Im Traum erschossen werden oder sterben

Im Traum sterben
Auch dies ist ein häufiges Traumthema. Man wird im Traum erschossen oder kommt auf eine andere Weise zu Tode.
Bei solchen Träumen sollte man jeweils auch die genaueren Umstände beachten, aber allgemein kann man bei solchen Träumen immer sagen, dass unser Unterbewusstsein natürlich weiß, dass wir an sich unsterblich sind. Sterben kann also nur unsere begrenzte Hülle und unser Ego. Sterben kann sozusagen nur das was wir glauben zu sein - nicht das was wir wirklich sind. Wenn wir im Traum erschossen werden, so stirbt ein Ego-Anteil von uns. Also eine begrenzte Sichtweise von uns stirbt, ein Teil unseres Egos eben. Darum stelle dir bei solchen Träumen konkret die Frage:
Welcher Egoanteil von mir ist dabei sich aufzulösen ?
Wurde mein Ego vielleicht in den letzten Tagen verletzt ?


Den Traum bearbeiten:
Sobald du den Egoteil von dir gefunden hast, um den es geht, finde deinen inneren Frieden mit ihm und der Tatsache dass er am weggehen ist. Lass ihn bewusst los und richte dich innerlich neu aus, indem du dir eine höhere Sichtweise zu dem betreffenden Thema zulegst.

Manchmal werden im Traum auch andere Personen erschossen. Auch solche Träume symbolisieren im Prinzip dasselbe, denn auch diese anderen Menschen stehen im Traum dann für Egoanteile von dir selbst. Der einzige Unterschied: es handelt sich um Egoanteile, die du nicht so sehr als DU selbst siehst, eher um Egoanteile, die du auf andere projizierst, also von denen du evetuell gar nicht wahrhaben willst, dass du sie auch in dir hast.

Oft symbolisieren solche sterbeneden Egoanteile auch Wünsche von uns, die sich am auflösen sind. Wir sterben im Traum dann deswegen weil wir uns mit dem Wunsch, welcher sich auflöst, also weil wir uns so sehr identifizieren mit dem Wunsch den wir (auf unbewusster Ebene) loslassen. Mit dem Wunsch stirbt sozusagen ein Teil von uns.
Um dieses Tod- oder Sterbenthema in Träumen besser verstehen zu können, lese dich am besten in diesen Artikel ein, den ich hier geschrieben habe: Wünsche die sich widersprechen In dem Artikel wird auch verständlich, warum Träume von Tod und Sterben oft als "günstig" in der Traumdeutung gelten.

Aus der Todesart in einem Traum kann man natürlich auch wiederum etwas deuten. Sieht man im Traum zum Beispiel eine Pistole mit der man erschossen wird, dann symbolisiert diese Pistole meist eine männliche Energie die unser Ego bedroht. Weil: Pistole = Penissymbol. (Deswegen sehen sich Männer ja so gerne Actionfilme an in denen viel geschossen wird..:-) )

lg von Andreas


Kommentare und Antworten
1. Helena schrieb am 14.9.2026:

Hallo Andreas,

ich habe letzte Nacht sehr viel geträumt. Ein Abschnitt war ungefähr so:

Ich fahre mit meinem Auto (älterer Renault Clio) durch eine Stadt. Der hintere rechte Reifen hat bereits deutlich Luft verloren. Das Fenster auf der Fahrerseite ist heruntergefahren. Ich fahre langsam und komme schließlich zum Stehen, weil dort sehr viele Menschen sind. Vor mir ist eine Kirche, und direkt neben mir steht eine Straßenbahn, die ebenfalls zum Stehen gekommen ist. Links von mir befindet sich eine kleine Straße, in die ich einbiegen möchte, um weiterzufahren.

Plötzlich höre ich ein komisches Geräusch. An der Straßenbahn entstehen Funken, dort, wo sie oben den Strom bekommt. Zunächst mache ich mir keine großen Sorgen. Das Geräusch hört jedoch nicht auf. Dann sehe ich einen Mann, der genau auf diese Stelle schießt. Plötzlich beginnt er, um sich zu schießen.

Der Mann ist dunkel gekleidet, trägt eine Kapuze und sieht richtig gruselig und gefährlich aus. Weil ich ihn bemerkt habe, wird er auf mich aufmerksam. Ich versuche schnell, mein Fenster hochzufahren, aber es fährt nur sehr langsam nach oben. Ich fahre auch im echten Leben einen alten Renault Clio.

Der Mann schießt auf meinen vorderen linken Reifen.

