Was ist wichtiger, der Weg oder das Ziel ?

Was ist wichtiger bei der Visualisierungsarbeit für die Wunscherfüllung - der Weg oder das Ziel ?
Ich möchte hier heute auf ein grundlegend wichtiges Thema eingehen. Wenn wir bewusst mit der Kraft unserer Gedanken unsere Ziele und Wünsche erfüllen möchten, dann ist das Wichtigste: Wir müssen uns über unser Ziel bewusst sein. Nur wenn wir uns über unser eigentliches Ziel bewusst sind, können wir es uns bewusst wünschen. Ansonsten versinkt unser Ziel und unsere Wunschkraft im Nebel des Nichts und es erscheint dann eher zufälliger Natur, was wir in unserem Leben erreichen. Nun sicher werden Sie mir zustimmen, dass dieses Bewusst-sein über das Ziel von fundamentaler Bedeutung ist.
Aber in der Praxis schaut das halt dann doch so oft ganz anders aus. Nehmen wir mal das Beispiel Beziehungen. Die Feedback Seite der Wunscherfüllungskarten-Webseite ist voll mit Fällen, wo Frauen und Männer sich einen ganz bestimmten Partner oder Partnerin wünschen. Manchmal kennen sie diese andere Person noch gar nicht wirklich, haben nur Kontakt per Whatsup gehabt oder ähnliches, aber sie glauben, sie seien bereits verliebt und definieren sich ihr Wunschziel, das Zusammenleben mit diesem Partner/in. Solche Fälle, wo jemand verliebt ist und dann sich das Ziel setzt, mit diesem Partner zusammenkommen zu wollen, sind ein lehrreiches Beispiel für die Frage ob da wirklich genug Bewusstheit über das Ziel vorhanden ist. Oft will eine verliebte Person den Partner sogar mit einem Liebeszauber an sich binden, auch Rituale sind ja eine Form um Gedankenkräfte zur Wunscherfüllung einzusetzen. Wenn man aber sein Bewusstsein erweitert, dann erkennt man, dass es eigentlich darum geht, Liebe und Harmonie zu erleben. Das ist, was der Mensch wirklich will. Dass er auf den einen Partner fokussiert (verliebt) ist, kommt nur daher, weil er glaubt, mit ihm diese Liebe und All-Harmonie erleben zu können. Das heißt, diese Person ist nur der Weg zum Ziel. Das eigentliche Ziel ist dieses Gefühl der Verschmelzung, der Einheit, der Allverbundenheit zu fühlen und zu leben und zu sein, sozusagen darin aufzugehen.

Was folgt aus dieser Erkenntnis ?

Ganz einfach: Wir sollten für uns dieses eigentliche wahre Ziel bewusst formulieren und anerkennen, dass die Person in die wir verliebt sind nur ein Weg ist. Und zwar nur ein Weg von vielen. Es ist ein möglicher Weg, der uns bewusst wurde, aber wir wissen, dass uns höchstens ein Promille von allem was in unserem Bewusstsein vorhanden ist, bewusst ist. Es gibt also noch tausend andere Wege. Wenn wir aber nun als Ziel definieren (als Wunsch formulieren), dass wir mit dieser einen Person zusammenleben möchten, dann blockieren wir dadurch unter Umständen die anderen tausend Möglichkeiten. Das ist wichtig zu verstehen, dass man darum IMMER seine Energie, seinen Fokus primär auf das Ziel, nicht auf den Weg richten soll. Weil, wir wissen nicht wirklich, ob unser Unterbewusstsein nicht doch einen anderen (vielleicht sogar noch viel besseren) Weg finden könnte.

Das war jetzt ein Beispiel aus dem Bereich Beziehungen, aber es ist Allgemeingültig. Zum Beispiel auch beim Geld. Ich hab ja vor kurzem den Artikel über das Lotto spielen geschrieben, auch hier gilt das. Das eigentliche Ziel, was der Lottospieler hat ist das Geld. Das Lottospielen wäre auch da nur ein Weg. Und selbst der Besitz von viel Geld wäre nicht das wahre Ziel, sondern nur ein Weg um das zu erreichen, was der Betreffende dann wirklich mit dem Geld kaufen oder erreichen möchte. Wir haben hier sogar eine Dreierkette:

  1. im Lotto gewinnen (=möglicher Weg)
  2. viel Geld besitzen (=möglicher Weg)
  3. das was man mit dem Geld tun will (=eigentliches Ziel)

In unserer Arbeit mit unseren Gedankenkräften sollte also primär der dritte Punkt im Fokus unser Aufmerksamkeit stehen. Die Punkte 2 und 1 sind nebensächlich, denn unser Unterbewusstsein könnte auch andere Wege zum Ziel finden. Und wenn wir uns aber nun zu sehr auf Punkt 1 und 2 ausrichten, dann könnte dies andere Wege blockieren und es wird unnötig schwierig mit der Erfüllung unseres eigentlichen Wunsches, dem dritten Punkt.

Im Grunde gibt es nur einen einzigen Grund, warum wir uns überhaupt in unserer inneren Welt dem Weg zuwenden sollten. Und das ist, wenn wir nicht glauben, das Ziel erreichen zu können ! Wenn wir tief in uns einen Glauben haben, dass wir nicht reich sein können, wenn wir glauben, für uns gäbe es keinen Weg, dann können wir diesen Glauben verändern in dem wir uns vorstellen, dass es ja mit einem Lottogewinn sofort gehen könnte. Oder wir stellen uns einen anderen Weg vor, zb dass wir einen großen Geldkoffer auf der Straße oder in unserem Keller finden, oder dass wir uns einen Weg vorstellen wie wir große Geldmengen verdienen könnten. Wenn wir glauben, das eigentliche Ziel nicht erreichen zu können, dann ist es eine Hilfe, wenn wir mental Wege finden. Ansonsten, wie gesagt, ist es immer besser die Wege offen zu lassen, denn unser Unterbewusstsein kennt tausend mal mehr Wege als uns bewusst ist.


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Kommentare

 
1. Emilie-Louis schrieb am 18.11.2015: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Hallo,

Danke für diese Erläuterungen!!! Jetzt weiß ich endlich auf welchen Fokus ich meine Visualisierungen lenken muss. Ich habe nämlich bei Joseph Murphy gelesen, dass man ja auch einfach an Reichtum kommen kann, sprich, dann dachte ich der Lottogewinn wäre ja die einfachere Lösung. Aber nun weiß ich, dass es das Endergebnis sein soll, dass wir uns einprägen sollen. Irgendwie fällt es mir auch viel leichter, mir das vor zu stellen, denn das kann ich leichter ans Universum losschicken. Habe nämlich schon oft Lotto gespielt und gedacht, das es ja so funktionieren muss...und hatte mit Enttäuschungen zu kämpfen...ich bleiben meinen Träumen auf jeden Fall treu!!!!

Besten Dank!!!
 


 

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