Die Partnerschaft als Spiegel von Yin und Yang

Am deutlichsten wird die polare Wirklichkeit, das Yin/Yang welches unsere Welt in allem prägt in einer Partnerschaft sichtbar. Mann und Frau sind die perfekte Entsprechung zu Yang und Yin. Nun ist es ja kein Geheimnis dass das Weibliche (Yin) in unserer Kultur enorm unterdrückt oder missachtet wird. Aber den meisten ist das gar nicht bewusst wie extrem das wirklich ist. Ich möchte dies darum einmal am Yin Yang Gegensatz Geburt und Tod darstellen:

Die Geburt ist ein Yang Vorgang, männlich, weil hier herrscht Aktivität bei der Mutter (pressen) und beim Kind welches sich durch den Geburtskanal hindurch arbeiten muss. Der Tod hingegen ist ein reiner Yin Vorgang, also weiblich, weil man hierbei passiv ins Jenseits hinübergleitet.

Aus einer höheren Sicht betrachtet ist es beidesmal derselbe Vorgang, man wechselt in eine andere Dimension. Warum wird dann also die Geburt als etwas Positives Betrachtet und der Tod als etwas Negatives ?
Bei einer Geburt freuen sich alle - wenn jemand stirbt, dann trauern alle.
Ist es weil das Ego andere Menschen nicht loslassen will und darum wird der Tod eines Menschen als negativ bewertet.
Aber die kosmische Wahrheit ist eine andere.
Wenn es negativ wäre zu sterben, dann wäre es auch negativ wenn man geboren wird. Weil beides, Geburt und Tod sind einfach nur Übergänge aus und in eine andere Dimension. Man lebt vor der Geburt, man lebt nach der Geburt, man lebt vor dem Tod, man lebt nach dem Tode weiter. Nur die Dimensionen sind andere. Dabei sind die allermeisten Menschen noch nicht einmal in der Lage diese Dimensionen einzuschätzen, dadurch wird das noch schwachsinniger das Sterben als etwas negatives zu betrachten. Es ist einfach nur ein von der Gesellschaft übernommener Konsens, dass man trauern muss, wenn jemand stirbt.

Die Geburt ist aktiv, Yang, männlich, das Baby arbeitet sich durch den Geburtskanal.

Der Tod ist passiv, Yin, weiblich, man legt sich zum Sterben hernieder und gleitet passiv in die andere Dimension hinüber.

An diesem Beispiel sieht man das am deutlichsten wie in unserer Gesellschaft das Yin, das Weibliche missachtet wird, das Sterben als negativ, die Geburt, der männliche Vorgang als positiv bewertet wird. Und genau dieses Muster wird aber auf alle und jede Art von Vorgängen übertragen, zum Beispiel der Beginn einer Partnerschaft wird gefeiert (zb Hochzeit) und am Ende wird gejammert, gestritten und Dramen erlebt. Jeder der das Ende einer Partnerschaft nicht genau so freudig feiert wie den Beginn, jeder der einen Tod nicht genau so freudig begrüßt wie eine Geburt, lebt diese unglaubliche Unterdrückung des Weiblichen (Yin) in seinem Leben direkt aus. Und weil dieses Denken dann nahezu automatisch auch auf andere polare Prozesse (zb Gewinnen - Verlieren) übertragen wird, ist diese Missachtung des Weiblichen dann stetig präsent - und wie soll mit einem solchen Muster dann eine gute Partnerschaft geführt werden können, wo doch gerade Partnerschaft das allerperfekteste Sinnbild von Yin und Yang im Einklang sein sollte ?

