Die 5.Schriftrolle
Nachfolgend eine zusammenfassende Übersetzung
der 5.Schriftrolle, die in einer Felsspalte am toten Meer gefunden wurde,
und von den Essenern (die ja auch Lehrer von Jesus waren), in vorchristlicher
Zeit verfasst wurde :
...In
dieser Welt dienen alle Menschen einem von zwei Herren:
Mit jedem Gedanken und jeder Tat dienen wir entweder der Liebe, oder der
Furcht.
Wenn ich mich mit meinen Mitmenschen ohne Furcht verbunden fühle,
diene ich der Liebe.
Man
hat mich gelehrt, mich zu behaupten und stets wachsam zu sein, damit mich
niemand verletze oder betrüge. Jetzt weiß ich, daß niemals
irgend jemand versuchen wird mich zu verletzen oder unfreundlich zu behandeln,
es sei denn er fühlt sich ungeliebt. Ich will mich vor dem Ungeliebten
nicht mehr fürchten, wenn er sich unfreundlich zeigt. Ich werde es
dem Unkraut der Rache nicht mehr erlauben, im Garten meines Herzens Wurzeln
zu schlagen. Mitgefühl wird meine Antwort denen gegenüber sein,
die mir Schaden wollen, weil sie sich von Furcht und Lieblosigkeit leiten
lassen.
Liebe
ist stärker als Furcht, und kann mich weise machen. Jedesmal, wenn
ich versucht bin zurückzuschlagen wird mir die Liebe einen besseren
Weg zeigen.
Verletzungen
und Schmerzen sind kurzlebig. Von Dauer aber sind Würde, Selbstwertgefühl
und Genugtuung darüber, stärker zu sein als der Übelwollende.
Was
für jeden Menschen lebensnotwendig ist, besitze ich in Fülle:
Liebe und Anteilnahme.
Liebe
fließt als Lebensblut durch meine Adern und zeigt mir den Weg zu
Geist und Wahrheit. Liebe als einziger Lebensquell hat mich geboren.
Wenn
ich meine Mitmenschen ohne Vorbehalte so annehme, wie sie sind und ihnen
meine Zuneigung nicht verweigere, strahle ich Liebe aus und gebe ihnen
ein Gefühl der Geborgenheit. Damit fördere ich das Beste in
ihnen.
Von
heute an will ich allen, die in mein Leben treten, auf diese Weise begegnen,
auch wenn sie lieblos handeln. Selbst die Grausamen und Zerstörerischen
schließe ich von dieser Liebe nicht aus. Zwar werde ich niemals
Taten billigen, die anderen Schmerz und Leid zufügen, doch werde
ich sowohl für die Verursacher, wie auch für die Betroffenen
Mitleid und Liebe fühlen.
In
jedem von Gott geschaffenen Lebewesen steckt etwas, das es zu lieben gilt
und das Liebe braucht.
Ich
anerkenne das Heute und spende Liebe.
Wohl
das schlimmste Verbrechen ist Mord. Wenn ich aber einem Mörder meine
Liebe versage, habe ich das gleiche Verbrechen begangen, denn ich habe
ihm die Quelle des Lebens vorenthalten und ihn in meinen Gedanken zu einem
Toten gemacht. Wenn ich hasse, bin ich ein Mörder.
Die
Menschheit wünscht sich manche Gaben, die ich ihr unter Umständen
gewähren kann:
Mit
der richtigen Einstellung habe ich die Gabe des Heilens. Wenn ich richtig
zu hören verstehe, kann ich Vorhersagen machen. Wenn ich lerne, kann
ich die Gabe des Lehrens mit anderen teilen. Wenn ich stark bin kann ich
anderen den Weg zeigen. Mit der Gabe des Geistes kann ich anderen Kraft
und Zuversicht vermitteln. Immer kann ich Mut wecken und Hilfe gewähren.
Der
Gaben sind viele, doch die größte ist die Liebe.
Ich
habe immer Geistesgabe gewünscht. Stets sehnte ich mich danach helfen
und dienen zu können. Sei es als Heiler, Prophet, Führer oder
Weiser. Die größte Gabe besitze ich jedoch schon heute:
Die
Gabe grenzenloser, bedingungsloser Liebe.
Ich
kann Liebe geben und empfangen und will beides heute und immerdar tun.
Ich
liebe, was ich bin - im Erfolg und wenn ich strauchle. Die Quelle meines
Lebens und mein Selbst lieben mich vorbehaltlos und immerdar. Und ebenso
gebe ich bedingungslos Liebe, auch wenn die anderen meine Erwartungen
nicht erfüllen. Meine Liebe wächst, je mehr ich davon austeile,
und ist unerschöpflich. So, wie ich Liebe gebe, empfange ich Liebe
und Liebende verleihen meinem Leben Fülle.
Niemand
kann mein Feind sein. Ich lasse es nicht zu. Ich habe die Wahl, jemanden
als meinen Feind zu betrachten oder nicht. Und ich möchte in meinem
Leben keinen haben. Ich will diejenigen, die meine Feinde sein könnten
lieben und sie werden zu meinen Freunden. Ich werde sogar lieben, wer
mir keine Gegenliebe zeigt und ihm vergeben.
Heute
verpflichte ich mich zur bedingungslosen Liebe und bitte um Hilfe. Ich
bitte die Quelle aller Liebe mir die Kraft, den Willen und die Fähigkeit
zu verleihen, meine Verpflichtung wahr zu machen.
Gott
lehre mich zu lieben. Lehre mich ohne Vorbehalte und Bedingungen zu lieben.
Gewähre mir, daß ich die Liebe selbst sein kann.
Liebe
ist, was ich bin.
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