Das Alte loslassen (Beispiel Ortswechsel)

Damit wir etwas Neues starten können müssen wir immer etwas Altes loslassen. Dies ist ein universelles Gesetz. Weil ohne dass wir das Alte loslassen ist schlichtweg überhaupt kein Platz vorhanden für etwas Neues. Dabei betrifft dies nicht nur die Realität der Materie, auch in unserem Denken ist es genau so. Für ein neues Denken müssen wir immer alte Denkweisen aufgeben. Das Loslassen des Alten, es zu opfern, ist also immer notwendig. Und dabei gibt es aber ein Problem für unseren Geist, nämlich weil unser Geist ja aus so vielen unterschiedlichen Anteilen besteht, kann es immer mal vorkommen dass es innere Anteile gibt die es gar nicht mitbekommen haben, dass wir uns schon längst etwas Neuerem zugewendet haben, dass wir etwas Altes schon längst nicht mehr benötigen oder wollen.

Was kann man also tun um allen oder zumindest so vielen wie möglichen inneren Anteilen mitzuteilen, dass sich etwas verändert hat, dass man sich von etwas altem zu etwas neuem hinbewegt hat ?

Eine Möglichkeit hierzu sind Rituale !
Durch ein Ritual (zb ein Opferritual) kann man wunderbar auch unbewusstere Anteile erreichen. Eine andere gute Möglichkeit sind Visualisierungen, zum Beispiel ein Cutting um auch tieferen unbewussten Schichten mitzuteilen, dass man sich jetzt von etwas gelöst hat.
Dies kann (und sollte man sogar) bei allem Größeren im eigenen Leben machen. Weil wie gesagt, das ist ja ein universelles Muster, eine Veränderung läuft immer gleich ab, immer muss etwas Altes losgelassen werden damit etwas Neues kommen kann.

Ein Beispiel wo dies besonders deutlich sichtbar wird sind Wohnortwechsel. Wenn man umzieht und kein symbolisches Cutting oder Verabschiedungsritual vom alten Wohnort macht, dann sieht man das oftmals in Träumen, dass es dann fast immer noch innere Anteile gibt, die noch sozusagen im Glauben an den alten Wohnort weiter leben. Man träumt dann oft, dass man noch am alten Wohnort lebt. Wie soll denn aber dein Unterbewusstsein dich optimal bei deinen Zielen unterstützen, wenn Anteile von ihm noch nicht einmal deinen Wohnortwechsel mitbekommen haben ? Darum sollte man sich grundsätzlich bei Umzügen vom alten Wohnort ablösen (zb durch ein Ritual oder durch ein Cutting).


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Kommentare

 
1. Susa schrieb am 18.11.2019:

Lieber Andreas,
kann man dieses Cutting vom alten Wohnort auch noch nachträglich durchführen, z.B. Jahre oder auch Jahrzehnte später, und kann es dann noch wirken?
Was wäre denn z.B. ein Opferritual?
Wie ist das mit Sachen, die jemand anderer (z.B. meine Tante) bei sich aussortiert hat, z.B. eine schöne Teetasse, die ich dann zu mir nehme? Ist mit dem Stück etwas verbunden?

LG
Susa
 

 
2. Andreas schrieb am 18.11.2019:

Hallo Susa,
ja, das ist normal, dass man das nachträglich macht (theoretisch kann man das natürlich auch vorher machen - im Idealfallmacht man es in dem Moment wo man vom Alten zum Neuen wechselt).
Wie ist das mit Sachen, die jemand anderer (z.B. meine Tante) bei sich aussortiert hat, z.B. eine schöne Teetasse, die ich dann zu mir nehme? Ist mit dem Stück etwas verbunden?
Wenn die andere Person sie wirklich losgelassen hat, dann ist diese Tasse ja frei (von dem Alten). Falls nicht kann man zb eine Entstörung machen.

lg von Andreas
 

 
3. Susa schrieb am 19.11.2019:

Lieber Andreas,
nachträglich, weil ich den Wohnortwechsel ohne Ritual gemacht habe. Ich habe mich zwar von der letzten Wohnung verabschiedet, aber eben einfach nur so. Was wäre denn dabei oder überhaupt ein Opferritual?