Betrachten wir beispielsweise die soeben angesprochene Polarität zwischen Gewinnen und Verlieren. Wieder haben wir beim Gewinnen einen Yang Vorgang, man muss etwas aktiv erreichen, sich anstrengen um zu gewinnen. Der Verlierer braucht nichts zu tun, er kann viel passiver sein, also Yin. Und wieder wird der Yang Vorgang, das Gewinnen hochgejubelt und das Verlieren als etwas negatives bewertet, auch hier also schon wieder die Missachtung des weiblichen. Dabei haben wir beim gewinnen und beim verlieren wieder den exakt gleichen Vorgang, zum Beispiel ein 100 Meter Läufer kann seine Strecken zwei mal mit der exakt gleichen Zeit laufen, und trotzdem kann er das eine mal dabei gewinnen und das andere mal verlieren, wenn jemand anderes schneller gelaufen ist. Auch hier ist also die Bewertung wieder völlig willkürlich, weil es ist ja beidesmal der exakt selbe Vorgang gewesen. Warum wird es dann als negativ bewertet wenn jemand anderes dabei war, welcher schneller gelaufen ist ? wo doch gerade in dem Fall der Verlierer hier endich jemanden hatte, der schneller als er selbst war, von dem er also etwas sich abgucken kann, etwas lernen kann, sich weiterentwickeln kann. Der Gewinner kann das nicht, der Verlierer schon - der Verlierer sollte also gefeiert werden.
Ich weiß, das klingt krass - aber noch ein Beispiel um das noch deutlicher darzustellen:

Geben und Nehmen

In unserer Giergesellschaft ist das nun natürlich das ultimative Beispiel. Die meisten wollen immer noch mehr an sich raffen, NEHMEN mehr Macht, mehr Geld, mehr verdienen, mehr Besitz, mehr materielle Güter, der Glaube an unendliches Wachstum in unserer Wirtschaftspolitik. Das ist alles YANG, männlich - und siehe da es wird hochgelobt, angebetet.
Das GEBEN, das loslassen, das weggeben, das sich leer machen, das alles wird verdrängt dass es auch dazu gehört. Es wird nicht daran gedacht, dass wir diese Dinge auch alle wieder weggeben müssen, spätestens wenn wir sterben. Der Gegenpart von Nehmen, das Geben, das Yin, das wird wieder missachtet, verdrängt, unterdrückt. Dabei erfolgt das Geben immer in exakt demselben Maße wie man nimmt.
Es wird nicht bedacht, dass wir überhaupt nur nehmen können, wenn wir zuvor durch geben einen Raum dafür geschaffen haben, damit wir überhaupt etwas an uns nehmen können. Wir haben da übrigens auch schon wieder den exakt selben Vorgang. Der eine gibt, der andere nimmt, ein und das selbe - aber weil wir Gefangene des Denkens sind, dass das männliche, in dem Fall das Nehmen mehr wert sei, kommt es dann zu der schwachsinnigen (weil den Fakten des Yin-Yang Ausgleichsgesetzes zuwiderlaufenden) Auffassung dieser Ungleichwertigkeit ein und desselben Vorganges.

Yin und Yang ist Gleichwertig

Um eine gute Partnerschaft führen zu können muss man dies anerkennen !


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Kommentare

 
1. Anne schrieb am 12.4.2019:

Hallo Andreas,

einmal wieder herzlichen Dank für den informativen Artikel & das tolle Video!

Ja, wenn ein Partner hochgejubelt und der andere nicht anerkannt oder gar unterdrückt wird, ist es tatsächlich schwierig eine sinnvolle, harmonische Partnerschaft zu führen, in der sich beide Partner bei der gemeinsamen Weiterentwicklung unterstützen.

Mein Mann kommt aus einer Familie mit neun Geschwistern, die er seit seiner Jugend finanziell unterstützt. Ich bin (ein nicht verwöhntes) Einzelkind. In den 18 Jahren, die wir inzwischen verheiratet sind, hat mein Mann in seiner Heimat zwei Häuser gebaut und eine Eigentumswohnung gekauft. Dafür arbeitet mein Mann allerdings auch 24/7. Wir leben derweilen zur Miete. Seine Familie jubelt, währenddessen ich viel Wut & Groll über alleinige Urlaube mit unseren drei Kindern (die ich mir selbst finanziere), nicht vorhandene Zweisamkeit, Entfremdung, scheinbar vermehrt fehlendes Interesse an meiner Person sowie Stagnation in unserer Ehe verspüre.