Irgendwann schaffe ich es, loszufahren, und biege in die kleine Straße ein. Dort halte ich kurz an und sehe mir die beiden platten Reifen an. Ich zittere am ganzen Körper. Ich setze mich wieder in mein Auto und fange an zu weinen. Ich habe extreme Angst, aber meine Tränen kommen nicht so leicht heraus. Ich habe auch Schmerzen an den Händen, weil ich da wie Splitter von der Schießerei abbekommen habe.

Ich fahre weiter und komme an einem Pitstop vorbei. Ich möchte mein Auto dort reparieren lassen. Gleichzeitig bin ich unsicher, ob die Werkstatt überhaupt geöffnet hat. Ich denke, es sei Sonntag, bin mir aber nicht sicher. Deshalb halte ich zunächst in einer Einbuchtung an und möchte am Telefon nach geöffneten Werkstätten suchen.

Eigentlich habe ich zu wenig Geld für die Reparatur, aber ich mache es trotzdem. Auch im echten Leben habe ich gerade kein Geld für eine anstehende Reparatur.

Ab diesem Zeitpunkt ist es plötzlich nicht mehr mein Auto, sondern das Auto meines Bruders. Es ist ein schwarzer VW Fox. Ich bemerke, dass auch das Licht auf der rechten Seite nicht funktioniert und ebenfalls repariert werden muss. Im echten Leben haben meine Eltern dieses Auto bereits verkauft. Es war damals irgendwie unser aller Auto beziehungsweise unser gemeinsames Ersatzauto.

Plötzlich sehe ich, dass jemand auf meiner Rückbank sitzt. Dort ist eine dunkle Gestalt.

Ich bekomme wieder solche Todesangst, dass ich mich kaum bewegen möchte. Wieder ist es so, dass die Person auf mich aufmerksam wird, sobald ich sie entdecke.

Ich denke: Scheiße, ich habe einmal mein Auto offen gelassen. Ich war kurz weggegangen, und so muss sich der Mann, der geschossen hat, in das Auto geschlichen haben. Ich denke, dass ich nachlässig gewesen bin.

Dann merke ich plötzlich, dass die dunkle Gestalt mein Bruder ist.

Ich habe total verweinte Augen, während er ganz fröhlich ist und überhaupt nicht mitbekommt, was mit mir los ist. Er kommt offenbar gerade von einer Feier.

Ich erzähle ihm von der Schießerei und davon, dass er sich nicht einfach so in mein Auto schleichen kann, weil ich dadurch wirklich Angst bekomme. Ich sage ihm, dass er mir vorher Bescheid sagen soll.

Gleichzeitig bin ich irgendwie froh, dass ich ihm das alles erzählen kann und es endlich jemandem anvertrauen kann. Ich bin nicht mehr allein mit dem, was passiert ist.

Trotzdem geht das, was ich erlebt habe, irgendwie an ihm vorbei. Es fühlt sich an, als würden wir in zwei verschiedenen Welten sein. Ich bin völlig aufgewühlt und voller Angst, während er fröhlich ist und gar nicht richtig wahrnimmt, was mit mir passiert ist.

Danach bin ich voller Angst aufgewacht.

Was sagt mir dieser Traum alles?

2. Andreas schrieb am 14.9.2026:

Hallo Helena,
Der hintere rechte Reifen hat bereits deutlich Luft verloren
hinten = Vergangenheit
Hier wird dir also gezeigt dass es um etwas aus deiner Vergangenheit geht. Etwas was dir Druckluft, also Energie raubt.
Die Funken oben an der Straßenbahn zeigen dir dass dieses Thema in dir in deinem Denken (Kopf, oben) enorme Spannungen (Funken) erzeugen. Dass die Gestalt dann auch auf deine vorderen Reifen schießt zeigt dir dass dieses unerlöste Thema um welches es geht auch einen enormen Einfluss auf deine Zukunftsfähigkeit hat. So versucht dir der Traum also zu sagen dass es um was WICHTIGES geht.
fange an zu weinen. Ich habe extreme Angst, aber meine Tränen kommen nicht so leicht heraus.
Das sind also die unbewussten / verdrängten Gefühle welche mit dem Thema verknüpft sind.
Ich habe auch Schmerzen an den Händen
Das wäre der Hinweis dass dieses unerlöste Thema auch deine Handlungen im Leben betrifft.

Dass dann also plötzlich dein Bruder ins Spiel kommt wird vermutlich der Hinweis sein dass es auch etwas mit ihm zu tun hat. Also eventuell ein Trauma wo du dich auch von ihm nicht verstanden gefühlt hast ?

lg von Andreas


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