Was könnte dahinter stecken, wenn man sich am neuen Wohnort nicht wohl fühlt, als wenn es nicht der richtige Ort ist und man regelrecht desorientiert ist, also lange Zeit sich nicht auskennt? Klingt vielleicht eigenartig, aber ich hatte vier oder fünf Jahre lang soetwas wie eine Desorientierung, so dass ich manchmal nicht so recht wusste, wo ich mich überhaupt befinde. Normalerweise erkunde ich in Kürze und mit Freude eine neue Umgebung. Und dann gibt es in der Nähe eine kleine Parkanlage mit Ententeich, die vom ersten Tag an eine ganz merkwürdige Ausstrahlung auf mich hat. Erst dachte ich, das liegt daran, dass es im Herbst bzw. Winter so grau und kahl ist, aber auch im Frühling und Sommer hat dieser Platz eine für mich negative Ausstrahlung. Insbesondere dieser Ententeich wirkt auf mich richtig leblos, wie tot. Das habe ich sonst noch nirgendwo so wahrgenommen.

LG
Susa
 

 
4. Andreas schrieb am 20.11.2019:

Hallo Susa,
wenn man sich am neuen Wohnort nicht wohl fühlt
das wäre ein anderes Thema, aber das Grundlegendste wäre natürlich den neuen Ort innerlich zu begrüßen und sich zu verbinden.
Und wenn man negatives wahrnimmt dann kann es die Aufgabe des Menschen sein dies aufzulösen.
Was wäre denn überhaupt ein Opferritual?
In dem man symbolisch etwas opfert was mit der alten Wohnung eng zusammengehört. zb Verbrennen einer alten Besitzurkunde oder der alten Wohnanschrift. Man braucht ja nicht gleich das ganze alte Haus als Opfer verbrennen (obwohl auch das gemacht wird, zb damals als die Twintowers gesprengt wurden, das war auch so ein Opferritual).

lg von Andreas
 

 
5. Susa schrieb am 12.12.2019:

Lieber Andreas,

was ist, wenn man sich an dem Ort, an dem man sich befindet nicht wohl fühlt und meint, dass der Ort davor der bessere war, obwohl man sich erinnern kann, dass man sich an dem Ort vielleicht auch nicht so wohl gefühlt hat. Hinkt man dem Leben irgendwie hinterher, weil man erst später erkennt, was man gehabt hat oder verklärt man nur? Erkennt man nicht, was man hat, lebt man hinterher, also ja eigentlich nicht in der Gegenwart oder schätzt man es nicht?

Ich weiß nicht, ob ich es bei Dir irgendwo gelesen hatte, dass man eigentlich immer am richtigen Ort sei.

Das hat jetzt weniger mit dem Thema loslassen zu tun, sondern eher mit Deinem Beispiel mit dem Wohnort.

LG
Susa
 

 
6. Andreas schrieb am 14.12.2019:

Hallo Susa,
ja, das bedeutet dass man ein ziemlich schlechtes Denken hat und dringend an sich arbeiten sollte, weil ob man sich wohl fühlt das sollte man NICHT von einem Ort abhängig machen.

Ein vernünftiger Mensch wird die Kraft seiner Gedanken benutzen um mit der Kraft seiner Gedanken zu bestimmen, dass er sich wohl fühlt.

Das ist eine Entscheidungssache.

Ich entscheide mich dass ich mich wohl fühle.
Ich müsste ja dumm sein, wenn ich diese Entscheidung von einem Ort abhängig mache !

lg von Andreas
 

 
7. Nadine schrieb am 14.12.2019:

Hallo Andreas,

gilt Selbes auch für eine Partnerschaft, die ihre Lern-/Wachstumsaufgabe erfüllt hat und nun stagniert?

Als ich meinen Partner vor 12 Jahren kennenlernte, war ich eine Ja-Sagerin und habe Teile von mir unterdrückt, um anderen zu gefallen. Jetzt bin ich immer öfter authentisch und spreche mein Wahrheit. Und mein Partner spricht seine. Das führt zu viel Konflikt zwischen uns, weil unsere Bedürfnisse in Sachen Nähe/Autonomie, Life-Work-Balance und Freizeitgestaltung meilenweit auseinanderliegen. Wenn ich mit meinem Partner etwas besprechen möchte, geht er zunächst einmal gar nicht auf mein Anliegen ein und reagiert entweder überhaupt nicht weiter oder tut genau das Gegenteil von dem, was ich mit ihm diskutieren wollte. Auf Dauer nervt mich dieses Verhalten, weil mein Partner stur sein eigenes Ding durchzieht, ohne Rücksicht auf Verluste oder jegliche Kompromisse. Ich habe dann ausschließlich die Wahl, mich darüber zu ärgern oder ebenfalls mein eigenes Ding zu machen.

