Die Hölle

Zwar nimmt die Lehre von der Hölle einen sehr zentralen Platz im Christentum ein, jedoch die Vorstellungen davon sind äußerst diffus. Sie reichen von einer Art Sadomaso Studio bis hin zu ewiger Verdammnis in heißen Feuer schmorender Knechtschaft. Man verbindet mit der Hölle auf jeden Fall etwas so Furchtbares, das man überall sein möchte, nur nicht dort. Um die Gefahr in der Hölle zu landen, zu bannen, war man sogar bereit hohe Geldsummen an die Kirche zu bezahlen. Später in der Zeit der Reformation wurde die Existenz der Hölle dann gar völlig verdrängt oder ausgeblendet. Hauptsache, man musste sich nicht mit dem auseinandersetzen, was die Hölle wirklich symbolisierte.

Die Hölle - ein innerer Prozess

Bewusstseinserweiterung bedeutet dass man all jene Dinge ins Bewusstsein wieder integriert, die man verdrängt hat. Das Verdrängte will ja ohnehin wieder ins Bewusstsein aufsteigen. Wenn man diesen Prozess aber bewusst unterstützt kann man das, was in der Kirche als die Qualen der Hölle bezeichnet wird stark verkürzen. Dies soll hier nun näher erläutert werden.
Interessanterweise wird das deutsche Wort "hell" (lichtvoll) im englischen für die Hölle (engl. hell) benutzt. Und in der Tat, in der altertümlichen Vorstellung soll in der Hölle ja ein mächtiges Feuer brennen, da ist es also sehr hell.

"Hell", im Sinne von leuchtstark und "heil", entstammen demselben Wortstamm und meinen dasselbe. Wo unser Bewusstsein erhellt ist, da sind wir heil. So wie Licht immer das Dunkle beseitigt, so löst Licht, also lichtvolle Gedanken wie zum Beispiel Vergebung, immer das dunkle oder negative im Menschen auf. Darum brennt im übertragenen Sinne in der Hölle ein kräftiges Feuer, welches das negativ Dunkle des Menschen transformiert, und den darin verborgenen Schmerz ans Licht bringt, also im Bewusstsein wieder spürbar werden lässt.
Die Hölle (Hell) ist also symbolisch der Zustand, wenn die verdrängten Schmerzen, Gefühle oder Erlebnisse mit Licht (lichtvolle Gedanken) durchflutet und erwärmt werden, damit diese aufsteigen können in einen höheren Seinszustand. Auf diesem Transformationsweg nach oben müssen sie das Bewusstsein des Menschen passieren, und in genau diesem Moment des Passierens werden sie wieder bewusst. Auch wenn dieser Moment nur eine Mikrosekunde dauert (manchmal dauert er sehr viel länger), so erlebt, fühlt und spürt der Mensch hier nochmals das Verdrängte mit der vollen Orginalpower. Das ist der Moment wo er nochmals durch diese, seine eigene Hölle hindurchgeht, bevor es dann für immer nach oben transformiert ist, sozusagen mithilfe dem Lichtfeuer verbrannt ist. Es ist dann auf einer anderen Ebene, sozusagen jenseits von Gut und Böse, wo es den Menschen nicht mehr belastet, weil er seinen inneren Frieden damit gefunden hat.

Wird dieser Prozess nicht komplett durchlaufen, so verbleibt der Mensch in der erHELLungsphase, also in der "Hölle", und zwar genau solange, bis der Prozess gelingt. Denn, das Verdrängte wird immer wieder versuchen nach oben zu kommen, es wird immer wieder versuchen aus dem Keller des eigenen Unterbewusstseins zu entrinnen, und an der Kellertüre rütteln, so lange, bis es angenommen und genügend erhellt ist, um nach oben aufzusteigen.
Diese Prozesse laufen immer so, egal ob jemand meditiert, Bewusstseinsarbeit macht oder nicht. Wer wenig mit dem eigenen Bewusstsein arbeitet, erlebt diese Prozesse hauptsächlich im Schlaf während Träumen. Manchmal wachen wir davon sogar schweißgebadet auf, wenn unser Bewusstsein an einem dieser ErHELLungs- also Höllenprozesse arbeitet.

Dieses, und nichts anderes ist im Christentum gemeint, wenn von der Hölle gesprochen wird. Sie ist also nichts negatives, im Gegenteil, sie ist ein innerer Prozess der den Menschen aus seinen dunkelsten Gedanken, Schmerzen, Gefühlen und Erlebnissen errettet. Andernfalls würde er sozusagen auf ewig in seinen verdrängten Gefühlen und Schmerzen schmoren.

Wichtig zu verstehen ist, dass dieser Prozess durch Gedanken, Gefühle und Handlungen unterstützt oder blockiert werden kann. Der Mensch entscheidet dadurch selbst, wie lange er für diese Prozesse benötigt, oder im übertragenen Sinne, wie lange er in der jeweiligen Hölle verbleibt.
Der Mensch selbst ist also dieser Gott, der entscheidet ob er in der Hölle schmort.

Was ist der Teufel in dem Zusammenhang ?

Mit dem Teufel ist derjenige Aspekt des Menschen gemeint, der bewirkt, dass der Mensch immer wieder in Situationen kommt, in denen er sich seinem Verdrängten stellen muss. Dieser Aspekt sorgt also dafür, dass dem Mensch immer wieder im Außen gespiegelt wird, was er an Verdrängtem in sich trägt. Und in jeder dieser Situationen hat der Mensch immer die Wahl sich wieder "verführen" zu lassen, indem er handelt wie zuvor oder den Transformationsprozess zu vollenden (beispielsweise durch das Handlungsmuster der Vergebung usw.).
Der Teufel ist also der "Verführer", oder genauer derjenige der die Situationen erschafft, in denen der Mensch verführt wird, wieder das alte Handlungsmuster der Verdrängung oder generell der Nicht-Transformatuion zu leben (beispielsweise Hass, Wut, Neid, Gier, Bosheit, usw.).
Wie erschafft dieser Aspekt von uns (der Teufel) diese Situationen im Außen ?
Ganz einfach, er schickt einfach Licht(Feuer) in unser Verdrängtes. Dadurch wird es erHellt (siehe den oben beschriebenen ErHellungsprozess), und wenn es dann genügend hell leuchtet, manifestiert es sich automatisch in unserer realen Welt als real fühl- und erlebbare Spiegelung unseres Inneren.
Der Teufel ist also vielleicht sogar unser wichtigster innerer Helferaspekt auf dem Weg zur Göttlichkeit zurück. Er ist ein Engel, der sich bis in unsere tiefsten Schichten hat Hinunterfallen lassen. (Das ist damit gemeint, wenn gesagt wird, dass Satan ein gefallener Engel sei.) Er ist also ein ganz Lieber, der in uns das Dunke anzündet, damit es verbrennen kann, also sich transformiert.


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