Was tun, wenn du in der Vergangenheit etwas gestohlen hast ?

Im Alter wird man ja meistens weiser und vernünftiger, und gerade wenn man an sich selber arbeitet, zum Beispiel an seinen Schuldprogrammen, und also forscht wann und wie sind sie entstanden sind - dann passiert es nicht selten, dass man sich plötzlich wieder an Dinge aus Kinder- oder Jugendtagen erinnert, wo man sich schuldig gemacht hat, zum Beispiel indem man etwas gestohlen hat. Und solche Diebstähle hinterlassen natürlich einen Eindruck in dir und zwar insbesondere in deinem Gewissen. Und ja, auch diejenigen, welche angeblich kein Gewissen haben, auch diese haben ein Gewissen, denen ist es nur nicht bewusst. Aber ein Gewissen hat jeder. Und das Gewissen kann der Einzelne auch nicht umprogrammieren, weil es auf einem gesellschaftlichen Konsens basiert. Das Gewissen ist ein von der Gesellschaft aufgeladenes morphogenetische übermächtiges Feld, ihm kann sich kaum jemand entziehen. Dieses Gewissen bewirkt dass man sich nach einem Diebstahl zumindest unbewusst schuldig fühlt. Und diese Schuldgefühle drücken einen immer wieder nach unten, so dass man nicht über eine bestimmte Schwelle oder Größe hinaus kommt. Ja, das kann sogar konkret regelrecht verhindern, dass man reich werden kann oder über eine bestimmte Reichtumsschwelle hinweg kommt.

Darum ist der erste Schritt um einen früher begangenen Diebstahl aufzulösen, dass du dich einfühlst, was dieser Diebstahl energetisch unbewusst mit dir gemacht hat. Nämlich er hat dich durch die (wie gesagt meist unbewussten Schuldgefühle) kleiner gemacht, dich etwas nach unten gedrückt, dich energetisch verkleinert, sozusagen gestaucht, dich in deinen eigenen unbewussten Augen unedel gemacht, unwürdig groß und aufrecht sein zu dürfen. Die Schuldgefühle wirken da wie eine Last die einen verkleinern, auch wenn sie dir nicht bewusst waren. Nehme dies als erstes wahr, also fühle dich in diese Dinge ein. Und schaue genau hin, was es in deinem Leben bewirkt hat. Vielleicht hat der Druck sogar bewirkt dass du nie über eine bestimmte Geldsummenschwelle hinaus wachsen konntest. Das ist nicht selten dass Menschen solche Geldbegrenzungen haben, sobald sie eine bestimmte Summe X haben, geht es nicht mehr weiter oder sie verlieren es wieder. Das ist einfach nur ein Programm des eigenen Gewissens, welches einen nicht größer sein lässt, weil man sich schuldig fühlt. Man zwingt sich dann selber energetisch klein zu bleiben. Dies kann natürlich auf vielerlei Wegen geschehen, das Beispiel mit der Geldbegrenzung zeigt das nur besonders deutlich wie es funktioniert. Solche Schuldmuster können problemlos auch über viele Leben hinweg praktiziert werden. Auf jeden Fall wird es dem Betroffenen irgendwann lästig, wenn er da nicht rauskommt, weil Schuld löst sich nicht von alleine auf, und dann entsteht in ihm eine Wut darüber dass er nicht raus kommt. Und diese Wut zieht dann natürlich noch andere Wut an, usw..

Gehe da also ganz tief rein und versuche zu erfühlen, was dieser Diebstahl über die Schuldgefühle in deinem Leben bewirkt hat. Versuche wie gesagt insbesondere zu fühlen wie es dich energetisch etwas kleiner gemacht hat. Es ist wichtig dass du dir dies erlaubst zu fühlen und es dir eingestehst, dass deine unbewussten Schuldgefühle eine Wirkung auf dein Leben hatten, weil exakt dafür musst du dir nun selber vergeben. Denke und spreche eventuelle auch laut aus im Bezug auf alles was du gefunden hast:
Ich vergeben mir selbst dass ich … verursacht habe.
(Das war dann der Selbstvergebungsteil.)

Der zweite Teil (den man übrigens auch problemlos als erstes tun kann) besteht nun darin, dass du in deiner inneren Vorstellung um Entschuldigung beziehungsweise Vergebung von der bestohlenen Person bittest. Hierzu stellst du dir die andere Person(en) bildlich vor dir vor und gehst in deiner inneren Vorstellung und in deinem inneren Fühlen in eine unterwürfige Haltung (nämlich in genau jene Haltung in welche dich deine Schuldgefühle, siehe erster Teil, ja auch versucht haben zu bringen) und bittest also um Entschuldigung. Auf der göttlichen Ebene wird die andere Person dir übrigens immer vergeben, weil sie hatte den Diebstahl ja selber auch auf einer Schöpferebene verursacht, auch sie hatte verursacht dass sie dies erlebt. Darum, wenn du in deiner Vorstellung das Gefühl hast, dass die andere Person dir nicht vergibt, dann übergebe deine ganze innere Vorstellung deiner Bitte um Vergebung an die göttliche Ebene indem du ganz viel Gotteslicht hineinfließen lässt.