Ein Beispiel: Wir haben nach längerer Zeit endlich einmal wieder eine Woche Urlaub zusammen gehabt, und ich freute mich auf 1-2 gemeinsame Unternehmungen. Mein Lebensgefährte ist Workaholic und findet es schwer, seine Freizeit daheim zu genießen, da er sich schnell langweilt. Er verbrachte Stunden auf der PlayStation und scherzte mit Familie und Freunden am Telefon rum. Danach sagte er, er sei beschäftigt und verließ das Haus, um sich mit Freunden und Arbeitskollegen zu treffen. Wenn er heimkam, war er vom vielen Reden müde und wollte nur noch seine Ruhe haben. Wir haben in den sieben Tagen Urlaub - wie so oft - nicht eine einzige Sache zusammen unternommen, weder gemeinsam gefrühstückt noch Zeit miteinander verbracht. Ich bin mit meinem Latein am Ende. Es ist schön, in einer Beziehung frei sein zu dürfen. Trotzdem benötigt eine Partnerschaft Interesse am anderen und klare Absprachen, damit sich der zweite im Bunde nicht vor den Kopf gestoßen oder gar zurückgewiesen fühlt. Mein Lebensgefährte sagt, ER fühle sich gut so und bezwecke auch nichts an seinem Verhalten zu ändern.

Was sind Deine Gedanken hierzu, Andreas?

Lg,
Nadine
 

 
8. Andreas schrieb am 14.12.2019:

Hallo Nadine,
ja, auch von alten Partnerschaften muss man sich symbolisch trennen, das ist in der Tat genau so wie bei einem Wohnortwechsel.
Auf Dauer nervt mich dieses Verhalten
ja, wo immer einen etwas nervt, da ist die Lernaufgaben offensichtlich nicht weit. Was also spiegelt er dir. Welche Glaubenssätze ? Deine Partnerschaft könnte ja nicht so sein, wenn es nicht innere Anteile in dir gäbe, die das so erschaffen (haben).
Wenn zb der Vater auch so war, dann ist es klar dass er dir mit seinem Verhalten Glaubenssätze die du im Bezug auf Vater noch in dir trägst spiegelt. Dann wäre sein Verhalten also die Botschaft dich, dich vom Vater abzulösen (zb durch Cutting) damit du das was eigentlich zum Vater gehört nicht auf andere Lebensbereiche überträgst.

lg von Andreas
 

 
9. Nadine schrieb am 17.12.2019:

Lieber Andreas,

ja, auch von alten Partnerschaften muss man sich symbolisch trennen, das ist in der Tat genau so wie bei einem Wohnortwechsel.

Aber woran erkennen wir eigentlich, ob eine Partnerschaft "alt“ ist und wir uns vom Partner symbolisch trennen sollten (damit alle inneren Anteile mitbekommen, dass wir uns schon längst etwas Neuerem zugewendet haben, dass wir etwas Altes schon längst nicht mehr benötigen oder wollen) oder ob unsere Glaubenssätze alt sind und wir uns lieber von unseren alten Denkweisen symbolisch trennen sollten?

Für ein neues Denken müssen wir immer alte Denkweisen aufgeben. Das Loslassen des Alten, es zu opfern, ist also immer notwendig.


Neues Denken eines Partners allein bringt uns in einer "alten“ Partnerschaft oft nicht weiter, insbesondere wenn sich der andere Partner vielleicht schon längst etwas Neuerem zugewendet hat und das Altes nicht mehr benötigt oder will, dies aber nicht klar kommuniziert. Und wie sieht das aus, wenn ein oder beide Partner nichts an ihren Denk- und Lebensweisen ändern möchten und dadurch kein harmonisches Miteinander möglich ist? Was "opfert“ man in diesem Fall - die Partnerschaft (damit beide Partner ihr Leben authentisch gestalten können), den Wunsch nach Zweisamkeit innerhalb der Partnerschaft (zu Gunsten der eigenen Authentizität) oder den eigenen Seelenfrieden (zu Gunsten der Partnerschaft)? Ich sehe gerade selber, wie blöde es klingt, nur voll authentisch sein zu können, wenn man sich gegenseitig in Ruhe lässt... Was rätst Du hier?