Zitat:

Wieder haben wir beim Gewinnen einen Yang Vorgang, man muss etwas aktiv erreichen, sich anstrengen um zu gewinnen (exzessives Arbeiten). Der Verlierer braucht nichts zu tun, er kann viel passiver sein (daheim mit den Kindern), also Yin. Und wieder wird der Yang Vorgang, das Gewinnen hochgejubelt und das Verlieren als etwas negatives bewertet, auch hier also schon wieder die Missachtung des weiblichen.



Der Vater meines Mannes betrachtet seine Arbeitswut als etwas Positives, weil er der Familie dadurch materiell viel ermöglichen kann. Ich habe allerdings die Nase gestrichen voll, stets geduldig und verständnisvoll abzuwarten und denke an Trennung. Denn wo (und in welchen Zeitfenster) bleibe ich dabei?

Vor einigen Wochen habe meinen wahren Gefühlen & Wünschen Ausdruck verliehen. Zur Zeit werde ich wieder einmal angeschwiegen. Stonewalling. Weil wir einen komplett unterschiedlichen Ausblick auf Ziele und den Sinn des Lebens haben. Das Schweigen straft mehr als böse Worte, da man einfach keine Klarheit oder Klärung der Situation finden kann - und somit nicht zur Ruhe kommt.


Zitat:

Die meisten wollen immer noch mehr an sich raffen, NEHMEN mehr Macht, mehr Geld, mehr verdienen, mehr Besitz, mehr materielle Güter, der Glaube an unendliches Wachstum in unserer Wirtschaftspolitik. Das ist alles YANG, männlich - und siehe da es wird hochgelobt, angebetet.



Ich spüre nicht, dass wir beide im Einklang schwingen oder geneinsam für Freude sorgen, damit die Motivations-Energie zu Erfolg & Wohlbefinden führt. Meine Gedanken sind ständig bei meinem Partner - welcher abwesend ist. Und die ständige Abwesenheit und der Unwille meines Mannes, sich regelmäßig am Familienleben zu beteiligen, führt in mir vermehrt zu einen disharmonischen Energiezustand/Spannungen, was sich bereits durch körperliche Symptome äußert.

Einen einwöchigen Aufenthalt bei meiner Mutter begann ich kürzlich mit Lippenherpes (war vorher nicht da) und nach einer Selbsthypnose als Entscheidungshilfe ist meine Kopfhaut links hypersensitiv und schmerzt beim Kämmen. Meine Wangen-/Kiefermuskeln spannen. Auch hatte ich Ohrenschmerzen (stechend, wie ein Messer), Augenzucken, Halsweh sowie Zahnfleischentzündung. Alles linksseitig.

Gestern, an unserem 18. Hochzeitstag, verkündete mir mein Mann dann per WhatsApp, daß wir für einige Zeit Abstand bräuchten und er in drei Wochen ausziehen würde. Er möchte allein sein und Ruhe. Auch das kenne ich schon zur Genüge. Ist bisher nur nie passiert!

Lebe ich etwa aus Solidarität das Leben meines Partners, und nicht das meine?! Oder wird bei mir etwas aus der Kindheit angetriggert, mit dem ich noch nicht Frieden geschlossen habe (Gefühl der Einsamkeit während des Scheidungskriegs meiner Eltern)? Beharre ich vielleicht aus Angst in der bequemen Komfortzone des Nichts-Verändern, des Nichtstun?

Du sagtest in einem Video, daß jede Beziehung irgendwann einmal endet. Ist es Zeit für mich zu gehen und das Leben so zu führen, wie ich es wirklich leben möchte? Ohne ständig über meine Beziehung zu grübeln? Im Moment sind meine Gedanken, wie gesagt, ständig bei meinem Partner, welcher abwesend ist.

