Schuldgefühle auflösen

Von allen Emotionen schwingen Schuldgefühle am allerniedrigsten. Beispielsweise auf der Bewusstseinsebenenliste nach David Hawkins liegen Schuldgefühle und Scham ganz unten, fast bei Null. Entsprechend wichtig ist deren Auflösung, denn dadurch hebt sich unser gesamtes Bewusstseinsfeld an und wir werden aufrecht.

Wo fühle ich mich schuldig ?

Fast jeder Mensch trägt irgendwelche Schuldgefühle tief in sich. Weil Schuld etwas ist, was man meist von sich weisen möchte, sind solche Schuldgefühle oft ins Unbewusste verdrängt. Gerade von dort können sie aber verheerend auf das Leben des Betroffenen einwirken. Oftmals sind unsere Handlungen im Leben unbewusst gesteuert von Schuldgefühlen die bestimmte Situationen oder Menschen durch ihr Verhalten in uns antriggern. So handeln wir nicht mehr rational selbstgesteuert, sondern sind Opfer eines Helfersyndroms, weil wir unbewusst nur noch Wege suchen um unsere Schuld loszuwerden, sozusagen abzuarbeiten. Das führt nicht selten zu Burnout und ähnlichem.
Auch wenn sich echte Schulden (zum Beispiel in Form von roten Zahlen im Konto) manifestieren, sollte man sich den versteckten eigenen Schuldgefühlen zuwenden, denn Schuldgefühle ziehen Schulden magisch an.
In der folgenden Übung geht es darum solche Schuldgefühle aufzulösen:

  1. Finde mindestens ein Thema oder Ereignis aus deinem Leben, wo du dich noch schuldig fühlst. Betrachte eventuell systematisch dein Leben rückwärts bis in deine frühe Kindheit und finde ein Ereignis, wo du dich noch heute schuldig fühlst. (Betrachte auch Ereignisse, wo du dich dir selbst gegenüber schuldig fühlst.)
    Finde also ein Schuldgefühl in dir, welches du zur Übung nun in den nächsten Schritten auflösen wirst.
  2. Objektive Betrachtung
    Betrachte zunächst innerlich objektiv die damalige Situation: Ist das Schuldgefühl überhaupt gerechtfertigt ? Also, hattest du dich wirklich schuldig gemacht ? Oder hast du dieses Schuldgefühl vielleicht nur übernommen, weil du dich wegen einem anderen Grund schuldig fühltest ?
    In einem solchen Fall formuliere einen oder mehrere Sätze der Wahrheit darüber und sprich sie laut aus.
    Ist das Schuldgefühl gerechtfertigt ?
    Dann formuliere und sprich auch diesbezüglich einen Satz der Wahrheit aus. Zum Beispiel: "Ich habe mich schuldig gemacht indem ich ... getan habe." oder so ähnlich.
    Dann formuliere eine Bitte um Vergebung. "Ich bitte um Vergebung dass ich ... getan habe." Sprich auch diese Bitte aus.
    (Weil uns im Außen immer nur begegnet was wir im Innen haben, gibt es auch für das Opfer einen Anteil in dir selbst. Im Prinzip richtest du die ausgesprochenen Sätze an diese Anteile von dir selbst. Dies soll aber jetzt kein theoretischer Artikel werden, also weiter mit der Auflösungsarbeit des Schuldgefühls.)
  3. Das Schuldgefühl fühlen
    Ab diesem Schritt solltest du bewusstseinsmäßig eine nicht wertende, neutrale Haltung einnehmen. Gehe sozusagen in dein Gottesbewusstsein, weil Schuldgefühle existieren auf einer dualen Täter-Opfer Ebene, die du aber nur auflösen kannst, wenn du von einer nicht-dualen Ebene aus operierst. Gehe also auf die Ebene, wo du dich als Schöpfergott deines Lebens (der guten, sowie der negativen Dinge) sehen kannst.
    Gehe nun absichtlich vollbewusst in das Schuldgefühl hinein. Fühle es so intensiv wie möglich. Wichtig, wenn dir dabei Erinnerungen/Bilder hochkommen, lass dich nicht ablenken, bleibe im Fühlen des Schuldgefühles, bis es einen Höhepunkt erreicht hat und gehe dann zum nächsten Schritt.
  4. Sprich nun Sätze der Wahrheit über die Erschaffung des Schuldgefühls.
    Zum Beispiel:
    - Ich bin der Schöpfergott meines Lebens und meiner Gefühle.
    - Ich habe dieses Schuldgefühl erschaffen.
    - Es ist eine Schöpfung meines Bewusstseins.
  5. Das Schuldgefühl auflösen und löschen
    Sprich nun die Wahrheit über deine Absicht, das Schuldgefühl aufzulösen aus.
    Zum Beispiel:
    - Ich löse dieses Schuldgefühl jetzt auf.
    - Ich fordere alle Energie aus dem Schuldgefühl zurück.
    Warte dann kurz, bis du spürst, dass die, in dem Schuldgefühl gebundene Energie in deinen Körper zurück fließt. Dies geschieht automatisch, weil sich das Schuldgefühl auflöst. Dein Körper wird sich energiedurchflutet anfühlen.
  6. Grenzenlosigkeit und eigene Göttlichkeit fühlen
    Fühle wie in dir ein Friede, Freude aber auch Dankbarkeit aufkommt über die Energie die zu dir zurück kam, und die dich noch immer durchflutet und erfüllt.
  7. Wertschätzung
    Mache dir zum Ende nochmals bewusst wie großartig dein Bewusstsein arbeitet. Dein Geist hat dieses Schuldgefühl erschaffen und auch wieder aufgelöst. Du, dein Gottsein hat dir erlaubt, diese Gefühlserfahrung zu machen. Sei dafür dankbar.

