Das Loslassen perfektionieren

Annehmen und Loslassen sind die beiden wichtigsten Yin und Yang Themen des Lebens. Das sind so enorm grundlegende Vorgänge, die aber auch so häufig sind, dass wir sie bewusst meist gar nicht mehr wahrnehmen. Darum kann es sich einschleichen, dass wir Dinge nicht "ganz" loslassen (oder auch nicht ganz annehmen, aber in der heutigen Übung geht es jetzt nur ums Loslassen).
Also konkret geht es um Dinge, wo wir eine Entscheidung gefällt haben etwas loszulassen oder uns von etwas zu trennen, aber dann nicht alle dazugehörigen Handlungen ausgeführt haben. Also, wo wir in unserem Loslassen nachlässig oder gar schlampig waren, wo es noch etwas loszulassen gilt. Beim Loslassen kann es sich um Beziehungen, materielle Dinge, Pläne, Projekte, Gedanken, Denkweisen, Glaubenssätze oder um vieles andere handeln.

Merksatz: Wenn wir nicht GANZ loslassen, dann sind wir auch nicht GANZ offen, das neue anzunehmen, was uns das Leben als nächstes bringen will. Das Neue ist dann durch das Alte energetisch blockiert.

Übung:

Die heutige Übung besteht nun darin, dass du innerlich die Loslass-Entscheidungen, die du in der letzten Zeit getroffen hast durchgehst, und überprüfst, ob du wirklich alle dazugehörigen Handlungen ausgeführt hast.


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Kommentare

1. Walt schrieb am 09.2.2023:

Lieber Andreas
Ich bin unzufrieden mit irgendwas. Soll ich lernen die äußeren Umstände anzunehmen oder stattdessen eine Veränderung herbeiführen?

~Annehmen~ könnte auch als Verweilen in der Komfortzone ausgelegt werden und ~Verändern~ als Flucht.
So nach dem Motto, wie man's macht, ist es nicht richtig. "Nicht" gibt es -nicht-, also habe ich mir meine Frage soeben selbst beantwortet und es ist letztlich egal, ob man es annimmt oder verändert? Das kann es doch irgendwie auch nicht sein.

Bestimmt bringst du wieder einmal Licht ins Dunkel. Deine Seite hier ist genial. 1000 Dank.

2. Andreas schrieb am 11.2.2023:

Hallo Walt,
Ich hab über dieses Thema nun soeben einen Artikel online gestellt, da findest du mehr.
lg von Andreas

3. Lucky schrieb am 20.10.2024:

Lieber Andreas..Ich bin in meinem Leben oft umgezogen.10mal.meistens nicht freiwillig...es waren immer die Geräusche in den Wohnungen die mich fast wahnsinnig gemacht haben..dann hatte ich ein eigenes Haus..damit hatte ich meine Ruhe.
Anfang dieses Jahres hab ich mein Haus verloren und auch keinen Cent dafür bekommen.
Seitdem lebe ich mal da und da..meistens bei Freunden.
Ein Gefühl was kaum zu ertragen ist..da ich aus der Reisetasche lebe.
Ich will auf der einen Seite so schnell wie möglich ein neues zu Hause..Wenn ich mir aber vorstelle wieder in eine Wohnung zu kommen..wo ich Nachbarn usw.höre..kaum vorstellbar
Ich weiss das ich mein Haus in dem ich Ruhe hatte noch nicht losgelassen habe..Ich weiss einfach nicht wie?..Ich dachte ich hätte es geschafft..ist aber nicht so.
Wie kann ich es tatsächlich Loslassen. Damit mein neues Zuhause zu mir kommen kann?
Ich habe in meinem Leben schon sehr viel Loslassen müssen darum verstehe ich nicht..warum mir jetzt auch noch mein Zuhause genommen wurde.
Ich bin für jeden Tipp dankbar ♥️🙏

4. Andreas schrieb am 20.10.2024:

Hallo Lucky,
Offenbar gibts da einiges an Mustern und Glaubenssätze in dir was du zu verändern hast wenn du ein gutes Leben haben willst.
Das was dir da früher demnach am meisten zu schaffen gemacht hat waren ja die Geräusche von anderen - und natürlich da wirst du nicht umhin kommen diese Themen zu finden und zu lösen die dem zugrunde liegen. Dein altes Muster durch Umzüge zu flüchten hat dich nicht wirklich frei gemacht. Freiheit entsteht nur durch Befriedung solcher Themen. Also was spiegeln dir diese Geräusche ?
Was triggern sie in dir ?
Bis hin zu welche Kindheitserinnerungen werden durch sie getriggert ?
und vor allem: Welche Ängste werden in dir durch solche Geräusche aktiviert ?

Auch dass du das Haus verloren hast hat ja Ursachen, also da gibts sicher einige Glaubenssätze und Lebensmuster welche du zu verändern hast.

lg von Andreas

5. Lucky schrieb am 28.10.2024:

Lieber Andreas
Danke für deine Antwort.
Wie kann man Glaubenssätze und Muster Loslassen..die einem nicht bewusst sind?
Ich kann mich kaum an meine Kindheit erinnern.
Die Geräusche sorgen bei mir für Angst und Panik. KÖRPER reagiert mitSchweissausbrüchen..Herzrasen..
Die Geräusche die ich höre führen dazu das ich die Kontrolle verliere..
Ich weiss das es bei uns immer sehr laut waren einige unschöne Dinge vorgefallen sind.
Wenn ich irgendwo anders zu Besuch bin und ich dort Geräusche wahrnehme..nehme ich das zur Kenntnis..finde das nicht schön aber das warst auch..ist ja nicht mein zu Hause..hier geh ich ja wieder irgendwann.
Mein Haus /mein Zuhause war meine Burg in der ich mich sicher gefühlt habe...weil dort war kein Nachbar den uch eventuell hören könnte..und Geräusche die von außen kommen..außerhalb meiner 4 Wände zu.Baggerlärm streichen auch nicht.indem ich das Haus verloren habe ist meine Sicherheit verloren gegangen und ich hatte keine Kontrolle darüber.
Wie schaffe ich es bzw.was muss ich konkret tun um [was]zu befrieden
Ganz lieben Dank und LG