Herzlichen Grüße,
Anne
 

 
2. Andreas schrieb am 12.4.2019:

Hallo Anne,
ja, deine Ehe scheint ein solches Beispiel zu sein, wo beide nicht das selbe Ziel verfolgen - das was ich im Teil 2 Video dargestellt habe.
Wobei natürlich das Ziel muss es auch wert sein. Ihr könntet ja das gemeinsamme Ziel haben seine Geschwister durchzubringen, aber selbst dann würde eine Partnerschaft keine gute Zukunft haben, weil das ist kein gutes Ziel. Ganzheitlich betrachtet verhindert es, dass seine Geschwister lernen Selbstverantwortung für ihr Leben zu übernehmen. So ein Ziel ist sehr manipulativ, die Geschwister abhängig machend.

So kann die Partnerschaft für dich nur das Ziel haben, aus schlechten Mustern auszusteigen zu lernen und zu üben. Seit wie vielen Leben lebst du solche Beziehungen ? Wie als ist dieses Muster ? Wieviele Vorfahrinnen haben es auch so gelebt ? Passt das noch in die heutige Zeit ?


lg von Andreas
 

 
3. Anne schrieb am 13.4.2019:


Zitat:

So ein Ziel ist sehr manipulative, die Geschwister abhängig machend.



Andreas, das ist eine wirklich äußerst interessante Betrachtungsweise mit der Manipulation und Abhängigkeit! Das Motif für die finanzielle und materielle Unterstützung ist vorwiegend, dem Vater meines Mannes das Ansehen zu verleihen, welches dieser in seinem Leben oft vermissen musste. Mein Mann meint, er wolle seine Eltern (besonders seinen Vater) stolz machen, Ihnen etwas für seine Erziehung zurückgeben. In der algerischen Kultur haben Eltern nämlich einen sehr hohen Stellenwert, erfahren sehr viel Respekt und Wertschätzung.

Ich denke, der Gedanke an eine große, glückliche Familie (die ich als Scheidungs- und Einzelkind ja nie erfahren konnte) war es auch, der mich zu meinen Mann geführt hat. Auch wenn mein Mann ein gutes, große Herz besitzt (und das tut er gewiss), fühle ich mich ständig wie das fünfte Rad am Wagen, weil er kaum auf meine Wünsche und Bedürfnisse eingeht, sondern immer weiter wie besessen arbeitet, um den Erwartungen seines Vaters gerecht zu werden. Und an freien Tagen ist mein Mann dann oft deprimiert, wortkarg und schläft lange. Er möchte nur in Ruhe gelassen werden oder schaut mit unseren Teenage-Söhnen Fußball im Fernsehen. Es ergibt einfach keinen Sinn für ihn, wenn er einmal nicht arbeitet und nicht in seiner Heimat ist. Glücklich sind wir mit dieser Situation beide nicht!

Was macht man nun mit der Erkenntnis, dass man mit einem Partner verheiratet ist, der ein guter Mensch ist und ein gutes Herz hat, welcher sich aber nach 18 Jahren Ehe höchstwahrscheinlich nicht aus seinem langjährigen workaholic Muster lösen wird? Ich neige immer wieder zum Hoffen und Abwarten (Stagnation), könnte mich allerdings jetzt lösen, da ich finanzielle Unabhängigkeit erreicht habe. Irgendwelche Gedanken Deinerseits?
 

 
4. Andreas schrieb am 13.4.2019:

Hallo Anne,
die wahre Wdertschätzung erfolgt vor dem eigenen Gewissen und sie hat nichts mit Kindern oder Geld zu tun - vielleicht kannst du erkennen, wie überaltet diese Wertschätzungsmuster sind, denen dein Mann frönt. Traditionen die eigenes geistiges Weiterentwickeln verhindern sind es nicht wert weiter gepflegt zu werden weil sie mehr blockieren als nützen. In der heutigen Zeit ergibt es keinen Sinn mehr sich über Kinder zu definieren, weil dieser Planet so überbevölkert ist dass er aus allen Nähten platzt. Nun aber zu dir:

>..kaum auf meine Wünsche und Bedürfnisse eingeht
Das erzeugst du natürlich durch deine Gedankenkräfte auch selbst, dadurch dass du mit deinen Gedanken nicht oder zu wenig bei dir selbst bist.
Dabei hättest du ja in dieser Ehe gerade dadurch dass er so wenig Zeit für dich hat, die Chance mehr zu dir zu kommen ! Die Seele erschafft immer das was man braucht.

