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43. Iwi schrieb am 02.10.2023:
Hallo Andreas,
bei mir wurde Brustkrebs in der rechten Brust diagnostiziert. Stufe 3 von 3. 50% Wachstumsrate. Stark Hormonabhängig. 100% Östrogen 30% Progesteron. Klare Empfehlung Schulmedizin. Erst Chemo. Dann Bestrahlung. Hormontherapie. Etc. Ich habe mich für die OP entschieden und den Rest erstmal abgelehnt. Er hat auch nicht gestreut. Lymphknoten waren auch frei. Ich weiß, dass es bei mir die seelisch geistigen Ursachen sind. Ich hole mir noch eine Zweitmeinung ärztlich im alternativen Bereich und lasse das Tumorgewebe gentechnisch untersuchen um zu schauen welche Therapie anschlagen würde. Egal ob schulmedizinisch oder Alternativ.
Ich weiß was die letzten Jahre vor Ausbruch los war.
Von Scheidung meines Mannes. Trennung einer neuen Beziehung. Ängste meines Kindes. Schlimme Depressionen. Corona. Impfung. Hilflosigkeit meiner Tochter und zu guter letzt Beziehungsdrama mit einem Mann, der noch an seiner EX hing bzw über den Verlust seiner Familie trauerte und wo rauskam, dass er ihr hinter meinem Rücken immer noch schrieb, dass er sie liebt und diese Familie zurück möchte. Das war die Schlimmste Erfahrung für mich. Jede Beziehung wird von mir am Anfang manipuliert. Alles gestalkt/kontrolliert. Am liebsten in die Gedanken des anderen hinein. Das hört alles erst auf, wenn der andere nicht mehr kann und fast geht. Irgendwann kehrt dann mal Vertrauen ein. Wenn es dann da ist, kann ich mit der Beziehung nichts mehr anfangen und ich habe irgendwie nur noch meinem besten Freund an der Seite. In dieser letzten Beziehung ist jetzt auch das erster Mal wirklich etwas rausgekommen. Das hat mir den Boden unter Füßen weggezogen. Ich frage mich halt ständig was richtig oder falsch ist im Leben. Wie ich den Handeln, entscheiden oder fühlen soll.
Mit den Ängsten/ Emotionen meiner Tochter kann ich mittlerweile gut umgehen und diese halten und spiegeln. Also eine Mutter sein. Das konnte ich vorher nie. Ich habe das auch nie erfahren.
Frage: Wo muss man bzgl der eigenen Eltern denn hinkommen? Verzeihen und Liebe? Oder darf man auch mit Menschen abschließen wenn sie sich einfach nicht ändern, wenn sie nicht verstehen und einem nicht gut tun?
Wie ich das Kontrollierende in Beziehungen los werde. Die Angst belogen und verlassen zu werden weiß ich noch nicht.
Wie ich überhaupt das ganze Leben verstehen bzw ins Gefühl kommen kann und rausbekommen wer ich überhaupt bin weiß ich auch noch nicht.
Dieses ganze 'nährende' Thema ist auch schwer. Wen soll ich den nähren? Mich?
Vorrangig will der Krebs mir wohl zeigen, dass ich Verantwortung für mein Leben und meine eigenen Entscheidungen treffen muss bzw auf mein Gefühl vertrauen soll. Schwer wenn man versucht die Sachen über den Kopf zu lösen. Ich werde es bestimmt schaffen. Aber ich hoffe, der Krebs gibt mir Zeit. Den Elternthema, Beziehungsthema, eigenes Kind, Selbstliebe, Vertrauen, Akzeptanz mir und anderen Gegenüber, etc ist alles sehr viel auf einmal.
LG
44. Andreas schrieb am 03.10.2023:
Hallo,
Wen soll ich den nähren? Mich?
Ja. Und für dieses wie du dich genährt hast und wie und von was du dich nährst, da musst DU die Verantwortung übernehmen und diese nicht den anderen, zb den Umständen zuschieben.
Und das gilt natürlich nicht nur auf der materiellen Ebene, sondern eben auch auf der Ebene wie du dich seelisch nährst. Lässt du Unvergebenes dein Leben bestimmen ? Lässt du dein Leben von Ängsten bestimmen ? usw..
lg von Andreas
45. Petra schrieb am 04.10.2023:
Hallo Andreas, vielen Dank für Ihre tollen Beiträge. Ich bin begeistert. Ich habe mich vor einem guten Jahr schon mit Brustkrebs auseinander gesetzt. Ich bin Kosmetikerin und habe mich im Bereich Brustwarzenpigmentierung nach Brust(krebs)operationen spezialisiert. Ich wollte mich im Frühjahr selbstständig machen, aber irgend etwas hat mich zurück gehalten. Vielleicht eine Angst....ich bin mir nicht sicher. Da habe ich beschlossen, wenn meine Tochter ab Herbst in den Kindergarten geht, lege ich los. Im August hatte ich eine Mammographie, auf eigenen Wunsch, da ich durch mein recherchieren auf Nummer sicher gehen wollte, das alles ok ist. Dabei wurde Mikrokalk genau unter der rechten Brustwarze entdeckt. Jetzt hatte ich eine Biopsie und warte noch auf das Ergebnis. Ich finde das seltsam, da ich mich ja so intensiv mit dem Thema beschäftigt habe und das genau in das Berufsfeld gehört, das ich mir ausgesucht habe. Was möchte mir meine Seele damit sagen? Schaue ich zu wenig auf meine eigenen Bedürfnisse? Oder ist es, damit ich meine zukünftigen Kunden besser verstehen kann? Ich bin richtig durcheinander. Ich möchte auf jeden Fall dem nachgehen, warum mir das gerade jetzt passiert. Vielen Dank im voraus für Ihren Kommentar. Schöne Grüße Petra
46. Andreas schrieb am 05.10.2023:
Hallo Petra,
Ja, vereinfacht ausgedrückt ist es ein verkalktes Denken was sich da in deiner Brust breit gemacht hat, sprich, was sich da in deinen mütterlichen Lebensthemen breit gemacht hat.
So kannst du dich direkt fragen inwiefern sich ein zu starres Denken oder ein zu starres Handeln in deinem mütterlich umsorgenden und vor allem nährenden Lebensmustern eingenistet hat ?
genau in das Berufsfeld gehört, das ich mir ausgesucht habe
Ja, das zeigt dir dass dich dieses Thema anzieht und es demnach ein Thema ist welches eine tiefe Resonanz in dir auslöst. Welcher nährende Aspekt fehlt dir ? oder vielleicht sogar Familiensystemisch in deiner Familie bei Vorfahren ?
Welche Spannungsthemen existieren im Bezug auf jemanden ernähren oder sich nährend um ein Projekt kümmern usw ?
lg von Andreas
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