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Kommentare

 
1. Sonne schrieb am 02.10.2017:

Ich fühle mich immer schuldig, wenn sich jemand wegen mir schlecht fühlt, wenn ich jemanden in seinen Gefühlen verletze. Als Kind habe ich oft Sachen gehört wie "Jetzt hast du Mama traurig gemacht.", "Wegen dir ist Mama jetzt traurig." - später hat schon eine kleine Andeutung gereicht, und ich fühlte mich schlecht und verantwortlich, und warf alle rationalen Gründe und meine eingenen Träume über Bord, nur um es "wieder gut zu machen".

Ist man für die Gefühle anderer Menschen verantwortlich?
Oder ist es nicht eher so, dass jeder Mensch für seine eigenen Gefühle verantwortlich ist? Alles was ich sage und tue hat zwar eine Auswirkung, aber kommt es nicht auf die persönliche Deutung und Interpretation an, welches Gefühl dann verursacht wird? Ob ein Murren gedeutet wird zu "der hat schon wieder schlechte Laune" oder "ich mache ja auch immer alles falsch, was habe ich denn jetzt schon wieder nicht gut genug gemacht. Euch ginge's wohl besser ohne mich"?
Also theoretisch bin ich für den Trigger verantwortlich, nicht aber für die Reaktionskette, die bei jedem unterschiedlich ist, weshalb auf die gleiche Nachricht auch jeder unterschiedlich reagiert?
Ein Beispiel: Eine Verwandte hat aufwendig gekocht, ich lehne dankend ab, und esse nur die Gemüsebeilage, weil ich Vegetarierin bin und kein Fleisch esse. Muss ich mich jetzt schuldig fühlen, weil meine Verwandte von mir enttäuscht ist ("all die Mühe, all die Arbeit, und jetzt probierst du es nichtmal, jetzt schmeckt es dir nichtmal"), oder ist es eher ihre eigene Verantwortung, es auf diese weise zu werten? Die Schlussfolgerung "Meine Arbeit wird nicht geschätzt" hätte ja auch genauso gut sein können "Sie mag es nicht, unabhängig davon wer es zubereitet hat, aber sie schätzt meine gute Intention, schön dass sie ehrlich war". Natürlich hängt dass auch davon ab, wie man es rüber bringt, aber teils kann man noch so viel erklären, und etwas wird trotzdem persönlich genommen.

