Positives Denken Beispiel

Eine der Grundregeln des Positiven Denkens lautet, dass man Negierungen weglassen solle, weil sie meist auf dem Weg ins Unterbewusstsein verloren gehen. Dies betrifft besonders Worte wie Nicht, Kein, Ohne die ja im alltäglichen Sprachgebrauch oft verwendet werden. Redewendungen mit diesen Worten fallen oft in Gesprächen. Als lehrreiches Beispiel soll nun die Formulierung "nicht krank" ausführlich analysiert werden.
Zum Beispiel: Ich bin nicht krank. Ich will nicht krank sein. Ich bin nicht mehr krank.
Diese Verwendung einer negierenden Form (man könnte ja auch stattdessen sagen: Ich bin gesund) soll hier im folgenden als Beispiel ausführlich erörtert werden um die Wirkungsweise des positiven Denkens besser verstehen zu können.

Nicht krank sein

Zunächst, welche Bilder sind mit "Nicht-krank" verknüpft ?
Das sind natürlich sehr viele, ich beschränk mich jetzt erst mal auf drei Bilder anhand derer man viel erklären kann:

Betrachten wir nun die Stärke der Verbindung zwischen Wort und Bild. Je tiefer wir ins Unterbewusstsein gehen, es gibt ja viele verschiedene Schichten, bis hin zum absoluten Urgrund (=Gott), also je tiefer wir gehen um so mehr reißen die schwächeren Verbindungen zwischen dem Wort und dem Bild ab. Auf ganz tiefen Bewusstseinsebenen werden also nur diejenigen Bilder aktiv berührt, welche eine starke solide feste Bindung zum Wort besitzen. Diese Bindungen werden natürlich einerseits vom morphogenetischen Feld bereitgestellt, sind aber auch abhängig vom den Gefühlen, die der Betreffende individuell durch seine Erfahrungen und sein Leben für sich selbst zwischen Wort und Bild erschaffen hat.

Also nun die Betrachtung der Bindungsstärke zwischen Wort und Bild:

Darum zusammenfassend:

Wenn wir das Wort "krank" hören, dann versteht unser Unterbewusstsein, was damit gemeint ist.
Wenn wir das Wort "nicht-krank" hören, dann übertönt das krank das nicht auf tiefen Schichten um ein Vielfaches. Es ist fast so, als hätten wir nur das krank gehört, nur halt mit einer zusätzlichen Irritation durch das nicht.

Satzbetonung:

Wir können das "nicht" durch eine Betonung in unserer Aussprache energetisch etwas verstärken. Im geschriebenen Text geht das durch Fettschrift. Dadurch wird dann die Verbindung zwischen Wort und Bild etwas gestärkt.

Wortstellung:

In ein Wort am Ende fließt in den meisten Fällen mehr Energie hinein als wenn das Wort am Satzanfang steht, weil der Fokus länger am Ende als am Anfang verweilt. Auch dies können Sie leicht erspüren. Wo bleibt ihr innerer Fokus länger: Auf dem nicht oder dem krank ? Auch dies ist ein weiterer Grund warum Negationen nicht so tief gehen können.

Unbewusste Muster erkennen

An diesem "Nicht-krank" Beispiel kann man darum etwas erkennen. Wenn dir zum Beispiel jemand erzählt: "Ich will nicht krank sein" - dann siehst du daran, dass der Betreffende unbewusst voll auf Kranksein programmiert ist. Er will unbewusst genau das Gegenteil von dem, was er dir sagt. Er lügt also (aus Sicht seines Unterbewusstseins). Es gibt in ihm Aspekte die krank sein wollen, vielleicht weil sie aus der Krankheit etwas lernen wollen.
Wenn aber jemand sagt: "Ich will gesund sein" - dann siehst du daran, dass der Betreffende tatsächlich auf Gesundheit programmiert ist (zumindest in den Zusammenhang, in dem der Satz gesagt wurde). Er will unbewusst genau das was er dir bewusst sagt.

Die Regeln des Positiven Denken helfen also auch das Unbewusste und das Bewusste in Einklang zu bringen.


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Kommentare

1. Nikki schrieb am 11.1.2015:

Danke für diese sehr gute Erklärung. Ich freue mich darauf, auf meine Aussagen zu achten und sie in die positive Form zu "übersetzen". Es wird in Fleisch und Blut übergehen, reine Trainingssache. Wie wird es wohl mein Leben verändern =:) Außerdem wunderbares Material für meine Toastmaster Rede.

