Saturn fordert Opfer

Saturn wird gerne als der Bösewicht dargestellt, weil er möchte dass wir anhalten und innehalten. Saturn möchte uns von Ausdehnung auf Zusammenziehung, auf Kontraktion lenken. Wir sollen uns vom Fetten, vom Übergewichtigen, vom Unnötigen trennen. Wir sollen äußere Gelüste loslassen und asketisch werden. Alles Lebensaspekte, die in unserer Welt nichts gelten, oft sogar verachtet werden.

Unsere Welt ist wie ein Fraktal aufgebaut: Sie wächst oder dehnt sich ständig nach außen und nach innen aus. In der Astrologie wird dieses Wachstum nach außen als das Jupiterprinzip bezeichnet und das Wachstum nach innen als das Saturnprinzip. Beide Prinzipien gehören zusammen, auch wenn wir uns oft weigern, nach innen zu schauen, weil wir uns dazu klein machen müssen. Wir müssen dabei vom äußeren Fokus in dem wir uns groß fühlen, auf den inneren Fokus schwenken. Wir lehnen dieses Saturnprinzip so oft ab weil es dem Ego nicht gefällt, sich klein zu machen, sich auf einen winzigen Punkt zu reduzieren. Die Folge davon ist, dass wir dazu von Saturn gezwungen werden, denn das Leben basiert auf einer natürlichen Abfolge dieser Prinzipien. So ist beispielsweise der einzige Grund für die Dauerwirtschaftskrise unter der wir nun bereits seit vielen Jahrzehnten leiden, dass wir unser Wirtschaftssystem einseitig auf Jupiterwachstum ausgerichtet haben. Am Beispiel unserer Wirtschaft kann man sehr gut sehen, wie Saturn sein Recht dann zwangsweise einfordert (bis hin zu Lockdowns..).

Was also konkret tun, wenn wir astrologisch betrachtet unter Saturntransiten stehen ?
Das Saturnprinzip bedeutet:

Sich auf das Wesentliche konzentrieren und das Unwesentliche LOSLASSEN.

Unter einem Saturntransit wird nun genau dies geprüft ob wir dieses Prinzip in unserem Leben ausreichend würdigen. Und falls nicht, dann werden wir während Saturntransiten genau dahin geführt wo wir dann gezwungen sind, dieses grundlegende Lebensprinzip anzuerkennen. Es gibt ja immer wieder Phasen im Leben, wo wildes Wachstum stattfindet, wo wir expandieren, wo wir Dinge ansammeln, wo wir alles nehmen, was uns zufließt (Jupiterphasen). Dies kann natürlich nicht unendlich so weitergehen, weil wir würden unweigerlich platzen oder im übertragenen Sinne vor Übergewicht umfallen, oder wir könnten uns wie ein Messie in seiner Wohnung nicht mehr bewegen weil alles vollsteht und unser Leben durch all das Viele was wir angesammelt haben, verstopft ist. Darum ist es wichtig dass wir uns auch Saturnphasen erlauben damit wir im inneren Einklang sein können. Hier fließt uns die Kraft des Saturnprinzips zu. In einer solchen Phase ordnen wir alles. Wir bringen Ordnung in die Gegebenheiten unseres Lebens und sortieren aus was verbraucht oder nicht mehr gebraucht wird. Das ist weit mehr als ein bloßes Raum schaffen für Neues. Wir ziehen uns in uns zurück, wir lassen die Außenwelt Außenwelt sein, wir blicken nur auf unseren eigenen inneren Wesenskern. Unter Saturneinfluss wissen wir dass wahres Glück nicht aus Äußerlichkeiten resultiert. Der Saturn hilft uns das wirklich Wichtige zu erkennen indem wir uns in uns selbst zurückziehen. Wenn wir dies zulassen wird es uns unter Saturn Transiten einfach nur gut gehen.

Saturn und Bewusstseinsfelder

Im Prinzip lebt ja jeder Mensch in so einer Art Bewusstseinsblase, die durch seine Gedanken gebildet wird. Allerdings können wir uns ja wegen unserem freien Willen entschließen uns von fremden Gedanken erfassen zu lassen, und fremden Visionen hinzugeben, fremde Visionen zu unterstützen, ja, vielleicht werden wir sogar dafür bezahlt fremde Visionen zu verwirklichen. Oder was auch sehr oft vorkommt, wir machen es uns in einer fremden Gedankenwelt regelrecht bequem. Besonders deutlich geschieht dies beim Lesen eines Buches, wir tauchen dabei ganz ein in die Gedankenwelt des Autors. Auf eine ganz unbewusste Art und Weise geschieht dies wenn wir uns MainstreamTV, Radio oder Zeitungen reinziehen, weil diese Kanäle ganz speziell darauf ausgerichtet sind das Unterbewusstsein zu beeinflussen. Alle diese Varianten haben für uns den Vorteil dass wir uns das entsprechende Bewusstseinsfeld nicht mehr kreieren müssen weil dies bereits ein anderer für uns getan hat, im Gegenteil, das entsprechende morphogenetische Feld ist da oft sogar schon sehr breit ausgetreten. Es ist also für unseren Geist unglaublich bequem diesen Gedankenpfaden zu folgen, aber es gibt dabei auch einen Nachteil, nämlich es führt uns immer weg von uns selber, weil natürlich sind fremde Gedankenwelten nicht wirklich unsere eigenen, auch wenn wir uns noch so sehr daran gewöhnt haben. Das heißt auch hier geht es wiederum darum ein Gleichgewicht zu finden zwischen fremden Gedankenwelten udn eigener Gedankenwelt, und auch dies wird vom Saturnischen geprüft. Wer also seinen eigenen Visionen und Vorstellungen zu wenig Raum gibt oder sich vielleicht sogar im Fremden verliert, der wird immer mehr Einschränkung im Außen erleben. So wird ihm das ursprünglich Bequeme immer unbequemer gemacht, damit er irgendwann gar nicht mehr umhinkommt als eben doch eigene Visionen seiner Zukunft zu entwickeln. Auch hier haben wir also wieder das Jupiterprinzip welches da dann die gemeinsame Realität verkörpert, also den von allen gemeinsam ausgetrampelten Realitätspfad. Und das Saturnprinzip welches hierbei bedeutet dass man in eine eigene individuelle Realität eintaucht die man sich mit der eigenen Kraft der eigenen Gedanken erschaffen hat.

Es geht also bei einer jegliche Saturnwirkung letztlich immer nur darum ob wir hier im Yin-Yang Gleichgewicht zwischen den jeweiligen Jupiter- und Saturnprinzipien sind !


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