6. Andreas schrieb am 29.10.2024:

Hallo Lucky,
Wie kann man Glaubenssätze und Muster Loslassen..die einem nicht bewusst sind?
Indem du zulässt dass sie dir bewusst werden, weil natürlich kannst du immer nur mit dem arbeiten was dir bewusst ist.
Aber dir ist es ja bewusst dass es immer sehr laut war in deiner Kindheit. Also kannst du dir zb eine Liste machen mit all den Lärm- und Streit- und Angstsituationen aus deiner Kindheit und zumindest diese bearbeiten, befrieden.

Um aus deinem Muster/Glauben rauszukommen du müsstest dauernd umziehen kannst du es auch bewusst einüben Frieden und Ruhe in dir zu erzeugen (=durch Meditation) damit du den Glauben loslassen kannst du müsstest immer umziehen um einen solchen Frieden und Ruhe zu finden.

lg von Andreas

7. Chrissi schrieb am 25.5.2025:

Wie kann ich eine Person loslassen,die mir sehr viel Schmerz zugefügt hat und mit der ich aber noch in Kontakt bin (wegen unserem Kleinkind)wir uns auch oberflächlich super verstehen,ich aber immer noch ganz viel Schmerz in mir habe und keine Emotion mehr für diese Person fühlen will.

8. Andreas schrieb am 25.5.2025:

Hallo Chrissi,
Ja, da wäre dann vermutlich eine Ablösung notwendig, mehr dazu siehe hier.
lg von Andreas

9. Megan schrieb am 25.10.2026:

Lieber Andreas,
ich war nun 5 Jahre in einer Beziehung, in der sich mein Freund nie wirklich einlassen wollte. Als wir uns kennenlernten, war sofort eine unglaubliche Verbindung beiderseits da, als ob wir uns schon ewig kennen würden. Er war damals aber in einer Beziehung. Ca. 5 Jahre später - seine Beziehung war beendet - kontaktierte er mich und ich fand ihn zwar immer noch so toll und die vertraute Verbindung war sofort wieder da, aber ich konnte mich nicht nicht gleich einlassen auf eine Beziehung und habe ihn diesbezüglich ziemlich abgewiesen. Als ich dann nach einigen Monaten soweit war, hatte er sich ab dann immer wieder zurückgezogen wenn es zu verbindlich wurde. Wir hatten einerseits eine sehr enge Verbindung und unglaublich viel Spaß miteinander (ich habe noch nie so viel gelacht mit einem Partner und war noch nie so fasziniert und angetan von einem Mann) aber andererseits war ich auch immer im Mangel, weil er sich auf keine Beziehung einlassen wollte und sich immer wieder total zurückgezogen hatte wenn es ihm zu eng wurde. Ich habe mich nun - nach einigen Anläufen, bei denen wir noch freundschaftlich in Kontakt waren - wirklich getrennt von ihm und bringe ihm all seine Sachen zurück, die noch in meiner Wohnung sind. Ich liebe ihn immer noch sehr und würde eigentlich gerne weiter befreundet mit ihm sein - so wie ich es mit meinem vorigen langjährigen Expartner gut hinbekommen habe, aber ich möchte nun erstmal den Kontakt zu ihm ganz abbrechen, weil mich jeder Kontakt mit ihm emontional wieder zu ihm hinzieht, weil eine sehr starke Anziehung von mir zu ihm besteht.

Er hat mir mal einen Schlüssel für seine Wohnung gegeben - für alle Fälle und auch als Zeichen, dass ich immer willkommen bin - und es ist ihm sehr wichtig, dass ich diesen Schlüssel behalte. Andererseits würde ich aber nicht einfach in seine Wohnung gehen, wenn ich nicht eingeladen bin...Und doch ist es für mich auch so eine Art Zeichen, dass ich - wenn er in Not ist - für ihn da sein kann. Er ist mir immer noch wichtig als Mensch, als Freund. Aber es fällt mir sehr schwer mich von ihm zu lösen und ich möchte auch frei sein bzw. werden für einen neuen Partner. Wenn ich ihm den Schlüssel nun auch zurück geben würde, wäre das für ihn ein totaler Kontaktabbruch, auch was unsere Freundschaft betrifft und das möchte ich eigentlich nicht. Meine Frage nun: Dass ich wirklich frei sein kann für einen neuen Partner (kein anderer Mann interessiert mich bis jetzt und ich hoffe, dass sich das ändern wird) ist es dann notwendig, dass ich den Schlüssel auch zurück gebe? Oder reicht das, wenn ich den Schlüssel von meinem Schlüsselbund nehme und irgendwo bei mir zuhause verwahre?
Danke für deine Rückmeldung!

10. Andreas schrieb am 25.10.2026:

Hallo Megan,
Ein Schlüssel ist ein sehr direktes Männlichkeitssymbol, darum musst du den Schlüssel zurück geben, da führt kein Weg dran vorbei weil anstonsten wäre über den Schlüssel weiterhin eine starke energetische Verbindung präsent.

lg von Andreas


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