Deine vielen Gedanken über deinen Mann zeigen dass du zu wenig in dir selbst ruhst, zu wenig in deinem eigenen Körper bist. Dein Körper ist mehr als nur dein Kopf. Dein Mann vernachlässig dich genau so wie du deinen Körper vernachlässigst, weil du bist mehr als nur deine Kopfgedanken. Deine Kopfsymptome die du oben beschreibst spiegeln das auch, dass da Energien nicht aus dem Kopf abfließen können, die es eigentlich sollten.
Da ist es also in der Tat naheliegend wenn du mal eine innere Arbeit machst um herauszufinden warum du dir/deinem Körper nicht die Aufmerksamkeit gibst die er braucht. Vielleicht hast du recht und dieses Muster ist entstanden weil du zu wenig Aufmerksamkeit vonn den Eltern erhalten hast und dir dies darum zur Komfortzone geworden ist.

lg von Andreas
 

 
5. Anne schrieb am 14.4.2019:

Andreas, es ist sehr schön, sich mit jemandem, der ein so großes spirituelles Wissen wie Du besitzt, auszutauschen! Ich beginne, viele Dinge, die mich seit Jahren pausenlos in Atem halten, mit mehr Klarheit zu sehen.

Ja, ich meine dieses Muster ist in der Tat dadurch entstanden, daß meine Mutter mit ihrer Scheidung so emotional beschäftigt war, daß ich mit 5 Jahren ständig das Gefühl hatte, funktionieren zu müssen / ein gutes Mädchen sein zu müssen. Meinen Vater durfte ich schon bald nicht mehr sehen, weil das für meine Mutter zu schmerzhaft gewesen wäre. Ich erinnere mich noch, daß ich plötzlich große Angst vor dem Tod bekam und mich manchmal sehr mit meinen eigenen Gefühlen und Wünschen alleingelassen fühlte. In meiner Partnerschaft sind das nun wiederum ähnliche Gefühle wie ich sie aus meiner Kindheit kenne. Gefühle des Alleingelassenwerdens und der Hoffnungslosigkeit, noch etwas an der Stagnation in unserer Ehe nach dem x-ten Versuch ändern zu können.

Während meiner Jugend litt ich stark unter geringem Selbstbewusstsein, hatte wenig soziale Fähigkeiten und Selbstliebe, daher auch wenige Freunde. Irgendwie waren die Wünsche und Meinungen anderer immer viel wichtiger als meine eigenen. Das machte mich zu einem richtigen People Pleaser! Meine beste Freundin war eigentlich meine Mutter, mit der ich immer viele schöne Dinge unternahm. Mit 23 Jahren zog ich dann nach einem Praktikum, bei dem ich meinen Mann kennenlernte, nach England. Im Laufe der Jahre habe ich mir durch einen Zugewinn an Lebenserfahrung sowie durch meine drei Kinder einen netten Freundeskreis mit lieben Kontakten aufgebaut.

Meine Mutter erkrankte Jahrzehnte nach ihrer Scheidung und meiner Auswanderung an Brustkrebs (durch Chemo und gesündere Denkmuster geheilt), währenddessen mein Vater vor drei Jahren an MS verstarb. Beide sind nach ihrer Scheidung nie wieder eine neue Partnerschaft eingegangen.


Zitat:

Dabei hättest Du ja in dieser Ehe gerade dadurch dass er so wenig Zeit für Dich hat die Chance, zu Dir zu kommen!