2. Andreas schrieb am 06.2.2015:

Hier noch eine Ergänzung:
Wenn das Wort ´Nicht´ rausfällt aus bekannten Gründen, würde man mit dem Satz "Ich möchte nicht gesund sein." => Ich + Gesund + Seinzustand an das Unterbewusstsein kommunizieren?
Auf der tiefsten Ebene kommt das in der Tat so an.
In weniger tiefen Bewusstseinsschichten kommt zusätzlich durch das Nicht ein Irritationsimpuls hinzu.
Und auf der bewussten Ebene haben wir sogar die gegenteilige Botschaft verstanden.

Also zwischen unbewusster Botschaft und bewusster Botschaft ist eine gegensätzliche Kraft am wirken, die das Ergebnis in eine zufällige Ecke verschiebt.

lg von Andreas

3. Positiv schrieb am 19.3.2026:

Hi Lieber Andreas, was ist mit dem Wort Gegenwart? Gegen wäre doch dann negativ .
In den 33 Reden von St.Germain heißt es zum Beispiel,
sagt immer wieder: "Ich bin die einzige Gegenwart, die in dieser Sache handelt!”
Sagt: ”Ich bin die Gegenwart, die in meiner Welt wirkt!”
Ist es besser dieses Wort zu ersetzen? Wenn ja durch welches ?
Sind die 33 Reden von Ich bin hilfreich, oder eher eine Täuschung ?

LG

4. Andreas schrieb am 17.3.2026:

Hallo,
An sich wäre ein Aspekt des Wortes Gegenwart das Yin-Yang welches zu jeder Zeit im Menschen aktiv ist (und aus dem sich ja dann die Schöpfung bildet). Also was ich meine, das Wort Gegenwart ist in seiner Wirkung nicht so sehr auf ein Gegeneinander sondern mehr auch das Yin-Yang-Miteinanader ausgerichtet. Also der Wächter (=wart) welcher sozusachen darüber wacht dass das Gegeneinader von Yin und Yang im Einklang sind weil:

Du kannst ja nur in der Gegenwart sein wenn du in dir Yin und Yang im totalen Ausgleich hast. Ansonsten bist du ja immer etwas zu sehr in der Vergangenheit oder der Zukunft und kannst also gar nicht in diesem Jetzt Moment sein den Saint Germain da vom Menschen verlangt.

Vielleicht würde tatsächlich eine Übersetzung besser passen wie zb:
Ich bin der einzige Jetztmoment welcher in meiner Welt wirkt.
oder noch besser:
Ich bin das einzige Jetzt-Momentum welches in meiner Welt wirkt.
Oder auch:
Ich bin der Wächter der Yin und Yang in meiner Welt im Einklang hält.

Das ist übrigens meiner Meinung nach auch der Grund warum Jesus das nicht wollte dass seine Reden aufgeschrieben und überliefert werden, weil eben durch eine jede Übersetzung immer Bedeutungen verloren gehen oder verfälscht werden können. Und bei alten Texten kommt noch hinzu dass die Wörter nach Jahrhunderten ganz andere Bedeutungen haben können, selbst wenn der Text gar nicht in eine andere Sprache übersetzt wird !

An sich finde ich das gut mit der ganzen Fokussierung auf das "Ich bin", ich habe es hier die Selbstdefinierungsregel genannt, ich hätte es aber in der Tat auch die ICH-BIN Regel nennen können..

lg von Andreas

5. Positiv schrieb am 18.3.2026:

Ich Danke Dir von Herzen!
Du Hilfst mir jeden Tag mit deiner Seite und dem YouTube Kanal.
Das was du tust inspiriert mich, Tag für Tag aufs neue.
Dein Wissen und die Art wie du Dinge erklärst sind das Beste, was ich in dem Bereich jemals gesehen und gehört habe.
Deine Ausbildung möchte ich gerne auch machen. Was muss ich tun um dein Wissen zu erlernen?
Ich bin Lichtarbeiterin, Künstlerin. Bis vor 2 Jahren habe ich als Flugbegleiterin gearbeitet.
Dann wurde mir klar, das ich ein Selbstbestimmtes leben zu führen habe und hörte nach 8 Jahren auf zu fliegen.
Ich möchte das Licht auf der Welt verbreiten und den Funken den jeder Mensch inne hat zum leuchten bringen, so wie du.
VG
Kim

6. Andreas schrieb am 18.3.2026:

Hallo Kim,
Alles was du tun musst ist es dich immer mehr und mehr von Unerlöstem zu befreien. Mehr brauchst du nicht tun, weil je näher du zum Lichtfunken kommst der du wirklich bist, desto mehr strahlt dieser Lichtfunke dann auch über dich selbst hinaus in diese Welt. Darum hast du ja das Herumfliegen mit dem Flugzeug gestoppt weil du erkannt hast dass es letztlich nur um deine innere Reise zu dem Lichtfunken geht der du wirklich bist :-)

lg von Andreas


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