinzip dass man sich leicht verbrennen kann wenn nicht gut geerdet ist..

lg von Andreas

18. Motte schrieb am 16.5.2022:

Hallo Andreas, kannst du das mal mit den Motten vom vorigen Kommentar näher beschreiben bitte? Gibts einen Unterschied ob Lebensmittel oder Kleidermotten? Danke

19. Andreas schrieb am 18.5.2022:

Hallo,
ja, Lebensmittel stehen für Themen die dich nähren im Leben, während Kleidungsstücke für Rollen stehen die du im Leben spielst.

Fressen die Mottenlarven deine Kleidung, dann gibts also einen inneren Anteil der diese Rollen im Leben auflösen möchte.
Wenn sie die Nahrung befallen, dann gibts zum Beispiel innere Anteile die sich von anderem nähren möchten.

lg von Andreas

20. Vroni schrieb am 26.6.2022:

Hallo Andreas, hier mein Anliegen. Ich bin seit vielen Jahren verwitwet. Nach 5 Jahren hatte ich eine 3 jähr. Innige Wochenendbeziehung, die ich beendet habe, weil sich Lebensumstände beim Partner veränderten. Sollte wohl so sein!
Ich bin ein freiheitsliebender Mensch und komme gut alleine zurecht und trotzdem bin ich immer wieder auf der Suche nach der männlichen Energie. Fast alle Männer mit denen ich mich treffe könnten sich eine Beziehung mit mir vorstellen. Ich warte immer auf ein inneres Zeichen oder Gefühl der Freude wenn ich die Männer anschaue, aber es rührt sich nichts. Also sage ich ab. Kann ich auch an einem Partner wachsen, für den ich nicht viel empfinde oder mit einem Partner zusammen sein, der nichts von sich gegenseitig spiegeln kennt und versteht. Will ich insgeheim doch keinen Partner und treffe deshalb auf diese. Ich mag mich selbst und sehe auch Anteile die ich noch befrieden darf. Aber bei dem Thema bin ich wohl blind? Kannst Du mir bitte auf die Sprünge helfen. Danke sehr.

21. Andreas schrieb am 26.6.2022:

Hallo Vroni,
warte immer auf ein inneres Zeichen oder Gefühl der Freude wenn ich die Männer anschaue, aber es rührt sich nichts
ja, es kann schon sein dass du nur solche Männer anziehst die sich zwar eine Partnerschaft mit dir vorstellen können, die es aber nicht schaffen dich zu verführen. Dann gäbe es einen mächtigen ursächlichen Anteil in dir der keine Partnerschaft mehr will oder Angst vor Partnerschaft hat.

Es kann aber auch sein dass du während diesem inneren warten auf dieses Gefühl des Angezogen Seins, noch eine, ich nenn es mal "lähmende Angstenergie" aussendest die du tief in dir verborgen trägst. Und wenn diese Energie dann auf den jeweiligen Mann trifft, dann wirkt sie auch auf ihn in gewisser Weise lähmend und es kann dann auch keine sexuell anziehende Energie aufgebaut werden.
So kann es also für dich darum gehen solche potentiellen gelähmt vor Angst sein Speicherungen in dir aufzulösen.
Oder alternativ dies ganz zu umgehen indem du aktiver wirst, also statt warten aktiver flirtest oder eben statt diesem warten mehr deine weibliche Energie ausstrahlst um den entsprechenden Mann dadurch in seine männliche Kraft (und damit auch in seine Verführungsfähigkeiten) hinein zu werfen..
Das ist zwar vermutlich alles nicht in deiner momentanen Komfortzone enthalten im Umgang mit Männern, aber es gibt kein Flirtverbot für Frauen in Deutschland und es gibt auch kein Verbot die eigenen Fähigkeiten im Umgang mit dem anderen Geschlecht zu verbessern und zu üben und Erfahrungen zu machen.

Oftmals verbleiben Frauen im passiven Warten weil sie Angst haben ihren Status zu verlieren wenn sie beginnen zu flirten. Solcher Statusverlust kann ja sogar damit enden als Schlampe betrachtet zu werden. Aber gleichzeitig zeigt das über solchen Ängsten zu stehen auch wiederum einen ganz hohen Status an weil man signalisiert dass es einem egal sein kann was andere denken. Aber auch um in einen solchen höheren Status zu wechseln muss man die alte Komfortzone verlassen, usw..
Um einen Mann mit hohem Status anzuziehen musst du selber auch in einem hohen Status sein, weil solche Männer und Frauen sind in unserer mundwindelkonformen Gesellschaft sehr selten geworden.

