Religionsvergleich

Die 6 großen Unterschiede zwischen dem Christentum und dem Buddhismus.
Wir haben in Deutschland ja seit einigen Hundert Jahren Religionsfreiheit. Und wir haben sogar die Möglichkeit uns für überhaupt keine Religion zu entscheiden, was für viele Menschen das Naheliegendste ist, denn der Begriff Religion ist durch die christliche Religion in unseren Breitengraden mittlerweile enorm negativ vorbesetzt. Zu viel Mord, Tod und Kriege sind im Namen dieser Religion begangen worden. Darum zunächst der grundlegende Unterschied: So wie wir heute Religion verstehen ist der Buddhismus überhaupt keine Religion. Der Buddhismus ist stattdessen eigentlich nur eine Lehre über Wege, die zum Zustand der Erleuchtung führen.
Um die Unterschiede zwischen Religion und Buddhismus zu verdeutlichen hier nun eine Gegenüberstellung:

Religionen (zb. Christentum, Islam)

 Buddhismus

Den Anhängern wird/wurde unter Androhung von Tod, Strafe oder dem "Nicht in den Himmel kommen" ein Glaube aufgezwungen. Den freiwilligen Schülern werden Wege (zb Meditationspraktiken) gelehrt, die zur Erleuchtung im Jetzt führen.
Dementsprechend gibt es eine straffe Hirarchie, zb Pfarrer / Bischof / Papst welche diesen erzwungenen Glauben verbreiten. Dabei gelten extrem krasse Weisungsbefugnisse, zb schwören katholische Pfarrer ihrem Bischof absoluten Gehorsam. Sie sind in ihrem Tun dadurch gefangen in ihren Weisungen.Dementsprechend gibt es Lehrer, die diese Lehre lehren. Diese Lehrer sind nicht hierarchisch organisiert, sie sind frei.
Auch jeder Schüler ist frei, kann sich zum Beispiel frei aussuchen, welchem Lehrer er folgen will, welcher buddhistischen Richtung usw..
Der Anhänger muss glauben, was ihm gesagt wird. Der Anhänger soll gerade nicht glauben, was ihm gesagt wird, sondern soll es selbst überprüfen.
Dem Anhänger werden Dinge über das Leben nach dem Tode in Aussicht gestellt, die er nicht überprüfen kann, zb im Christentum die Rettung vor der ewigen Verdammnis oder der Hölle oder gar im Islam die Versprechung vom Leben im Paradies und Belohnungen wie zum Beispiel die Sache mit den 72 Jungfrauen mit prallem Busen die Attentätern versprochen werden usw.
Alles was hier versprochen wird ist nicht überprüfbar.
Hier wird die Erleuchtung versprochen, also ein Zustand im Hier und Jetzt und diese Erleuchtungsgrade sind von den Anhängen auch überprüfbar anhand der Personen die diese Erleuchtung bereits erreicht haben.
Anhänger können auch erleben, wie es sich anfühlt, sich in der Nähe solcher Erleuchteter aufzuhalten, oder wenn hohes Bewusstsein auf den Schüler übertragen wird. Viele buddhistische Lehrer bieten solche "Übertragungen" an.
Gott wird im außen gesehen, im Himmel, in Kirchen, in der Mitgliedschaft der Kirche, in Jesus der ihn errettet haben soll, usw.Der Erleuchtungszustand ist ein innerer Zustand, der in keinster Weise von Äußerem oder anderen abhängig ist.
Es werden tiefenpsychologische Bilder benutzt, die Angst und Schrecken verbreiten, zb einen Mann der an einem Kreuz aufgehängt ist.Es wird das OM-Symbol benutzt, welches den tiefen wohltuenden OM-Klang symbolisiert.

Nun kann man bei den Unterschieden natürlich noch viel tiefer in Details gehen. So sind Schuld und Schuldgefühle beispielsweise eines der ganz großen Themen, welche einen Mensch von seiner Göttlichkeit trennt. Um einen Mensch energetisch klein zu machen, damit er leichter regierbar ist, genügt es bereits ihm Schuldgefühle einzureden. Auch diesbezüglich sehen wir wieder markante Unterschiede: Im Christentum wird dem Gläubigen noch zusätzlich Schuld eingeredet, er sei am Leidenstod von Jesus schuld, weil Jesus nur für seine Erlösung gelitten habe. (Was natürlich nebenbei bemerkt eine Dreifachlüge ist: 1. kann kein Wesen für ein anderes Schuld oder Schuldgefühle auflösen, das geht höchstens temporär. 2. ist Jesus gar nicht deswegen gekreuzigt worden und es war auch nicht seine Absicht. 3. ist Jesus gar nicht am Kreuze gestorben) So wird also im Christentum der Gläubige in den Fesseln dieser Schuldgefühlen gefangen gehalten und es wird ihm auch keine Methode gelehrt, wie er aus dieser, ihm eingeredeten Schuld wieder raus kommt. Im Buddhismus wird dem Schüler keine solche Schuld zusätzlich eingeredet und er bekommt (je nach Richtung) unterschiedliche Methoden (meist Meditationswege) gelehrt um diejenige Schuld, die er bereits in sich angesammelt hat, aufzulösen. Wir haben also im Christentum als Ziel einen Menschen, der sich wegen Jesus schuldig fühlen soll, während im Buddhismus das Ziel ein Mensch, frei von jeglicher Schuld, ist.


