Artikel ID: 287           Kategorie: Partnerschaft

Kuschelpartys

Das große Kuscheln

Manche kennen Gruppenkuscheln vielleicht als Teile therapeutischer Gesamtkonzepte. Jedoch im Jahre 2004 hat sich das Kuscheln sozusagen verselbständigt. Damals fand die erste so genannte Kuschelparty in New York statt. Bereits ein Jahr später schwappte der Trend nach Deutschland über. 2005 fand in Berlin die erste Kuschelparty auf deutschem Boden statt. Wir wissen heute noch nicht, wie die Welt in tausend Jahren aussehen wird, aber möglicherweise werden wir eine Welt haben, in der sich alle Menschen als eine große Gemeinschaft sehen, fühlen und erleben. Und, wer weiß ? Vielleicht betrachten die Historiker dann diese erste Kuschelparty als den Meilenstein, an dem alles seinen Anfang nahm. Der Trend, Kuschelpartys zu veranstalten und an Kuschelpartys teilzunehmen hat sich jedenfalls seit 2005 immer weiter verstärkt. Heute (2013) gibt es schon in vielen großen deutschen Städten regelmäßig stattfindende Kuschelparty Veranstaltungen.

Wissenschaftliches Kuscheln

In diesen Jahren wird in unzähligen Studien das Kuschelhormon Oxytocin erforscht. So schien anfangs der Traum vieler Psychologen wahr zu werden, mithilfe des Oxytocin ein Mittelchen in die Hand zu bekommen, mit dem sie auch ihre schwierigsten Patienten wie mit einem Schalter auf Kuschelbärchen umstellen könnten. Aber das funktioniert natürlich nicht, weil das Vorhandensein des Kuschelhormons nicht eine Ursache, sondern eine Folge ist. Das Kuschelhormon Oxytocin ist zwar die Folge von Berührung, aber es kann nicht all die anderen guten Nebenfolgen von Berührung ersetzen. So sind beispielsweise beim Einsatz als Geburtseinleitungsunterstützung folgende spätere Nebenwirkungen auf das Baby bekannt: Stillprobleme, Schreien, Unruhe, Irritierbarkeit, Aufschrecken, usw. Es ist ja sehr bequem der Mutter bei der Geburt eine Dosis Oxytocin reinzuknallen, anstatt zu warten, bis die Zeit reif ist und sich das nötige Oxytocin von alleine gebildet hat (als Folge dessen, dass sie sich geborgen, geschützt fühlt und innerlich das Vertrauen aufgebaut ist, dass alles gut ist).

Wie bereits gesagt, Oxytocin bildet sich durch Berührung, welche Vertrauen erzeugt. Wird nun das Oxytocin künstlich erzeugt von Ärzten oder Psychologen verabreicht, dann fehlt im Bewusstsein des Körpers das Vertrauen, welches natürlich ein wichtiges Denk- beziehungsweise Fühlmuster ist. Darum fehlt bei solchen Behandlungen die Ganzheitlichkeit und entsprechend chaotisch sind dann auch die langfristigen Folgen. Darum als Resümee

Kuscheln ist durch nichts zu ersetzten.





Kommentare


1. Antikuschelbär schrieb am 17.5.2022
Lieber Andreas, nicht jeder möchte kuscheln. Ich zum Beispiel. Schon gar nicht mit fremden Menschen..auch wenn wir alle eins sind usw. Soll ich es für meine Weiterentwicklung wollen?

Wenn ich auf Umarmungen bei mir nicht nahestehenden Personen verzichte, kommt das wohl immer etwas komisch an. Sende ich damit direkt aus, dass ich mit ihnen nichts näher zu tun haben will, obwohl verbaler Austausch für mich ja ok ist?

2. Andreas schrieb am 17.5.2022
Hallo,
Sende ich damit direkt aus, dass ich mit ihnen nichts näher zu tun haben will
ja, du sendest die Botschaft dass du sie nicht näher als für ein Gespräch an dich ran lassen willst - und natürlich werden sie im Normalfall auch entsprechend reagieren, also zb dich dann selber auch nicht näher lassen, sich dir dann auch nicht mehr öffnen usw..

Soll ich es für meine Weiterentwicklung wollen?
Das kommt auf die Botschaften an, die du erhältst. Solange sich keine Nachteile für dich daraus ergeben hast du ja noch nicht die Botschaft es zu verändern. Deine Seele wird dir solche Botschaften dass du da an diesen Themen arbeiten sollst ja sowieso erst kreieren wenn du dafür bereit bist.

lg von Andreas




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