lg von Andreas

22. Vroni schrieb am 27.6.2022:

Hallo Andreas, danke Dir sehr für Deine etwas andere neue Sichtweise für mich, da kann durchaus wahres bei mir dahinterstecken (Scham, als Frau tut man das nicht, Glaubenssatz) Anderseits kann ich wohl Flirt-Signale senden, dazu muss mir der Mann aber von vornehmeren gefallen, um diese Reize zu zeigen. " Angebergetue" 10cm kleiner als ich 160cm), Warze auf der Glatze, Da bin ich dann schon raus…. Ich muss mich doch auch zu nichts zwingen. Das hat jetzt nichts mit dem Wert der Menschen zu tun und dass ich sie nicht achte. Wahrscheinlich habe ich auch noch eine erhöhte Anforderung. (Schäme mich ein bisschen darüber), oder sollte ich dazu stehen, als "so sein".
Ein wenig Verzweiflung macht sich breit, wie komplex der Mensch sich gibt. Gibst Du mir noch was mit auf den Weg? Danke Andreas

23. Andreas schrieb am 27.6.2022:

Hallo Vroni,
ja, ich denke du musst etwas verändern in deinem Verhalten, und zwar um einfach mit anderen Männertypen in Resonanz zu kommen. Wenn du einfach jeweils nur innerlich wartest bis du etwas spürst kann es eben sehr gut sein dass du nur Männer anziehst die ebenfalls innerlich nur warten.. - und dann geschieht nie etwas..

lg von Andreas

24. Johannes schrieb am 27.7.2022:

Hallo miteinander!
Ist das Leben ein Kompromiss?
Wenn man glaubt, dass der Mensch ein soziales Wesen ist, führt ein kompromissloses Leben doch zwangsläufig zum Alleinsein. Ich beobachte, dass Menschen Dinge alleine tun und nicht darauf warten, bis ein anderer mitmacht. Aber auch, dass (viele) Menschen lieber gar nichts tun, bevor auch ein anderer mitmacht.
Ist es dann egoistisch, wenn man lieber alleine etwas tut, als auf andere zu warten oder andere zu überreden?
Mir scheint dies auch ein Grund zu sein, dass es so viele Singles gibt.
Liebe Grüße von Johannes

25. Andreas schrieb am 27.7.2022:

Hallo Johannes,
ich denke es kommt sehr auf das jeweilige Ziel an ob man egoistisch ist oder nicht. Also wenn bei einem Ziel alle gewinnen, dann wär es ja ok, auch wenn man es aus egoistischen Gründen heraus tut. Und man kann ja auch aus egoistischen Motiven heraus einen Kompromiss mit anderen eingehen. Aber in der Tat, wenn man nicht oder nur wenig kompromissfähig ist, dann führt dies schnell zu Alleinsein..

lg von Andreas

26. Ella schrieb am 29.10.2022:

Hallo Andreas,ich bin schon älter (in Pension)und denke darüber nach warum ich so alleine bin.Ich sitze zu Hause und geh nirgend wo hin,zumindest nicht oft,ich rufe nicht gerne wo an,hab natürlich schon Anklagen von Leuten bekommen,weil ich mich nie melde,und immer sie mich anrufen,ich es aber eher nicht mache.Ich kann mich gut alleine beschäftigen,in meiner Arbeitszeit früher,war ich lange im Gastgewerbe tätig,zog zwei Kinder auf,die jetzt ihr Leben,leben.Das ist OK für mich.Aber wenn ich täglich so alleine zu Hause sitze oder alleine irgendwas Unternehme,ist es schon sehr leer und auch etwas unheimlich still um mich,aber nicht unbedingt in mir eher im Außen,dass ich manchmal schon auch irgendwie in mir spüre, keine Ahnung irgendwie,doch Stille und Leere.Frühr,wenn ich in verschiedenen Lebensstationen in vollen Räumen war,fühlte ich mich auch oft alleine,also schon komisch, dass ich mich in meinem Leben, die meiste Zeit bis heute alleine fühle und jetzt auch definitiv bin.Lieber Andreas,kannst Du mir bitte sagen woher das kommen könnte,warum ich so zurückgezogen lebe und niemanden finde, mit dem ich ehrlich und mit Leichtigkeit umgehen kann,wo auch andere mit mir Freude haben können.DANKE
Liebe Grüße Ella

27. Andreas schrieb am 30.10.2022:

Hallo Ella,
ich denke du erschaffst durch dein vorherrschendes Gefühl des Alleinseins, dieses alleine sein.
Das kannst du aber natürlich verändern, du kannst dich ja jeden Tag ein paar Minuten lang hinsetzen und dabei bewusst das Gefühl der Verbundenheit mit anderen erzeugen und fühlen. So veränderst du deine innere Ausrichtung.

lg von Andreas

28. Sari schrieb am 01.11.2022:

Hallo Andreas,

ich lese immer mehr auf deiner Seite und bin sehr angetan.