Theoretisch schon, wäre da nicht mein Wunsch nach Harmonie & happy Family (der mir wahrscheinlich in meiner Kindheit verwehrt geblieben ist)... In den ersten fünf Jahren unserer Ehe hatten wir ein sehr aktives Familienleben, was ich sehr genoß. Inzwischen macht jeder von uns nur noch sein eigenes Ding, ohne sich darüber viel mit dem anderen auszutauschen. Wenn ich mich diesbezüglich beklage, meint mein Mann immer: "Du bist frei! Nimm die Kinder (13, 16 & 17) und tue mit Ihnen, was Du möchtest.“ Diese Aussage macht mich allerdings wütend, weil sie meiner Meinung nach kein Interesse, regelmäßiges Engagement seinerseits oder Empathie zeigt.

Mein Mann arbeitet übrigens als Chauffeur, häufig 15 Stunden täglich, 7 Tage/Woche, über viele Wochen ohne einen einzigen freien Tag. Oftmals (so wie jetzt gerade) die gesamten Osterferien bzw. die gesamten Sommer- oder Weihnachtsferien hindurch. Sobald für unsere Kinder die Schule wieder beginnt und mein Mann einen Auftrag beendet hat, möchte er sofort mit einem großen Teil des Geldes in seine Heimat reisen. Für uns hat dann gerade wieder der Alltag begonnen, wir sind also verhindert. Dasselbe Dilemma wiederholt sich Jahr für Jahr... Planen können wir mit diesem Arbeitsrhythmus schon lange nichts mehr!

Nach dem Tod meines Vaters wollte mein Mann gerne von meinem Erbe unser Haus sowie ein neues Auto kaufen. Ich jedoch wollte erst einmal durchatmen, einen schönen gemeinsamen Familienurlaub planen und das restliche Geld für die Uni der Kinder / unsere Zukunft anlegen. Aus Angst vor finanziellen Verlusten bewegte mich mein Mann durch sein unmögliches Verhalten dazu, meine Aktien, die kurzzeitig ins Minus gerutscht waren, mit einem heftigen Verlust zu verkaufen. Inzwischen sind die Wertpapiere ohne uns wieder kräftig angestiegen und wir haben 50% weniger auf dem Konto als zuvor (-; Nach diesem Erlebnis sagte ich meinem Mann, daß ich mir wünsche, über mein Erbe selber entscheiden zu dürfen. Ich würde natürlich laufende Kosten decken und uns alle bei Urlauben & Co miteinbeziehen. Seitdem herrscht absolute Funkstille zwischen uns. Auf Nachfrage meines Großen, warum sich der Papa mir gegenüber so abweisend verhalte, meinte mein Mann: "Eure Mutter hat das Geld verloren!“ Trotz mehrer Versuche zur Aussprache und Klärung unserer Gefühle meinerseits, schweigt mein Mann und meidet mich. Ich weiß nicht, ob er schmollt und stonewalled, weil es für ihn schmerzhaft ist, daß wir so viel Geld verloren haben oder weil ich meinen Wunsch geäußert habe, auch einmal selbständig finanzielle Entscheidung treffen zu wollen?


Zitat:

Da ist es also in der Tat naheliegend wenn du mal eine innere Arbeit machst um herauszufinden warum du dir/deinem Körper nicht die Aufmerksamkeit gibst die er braucht.



Was mache ich nun mit den oberen Erkenntnissen? Wie mache ich die innere Arbeit? Mein Mann scheint, mit seinen eigenen Mustern andauernd etwas in mir zu triggers, das sehr unschöne Gefühle und Blockaden auslöst. Gilt es hier nun, beiderseitig unsere nicht förderlichen Programme zu erkennen und zu ändern? Was, wenn ein Partner (mein Mann) nichts verändern kann / möchte, lieber sein eigenes Leben lebt, konstruktive Gespräche diesbezüglich permanent abblockt, schweigt oder leere Versprechungen macht, der andere Partner (ich) sich nun aber endlich unbedingt weiterentwickeln möchte? Oder muß ich mich zunächst von meinem Partner lösen, um etwas an mir heilen und ändern zu können?

