Der weitaus größte Teil deiner Handlungen und deiner Gedanken wird von deinem Unterbewusstsein gesteuert. Und weil dies so ist, darum besteht der wichtigste Teil um deine Ziele und deine Wünsche zu verwirklichen darin, dass du deinem Unterbewusstsein mitteilst, was deine Wünsche und Ziele sind. Die tieferen Schichten des Unterbewusstseins verstehen und "denken" nur in Bildersprache. Die ganz tiefen Schichten sogar nur noch in ganz einfachen symbolhaften Bildern. Dies ist der Grund, warum wir unsere Ziele und Wünsche in Bilder "übersetzen" sollten, also in jene Bilder, welche den Zielzustand zeigen, den wir erreichen möchten.
Nehme dir als heutige Übung deine Wünscheliste* zur Hand und überlege dir zu jedem Punkt auf der Liste ein oder mehrere Bilder, welche dein Ziel möglichst exakt ausdrücken(es kann auch wie ein Video oder Bildabfolge sein). Das Bild soll also den jeweils erfüllten oder erreichten Wunschzustand darstellen.
Gehe nun in eine tiefe Entspannung, wie für eine Meditation. Setze dich am besten aufrecht hin, wie zum Meditieren, eventuell die Augen schließen. Und gehe nun in so ein Gefühl, als würdest du im Weltraum schweben. In diesem Zustand, wo du dich, wie mit dem Weltall und allem was ist Eins fühlst, stelle dir nun alle die Zielebilder deiner Wünscheliste vor. Visualisiere sie so stark und deutlich und klar und kraftvoll, wie es dir möglich ist. So dass durch deine Visualisierung regelrecht so etwas wie ein Abdruck dieser Bilder im Raum entsteht. Mache dies für alle Punkte deiner Wünscheliste.
Wenn du schon sehr fortgeschritten bist, dann kannst du bewusst noch ein Gefühl der Dankbarkeit in deinem Wurzelchakra und der Freude in deinem zweiten Chakra erzeugen und in das visualisierte Bild einfließen lassen. Wenn du selbst oder andere Personen zu dem Bild gehören, dann stelle (und fühle!) dich und alle anderen vor Freude vibrierend vor. (Wenn Freude nicht zu allen Personen deines Bildes passt, dann ist dein Ziel nicht ganzheitlich genug gewählt. Ein Ziel sollte immer für alle Beteiligten gut sein.)
Zum Ende der Übung atme ein paar Mal tief bis in deine Füße damit du wieder gut geerdet zurück kommst. Und ja, du kannst dieses Visualisieren deiner Wünsche stetig, zum Beispiel täglich praktizieren. Dadurch entsteht ein immer tieferer Abdruck im Raum und dein Unterbewusstsein hat es immer leichter sein Tun und Denken daran auszurichten.
*Falls du noch keine Wünsche- oder Zieleliste erstellt oder begonnen hast, so erstelle diese Liste jetzt. Du wirst sie auch noch für andere Übungen brauchen und kannst sie jederzeit erweitern.
Kommentare
1. Lucky schrieb am 05.11.2021: Was kann ich machen wenn ich keine Bilder habe..bzw.wenn bei mir alles dunkel ist wenn ich die Augen schließe? REICHT nicht die reine gedankliche Vorstellung mit den dazugehörigen Emotionen? Kann man lernen..Bilder zu sehen und wenn ja..wie? Liebe Grüße
2. Andreas schrieb am 05.11.2021: Hallo Lucky, ja, auch das ist gut.
Du kannst das Visualisieren aber üben, zb indem du einen Gegenstand anschaust und dann wenn du die Augen plötzlich schließt, diesen Gegenstand quasi in dir weiterhin siehst.
lg von Andreas
3. Sonne1 schrieb am 21.4.2024: Lieber Andreas, vielen Dank für diese schöne Anleitung.
Wenn ich ins Wünschen gehe, gehe ich dann auch gleichzeitig wieder ins Mangeldenken? Weil ich mir ja was anderes wünsche als den Ist-Zustand. ZB wünsche ich mir viele Aufträge, dahinter steht natürlich Mangel an Aufträgen.