Ich bin seit fast 12 Jahren Single und hatte nur zwei "richtige" Beziehungen in meinem Leben (bin 37 und zähle mich zu den unfreiwillige, unglücklichen Singles, ich habe aber zum Glück keinen Kinderwunsch).
Ich habe gelernt, allein zu sein und sehe durchaus auch die Vorteile, die das haben kann. Dennoch habe ich immer wieder auf versch. Wegen nach Männern für eine Partnerschaft gesucht, war aber immer erfolglos. Entweder gefiel mir der Mann aber ich ihm nicht oder andersrum.

Du schreibst, Liebe muss geübt und erarbeitet werden. Das sehe ich grds. genauso, jedoch tue ich mich mit dem üben schwer. Für mich würde das bedeuten, dass ich Beziehungen mit Männern eingehen müsste, die mir überhaupt nicht gefallen, die ich weder spirituell noch sexuell anziehend finde. Es fällt mir schwer zu glauben, dass dies der Weg sein soll.
Meine letzten Beziehungen haben sich ergeben, ohne dass ich irgendetwas erzwingen musste. Man hat sich kennengelernt und verliebt und natürlich bedeutet eine Beziehung Arbeit, Lernen, Wachstum, Kompromisse. Ich erwarte keine geschenkte oder ewige Glückseligkeit durch einen Partner. Ich hafte aber dem Glauben an, dass ich dafür zumindest eine "basis" brauche, also einen Mann schon irgendwie attraktiv und interessant finden muss, damit ich mich einlassen kann.
Nun gerate ich aber dann immer nur an Männer, die emotional nicht verfügbar sind, sich nicht festlegen wollen oder die einfach von vornherein kein Interesse an mir haben. Was bedeutet das in Bezug auf meine inneren Muster/ Glaubenssätze?

Nach 12 Jahren kommt es mir vor, als sollte es einfach nicht sein, oder dass eine weitere Beziehung in meinem Leben einfach nicht vorgesehen ist. Ich habe viel versucht, aber inzwischen spüre ich auch eine große Angst, wieder enttäuscht zu werden. Vielleicht vermeide ich dadurch unbewusst auch, dass sich etwas entwickeln kann?
Ich habe ansonsten ein gutes erfülltes Leben und halte mich für bodenständig, lebensfähig und reflektiert. Ich finde überall schnell Anschluss und habe in allen anderen Lebensbereichen überhaupt keine Probleme, Bindungen einzugehen und diese auch zu pflegen.
In letzter Zeit ist die Sehnsucht nach einem Partner sehr groß geworden und ich fühle mich oft einsam. Insbes. die letzten drei Jahre waren sehr schwer, immer alles alleine schaffen und durchhalten zu müssen.
Hast du Ideen, was ich tun/ ändern kann, um den "richtigen" Partner in mein Leben zu holen? (ich meine damit nicht den Prinz, der mich aus meinem Türmchen befreit, sondern einfach ein Mann, der zu mir passt und mir gefällt)

29. Andreas schrieb am 01.11.2022:

Hallo Sari,
Für mich würde das bedeuten, dass ich Beziehungen mit Männern eingehen müsste, die mir überhaupt nicht gefallen, die ich weder spirituell noch sexuell anziehend finde.
ja, das könnte demnach ein vorherrschender Glaubenssatz sein. Und dann wäre dies deine Arbeit, ihn zu verändern, weil solange in dir dieses Gefühl vorherrscht dass es keinen passenden Mann für dich gibt dann erschaffst du dir ja genau dies dadurch.

Vielleicht hier noch ein paar allgemeine Worte weil dies ja viele betrifft:
Wir leben in einer Zeit wo ja auch ein ganz neues Denken der Allverbundenheit gefordert wird - und genau darum akzeptieren unsere Seelen das alte Denken über Beziehungen immer weniger, und darum funktioniert dann auch die Partnersuche nicht mehr so wie früher.
Einem Mensch der in sich diese Verbundenheit mit allem gut entwickelt hat, dem sollte es eigentlich leicht fallen Partner die gut zu ihm passen anzuziehen, weil er ist ja auch mit denen sowieso bereits verbunden und braucht sie also nur unsichtbar zu rufen..

lg von Andreas


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