Ich habe Angst, daß ich mich nach 18 Jahren Ehe für einer Trennung entscheide, weil ich mich liebe, meine Träume wertschätze und nun erst einmal auf meine Bedürfnisse achten möchte, nur um eventuell kurz danach feststellen zu müssen, daß das eigentliche Problem meine ungelösten Muster aus der Kindheit sind. Allerdings empfinde ich unsere Dynamik seit Jahren zutiefst unbefriedigend!

Lg von Anne
 

 
6. Andreas schrieb am 15.4.2019:

Hallo Anne,
ja, der Geldverlust spiegelt den Energieverlust innerhalb deiner Partnerschaft.

Solche Muster (fürs Glücklichsein auf die Zuwendung des Mannes angewiesen zu sein) sind alte Beziehungsmuster. Die Basis solcher Partnerschaften bestanden im Glaube, dass man den anderen braucht um glücklich zu sein. Diese Partnerschaften passen nicht mehr in die heutige Zeit, darum lösen sich solche Partnerschaften immer mehr auf..

> Wie mache ich die innere Arbeit?
Indem du eine Methode lernst und übst um mit dem eigenen Geist zu arbeiten. Es gibt ja tausende von Wege wie man an sich selber arbeiten kann, wie man den eigenen Geist verändern, unterstützen und veredeln kann. Das allerwichtigste für dich ist ja, dass du überhaupt mal eine Methode lernst und benutzt, um nach innen zu kommen, weil im Moment stimmt ja noch nicht einmal die Richtung. Du suchst immer noch im Außen. Den anderen kann man aber nicht zwingen sich zu verändern. Dich, also dein Denken, kannst du aber verändern, zu jeder Zeit. Noch nie ist es jemandem gelungen sein Glück im Außen zu finden. Auch du wirst das nicht.

lg von Andreas
 

 
7. Anne schrieb am 16.4.2019:

Kurze Rückfrage: Können das ständige gegenseitige Triggern und die Probleme, eine harmonische Beziehung zu führen, auch auf eine karmische Verbindung oder eine Twin Flame / Zwillingsflamme hindeuten?

Meistens bedeutet diese Begegnung ja die frontalste, direkteste Konfrontation mit unseren größten Ängsten, Schwächen und Schatten.
Auf beiden Seiten. Das kann sehr anstrengend sein, und die Versuchung ist groß, das Handtuch zu werfen und das Weite zu suchen.
 

 
8. Anne schrieb am 16.4.2019:

Mmmh... Man hat bei einem Problem immer zwei Möglichkeiten:

1. Die innere Denkweise zu ändern
2. Die äußeren Umstände zu ändern

Ich finde beide Möglichkeiten sind gleichwertig gut und effektiv. Natürlich sollte man immer zunächst versuchen, seine innere Denkweise zu ändern. Eine Veränderungen der äußeren Umstände betrifft ja meistens nicht nur einen selbst, sondern auch andere in irgendeiner Hinsicht. Wir sind ja alle miteinander vernetzt.

Manchmal kann man aber auch gerade nach getaner innerer Arbeit plötzlich feststellen, daß eine äußere Veränderung notwendig und der einzig richtige Schritt ist. Das ist meist so ein ‘Light Bulb’ Moment, in dem man das zu Lernende erkannt hat und mit einem Mal alle Spannung inklusive körperlicher Symptome von einem abfällt, oftmals unter heftigen Emotionen.

Jetzt noch weiterhin an seiner inneren Denkweise zu arbeiten, um an alten / toxischen Beziehungsmustern festzuhalten und sich ja nur nicht lösen zu müssen, wäre Schwachsinn!
 

 
9. Andreas schrieb am 17.4.2019:

Hallo,

Zitat:

> ..auch auf eine karmische Verbindung


Nahezu jede Beziehung ist karmisch. Das kommt nur ganz selten vor, dass man jemand wirklich neues kennenlernt..

lg von Andreas
 


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