Mir scheint dieses Muster, dass andere für das eigene (Un)glücklichsein/ Gefühle verantwortlich sind, ist weit verbreitet, könnest du vielleicht allgemein etwas dazu sagen?
Weitere Beispiel wären ja auch, dass nach einem Partner gesucht wird, der einen dann glücklich macht, und große Enttäuschung, wenn es nicht der Fall ist. Und Enttäuschungen allgemein, wenn die eigenen Erwartungen nicht erfüllt werden. Oder die Angst, andere zu enttäuschen, weil Enttäuschung ein schlechtes Gefühl ist, für dessen "Verursachung" man sich dann schuldig fühlt?
 

 
2. Andreas schrieb am 02.10.2017:

Hallo,


Zitat:

Ist man für die Gefühle anderer Menschen verantwortlich?


Nein, du bist zu 0% für die Gefühle eines anderen Menschen verantwortlich.
ABER: Du bist zu 100% für deine eigenen Gefühle verantwortlich, weil du kannst sie zu 100% selbst bestimmen.

Ein Hauptgrund warum das auch heute immer noch so viele Menschen propagieren, dass man für die Gefühle von anderen Menschen verantwortlich sei, ist religiöser Natur. Glaubenssysteme wie die katholische und ev Kirche brechen dann sofort zusammen, wenn deren Mitglieder diese Eigenverantwortlichkeit über ihre Gefühle wahrnehmen, denn sie brauchen dann keinen Jesus mehr um sich selbst zu erlösen !




Zitat:

..Eine Verwandte hat aufwendig gekocht, ich lehne dankend ab, und esse nur die Gemüsebeilage, weil ich Vegetarierin bin und kein Fleisch esse. Muss ich mich jetzt schuldig fühlen,


NEIN, außer, wenn du vorher gesagt hast dass du das Fleisch essen wirst.
Du kannst aber da dann schon mal genauer hinsehen, was das für eine Frau ist: Gerade Frauen haben ja nun wirklich die Fähigkeit sich einzufühlen. Warum hat sie sich nicht eingefühlt und so bereits vorher gefühlt, dass es nichts mit dieser Speisenauswahl wird ? Ohne sie genauer zu kennen, aber sie scheint sehr egozentiert zu sein, schaut nur auf sich selber, nimmt nicht die Bedürfnisse von anderen wahr, usw. Warum gibst du dich mit solchen Menschen überhaupt ab ? Dazu ist das eigene Leben doch viel zu kostbar und wertvoll. Um solche Menschen sollte man einen mehrere Kilometer großen Bogen machen !


Zitat:

weil meine Verwandte von mir enttäuscht ist ("all die Mühe, all die Arbeit, und jetzt probierst du es nichtmal, jetzt schmeckt es dir nichtmal"), oder ist es eher ihre eigene Verantwortung, es auf diese weise zu werten? Die Schlussfolgerung "Meine Arbeit wird nicht geschätzt"

Natürlich hat sie das Recht zu denken und zu fühlen, für was immer sie sich entscheidet. Da hast du auch gar kein Recht dich einzumischen.



Zitat:

weil Enttäuschung ein schlechtes Gefühl ist


selbst das ob das ein schlechtes Gefühl sei, ist deine eigene Entscheidung.
Du kannst genau so auch sagen, Enttäuschung ist das Beste was einem passieren kann, weil das geschieht ja nur, wenn man zuvor einer Täuschung unterlegen ist. Und nach einer ENTtäuschung ist diese Täuschung vorbei, was könnte besser sein ?


lg von Andreas
 


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