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Kommentare

 
1. Michaela schrieb am 27.7.2016: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Also, zu diesem Thema kann ich aus tiefster eigener innerer und äußerer Erfahrung nur folgendes sagen:

Dann war Jesus Christus in seiner Essenz das, was Du Buddhist nennst. In allen Punkten.

Auch wenn er zugegebenermaßen anstelle von OM - AMEN benutzte.

Also prüfe bitte auch Du, was Du sagst...

Liebe Grüße,
Michaela
 

 
2. Andreas schrieb am 28.7.2016: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Hallo, ja, das ist eigentlich ziemlich bekannt, dass Jesus mehrere Jahre im buddhistisch-tibetischen Raum gelebt hat und wohl auch seine Heilerfähigkeiten von einem buddhistischen Mönch gelernt hat. Insofern denke ich auch dass man ihn als Buddhist hätte bezeichnen können. Auch nach seiner Kreuzigung ist er ja nach Indien zurück gekehrt, beziehungsweise geflüchtet. Aber im Artikel gehts ja um die Religion des Christentums, und diesbezüglich ist ja auch bekannt, dass Jesus eine solche Kirche gerade nicht begründen wollte. Also darum hat der echte Jesus nichts mit dem Christentum zu tun. Der Jesus der Kirche ist ein erfundener Jesus.

lg von Andreas
 

 
3. Michaela schrieb am 28.7.2016: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Lieber Andreas,

siehst Du, das wusste ich gar nicht, erspürte lediglich die Parallelen.

Ich wollte für meinen Teil einfach klarstellen, dass Jesus Christus und das sog. Christentum nicht in einen Topf zu werfen sind.

Jesus Christus ist für mich persönlich bereits seit dem Kindergarten ein echtes Vorbild. "Wer Ohren hat, der höre...".
Die Kirche hat mich nie innerlich berührt. Jesus hingegen im Innersten.

Er ist bzw. verkörpert für mich das, was ich die "Essenz" nenne. Heutzutage wird dies ja auch oft mit dem sog. "Christusbewusstsein" gleichgesetzt.

Liebe Grüße,
Michaela
 

 
4. Holger schrieb am 25.5.2017: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Hallo!
Dein Vergleich scheint mir recht oberflächlich zu sein.
Kann es sein, dass Du Dich bei dem Vergleich eher von der Theologie und der Kirchengeschichte hast leiten lassen als von dem, was das Evangelium wirklich aussagt.

Die Dinge, die Du da aufführst mögen das Leben von Kirchenmenschen viele Jahre geprägt haben.
Wer aber mal in das Neue Testament schaut, der wird schnell feststellen, dass es dafür keine biblische Grundlage gibt.

Das Evangelium ist zunächst eine botschaft der Befreiung. Die Zeit unter dem Gesetz ist vorbei, das Gesetz hat seine Macht verloren, weil durch das Opfer Christi für unsere Sünden bezahlt ist. Damit leben wir in der Zeit der Gnade und der Versöhnung mit Gott.

Dadurch wird eine wirkliche Beziehung mit Gott möglich. Das Zentrum des Lebens ist die Liebe zu Gott und den Mitmenschen und der Wunsch, dass Gottes Wille, der uns in Liebe zugeneigt ist, geschehen möge. Die Anleitung zum Leben als Christ finden wir in und um die Bergpredigt. Darin lernen wir ein radikal-pazifistisches Modell kennen, das von Liebe geprägt ist, die bis in die Feindesliebe hineingeht. Es wird uns eine Verteidigung vorgestellt, die in etwa dem Konzept Ghandis entspricht - passiver Widerstand durch übererfüllung von feindlichen Forderungen, die dann wiederum den Feind moralisch bloßstellen.

Vorschlag: wie wäre es mit einer dritten Spalte, die neben dem Konzept der Kirchenmenschen das Konzept des Evangeliums aufnimmmt?

Liebe Grüße
Holger
 

 
5. Andreas schrieb am 25.5.2017: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Hallo Holger, das was du ansprichst ist witzlos,
weil das neue Testament total verfälscht ist. Und zwar einerseits durch Zensierungen, andrerseits durch Falschübersetzungen und drittens durch Falschüberlieferungen (Das ist Narrenglaube dass Texte die 40 bis 90 Jahre später erst aufgeschrieben wurden korrekt überliefert sein können. Übrigens schon deswegen weil sich in 40 Jahren eine Sprache ändert, ganz nebenbei bemerkt..) und viertens durch bewusste absichtliche Manipulationen, also bewusstes Lügen, damit die christliche Religion besser dasteht als andere Religionen (Wettbewerb-Lügen). So würde man heute zb Werbelügen, dass jemand nur durch Jesus zu Gott finden könne als unlauteren Wettbewerb bezeichnen. (Diese Behauptung stammt fusst ja auf einem ganz offensichtlich absichtlich falsch übersetzen/interpretiertem Zitat von Jesus. Und da braucht es nicht viel Phantasie dass man zu dem Schluß kommt, dass dies absichtlich geschah. Beweis: Man hätte ansonsten auch alternative Interpretationen zulassen müssen, da die Übersetzung aus dem aramäischen ja nicht eindeutig ist!). Du siehst also da sind Lügen über Lügen in diesem Teil der Bibel.

lg von Andreas
 


 

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