Was also spiegelt er dir. Welche Glaubenssätze? Deine Partnerschaft könnte ja nicht so sein, wenn es nicht innere Anteile in dir gäbe, die das so erschaffen (haben). Wenn zb der Vater auch so war, dann...

Da gebe ich Dir Recht. Ich bin nach der Scheidung meiner Eltern ohne meinen Vater aufgewachsen; meine Mutter unterband jeglichen Kontakt zwischen uns in meiner gesamten Kindheit/Jugend. Kennengelernt habe ich meinen Vater erst mit 23. Er starb 15 Jahre später an einer Entzündung des zentralen Nervensystems. Ich habe mich oft nach einer Vaterfigur in meinem Leben gesehnt, war aber meiner Mutter gegenüber loyal, weil sie unter den Auswirkungen der Scheidung so sehr litt. Auch später konnte ich meinen Vater immer nur ohne ihr Wissen besuchen.

Was mich an meinem Partner beim Kennenlernen reizte waren seine Lebendigkeit, sein Humor und seine riesige Familie, die ich als Einzelkind ja nie hatte. Ich denke, meine Seele wollte das alles einmal erfahren, schauen, wie sich so etwas anfühlt. Allerdings sind wir beide über die Jahre von unseren Erwartungen aneinander enttäuscht worden. Ich symbolisiere nicht das, was sich mein Partner erträumt hatte; ähnle angeblich immer mehr meiner Mutter. Und er ist genau zu demselben Workaholic wie sein Vater geworden, der auch schon nichts mit Freizeit anfangen konnte und nie bei seiner Familie daheim war...

Ich denke, meine Seele möchte in diesem Leben lernen, meine Wahrheit zu sprechen, für Dinge einzustehen, die mir wichtig sind, mich anderen Menschen gegenüber selbstbewusster zu behaupten und mehr Frustrationstoleranz aufzubauen. Man kann schließ nicht von jedermann gemocht und anerkannt werden (auch wenn das beim eigenen Partner sehr schön wäre).

Lg von Nadine
 

 
10. Andreas schrieb am 17.12.2019:

Hallo Nadine,

Zitat:

Aber woran erkennen wir eigentlich, ob eine Partnerschaft "alt" ist und wir uns vom Partner symbolisch trennen sollten
..
ob unsere Glaubenssätze alt sind und wir uns lieber von unseren alten Denkweisen symbolisch trennen sollten?


indem wir nach innen hören, auf unsere innere Stimmen, zb auf die Stimme unseres höheren Selbstes.
und
imdem wir auf die Botschaften achten die uns das Leben schenkt.


Dass dein Vater auch so oft abwesend war, kann auch ein Indiz sein, dass du noch gar keine Ablösung vom Vater gemacht hast, und deswegen solche Muster des Vaters auf den Partner projizierst (und ihn dadurch entweder in diese Rolle zwingst oder dir deswegen jemand mit diesem Muster als Partner gewählt hast).


Zitat:

..dies aber nicht klar kommuniziert.


ja, das ist ein Vorwurf an ihn (der dich aber dadurch in die Opferrolle bringt, weil sein Verhalten kannst du ja nicht kontrollieren oder erzwingen).

Gehe stattdessen in die Eigenverantwortung ! und gestehe dir ein, dass es möglicherweise nicht an seiner Kommunikation liegt, sondern an deinen Wahrnehmungsfähigkeiten (oder deinem Wahrnehmungswillen). Kommunikation ist schließlich sehr, sehr, sehr viel mehr als nur Sprache. Mehr als 99% aller Kommunikation ist nonverbal. So ist zum Beispiel die Körpersprache viel wichtiger und aussagekräftiger als die Sprache.


Zitat:

..ähnle angeblich immer mehr meiner Mutter.


ja, auch von der Mutter muss man sich ablösen, zb damit man nicht unbewusst deren Ehe-Programme übernimmt.

Falls du das warst mit den schwachen Reifen hinten (im anderen Kommentar), das könnte durchaus zu Vater und Mutter passen, die du als schwach siehst:
Vater schwach wirkend, weil er gar nicht da war
Mutter schwach, weil sie nicht verkraftet dass du Vater besuchst

lg von Andreas
 


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