Das sind die beiden wichtigsten Schritte. Es gäbe noch einen dritten Schritt, der darin bestünde, dass man sich bewusst für ein ehrliches Handeln und eine höhere Ethik entscheidet. Aber sobald man verstanden hat, wie diese Schuld auf das eigene Leben eingewirkt hatte, ergibt sich dies normalerweise von alleine. Darum war ja diese Erfahrung so wertvoll, weil man es erlebt hat wie eine solche Diebstahlschuld die man auf sich geladen hat, im eigenen Leben sich ausgewirkt hat. Wenn einem dies bewusst wurde, hat man keinen Bock mehr so was noch mal zu erleben. Darum ist auch der erste Schritt so wichtig mit dem Hinschauen was solche Schuldgefühle im eigenen Leben bewirkt haben oder zumindest unterstützt haben, weil natürlich gibt es auch immer vieles andere was auch gleichzeitig in dein Leben hineingewirkt hat.

Durch das Erkennen wächst dein Bewusstsein und du entwickelst dich weiter.

Deswegen betrachtet auch genau, warum du überhaupt gestohlen hattest. Was waren die unbewussten Motive ? Was für Glaubensmuster hatten dahinter gesteckt ? Meist offensichtlich der Glaube, es wäre nicht anders gegangen. Öffne dich für andere Wege und Lösungen. Du hast damals nur deswegen keinen anderen Weg gesehen, weil dein Denken zu beengt war. Wenn du mit deinem heutigen Bewusstsein eine ehrlichere Lösung für die damalige Situation findest wächst du automatisch über das Alte hinaus.

Sonstiges:
Diebstahl hat natürlich viele Facetten. So kann es zum Beispiel sein, jemand hat bereits in früheren Leben Diebstähle begangen, und ist darum wegen der entsprechenden Schuldresonanzen dann in ein Familiensystem hineininkarniert worden, wo er jemand systemisch vertritt der selber mal gestohlen hatte. Dann trägt er zu der eigenen Schuld aus seinem früheren Leben auch noch eine fremdübernommene Schuld. Die fremdübernommene Schuld kann er natürlich nicht selbst auflösen, weil es ist ja nicht seine Eigene. Er kann diese Schuld nur auflösen wenn er sie symbolisch zurück gibt an den Vorfahren und wenn dieser Vorfahre in Zukunft als zum Familiensystem angehörend anerkannt wird.


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Kommentare

 
1. Inge schrieb am 07.10.2019:

Hallo Andreas,
ich habe in meiner Jugend gestohlen, weiß aber heute, dass es ein Hilfeschrei meiner Seele war.
Ich habe sehr früh ein Elternteil verloren und bin sexuell missbraucht worden....
Wie kann ich mir!! das verzeihen?
 

 
2. Andreas schrieb am 07.10.2019:

Hallo Inge,
Wie im Artikel beschrieben, fühle dich ein in dein Leben und erkenne was diese Schuldgefühle in deinem Leben verursacht haben. Und dann kannst du zu allem was dir einfällt sagen:
Ich verzeihe mir dass ich ...

Manchmal stiehlt man auch etwas wo man unbewusst glaubt das Leben würde es einem schulden, dass man sie stehlen darf. Das geht bis hin zu Fällen wo man selber in einem früheren Leben bestohlen wurde, und man es in diesem Leben sozusagen zurück stiehlt. Das wäre dann eigentlich gar kein Diebstahl, sondern man nimmt sich zurück, was einem gehört. Aber trotzdem muss man sich auch in solchen Fällen bei sich selber entschuldigen für die Schuldgefühle die man dadurch hatte, weil Schuldgefühle verursachen natürlich eine Wirkung auf das eigene Leben, auf das eigene Schicksal.

lg von Andreas
 

 
3. Inge schrieb am 08.10.2019:

Vielen Dank für deine Antwort.
Ich versuche, mir zu verzeihen. Ich habe keine "große“ Sache gemacht und es war vor über 35 Jahren, aber mein Gewissen isr ziemlich hartnäckig....
Anderen kann ich ALLES verzeihen, nur der Anspruch an mich ist sehr groß.
Liebe Grüße - Inge
 

 
4. Andreas schrieb am 08.10.2019:

Hallo Inge,

Zitat:

nur der Anspruch an mich ist sehr groß

ja, dann gibt es zwei Anteile in dir. Deine mit dem großen Anspruch und der andere mit dem nicht so großen Anspruch, weil sondt hätte es ja gar nicht geschehen können. Und die Arbeit wäre natürlich so lange bis diese beiden Anteile miteinander im frieden sind.

lg von Andreas
 


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