Das verunsichert mich immer sehr, da ich befürchte, mir noch mehr von dem Mangel ranzuholen.
Herzliche Grüße Sonne1
4. Andreas schrieb am 21.4.2024: Hallo Sonne1,
Wenn ich ins Wünschen gehe, gehe ich dann auch gleichzeitig wieder ins Mangeldenken?
Nein, du gehst dabei nicht ins Mangeldenken, sondern du bist dann immer bereits im Mangeldenken ! - und genau darum ist ja ein wichtiger Aspekt praktisch aller Wunscherfüllungsmethoden dass man sich den erfüllten Zustand innerlich vorstellt, ihn sozusagen in sich erschafft, was ja nichts anderes ist als (bezüglich dem Wunschthema) dein inneres Mangelbewusstsein in Füllebewusstsein zu verwandeln.
lg von Andreas
5. Brunnhilde schrieb am 19.4.2026: Hallo Andreas,
ich glaube ich mache das Visualisieren falsch bzw. kann es nicht richtig.
Bei mir bleibt auch alles schwarz, wenn ich visualisiere. Wenn ich kurzzeitig ein paar Facetten (Details) eines Bildes aufzublitzen lassen schaffe, verschwindet es auch gleich wieder. Ich schaffe es nichtmal, mir einen ganzen Apfel vorzustellen.
Während ich versuche die Farbe zu visualisieren, und vllt an der Seite anfange, mir die kurvige Form vorzustellen und versuche das Bild weiter im Geiste fertig zu zeichnen, dann erlischt das zuvor visualisierte kleine Bruchstück des Apfels sofort wieder, als würde ich mit Licht schreiben, oder so ähnlich. Ich kann also nie richtig das gesamte Bild sehen.
Ich verstehe nicht woran das liegt. Ich kann eigentlich ziemlich gut auf Papier zeichnen. Die Vorstellungskraft an sich ist es nicht. Die Information wie ein Apfel oder was auch immer für ein gewähltes Objekt oder Szene aussieht, ist irgendwie auf subtile Weise vorhanden, es lässt sich bloß nicht richtig gedanklich im schwarzen leeren Raum abbilden. So als würde es immer wieder sofort erlöschen, sobald ich gedanklich "den Stift ansetze". Ich kann mir auch Gesichter nicht so gut merken. Könnte das eine Gesichtsblindheit sein? Wie kann ich das beheben? Oder ist das normal, dass man nie das ganze Bild im Kopf sieht, wenn man etwas visualisiert? Allgemein fällt es mir sehr schwer, wo auch immer im Leben das "Gesamtbild" zu sehen. Ich muss immer zuerst die Details alle rundherum mental abfiltern, um den Gesamtkontext zu erschließen.
Also bisher, wenn ich versucht habe, zu visualisieren, habe ich es dann immer dabei belassen, dass ich gedanklich die Details "gezeichnet" habe, auch wenn sie danach verblasst sind, oder gar nicht besonders klar sichtbar, sondern nur grob angedeutet waren.
Wie kann ich das verändern?
Vielen Dank! Lieben Gruß!
6. Andreas schrieb am 19.4.2026: Hallo Brunnhilde, Ja, es hört sich an als wären deine geistigen Kräfte enorm geschwächt. Darum war ja auch meine Empfehlung an dich zuerst mal ein Meditationssystem zu suchen welches dir hilft einfach mal eine gewissen Grundruhe und damit Grundenergie in dir aufzubauen. So dass dann zb auch einfach die Erinnerung an einen Apfel ausreicht um ein inneres Bild von einem Apfel in dir stabil zu haben.
Keine der bereitgestellten Informationen und Übungen soll einen Arzt, Heilpraktiker oder Psychologen ersetzen. Alle Übungen sind lediglich für die spirituell geistige Fitness gedacht. Bei körperlichen oder psychischen Krankheiten stimmen Sie sich bitte mit Ihrem Therapeuten oder Arzt ab. Sie führen diese Übungen auf eigene Verantwortung aus. Sie können diese Ubungen hier abonnieren.