Prüfung

Was ist eine Prüfung ?

Eine Prüfung ist ein "sich beweisen".

Wir wissen, dass hinter allem, was unser Leben bestimmt, Wünsche von uns selbst stecken, denn so kreieren wir ja unsere Realität. Trotzdem müssen viele Menschen immer wieder Prüfungen ablegen, Abitursprüfungen, Führerschein, Studium, usw. - obwohl sich  kaum einer dieser Prüflinge dies bewusst so "gewünscht" hat. Beispielsweise wird sich kaum ein Student gewünscht haben, jahrelang wie Freiwild bei einer Treibjagd von einer Prüfung zur nächsten Prüfung gehetzt zu werden. Das ist ja auch ein durch und durch unnatürlicher Prozess. Wie wurde so ein Prüfungsstress denn aber nun auf der geistigen Ebene erschaffen ? Es ist offensichtlich, dass es einer unbewussten Realitätskreierung entstammen muss, die sehr weit zurück geht, denn solche Prüfungen entstehen nicht mal so eben kurz über Nacht.
Eine Prüfung ist ein sich beweisen müssen, schauen wir uns darum genauer an:

Wem will der Mensch sich eigentlich beweisen ?

Dieser (unbewusste tiefe) Wunsch sich zu beweisen kann man immer auf die Familie zurück projizieren. Das heißt, hinter jeder Prüfung steckt der unbewusste Versuch sich vor dem Vater zu beweisen. Wenn der Vater es anerkannt hat, das genügt, weil dann gilt das für alle - zumindest denkt so das eigene Unterbewusstsein auf einer tiefen vereinfachten Ebene über Prüfungen. Das Urkind-Bewusstsein in jedem Mensch kennt keinen anderen Grund, warum man sich beweisen müsse, warum man eine Prüfung bestehen müsse. Wenn du diese eine EINZIGE Prüfung bestanden hast, und also dann dich selbst als Erwachsen betrachtest, dann gibt es keinen, absolut keinen anderen Grund mehr, warum du dich von irgend jemandem prüfen lassen müßtest, denn ab dem Moment des wahren Erwachsen-Seins bist du absolut ebenbürtig zu allen anderen. Da ist dann niemand mehr, der über dir steht, der dich prüfen könnte. Ein Gott kann nicht von anderen Göttern geprüft werden.

Darum, tiefenpsychologisch betrachtet, solange du in deinem Leben noch Prüfungen machen musst, dann siehst du an diesem Umstand, dass es in dir noch eine Instanz gibt, die dich noch als nicht ganz erwachsen betrachtet.

Jede Prüfung kann auf diese eine, einzige Prüfung durch den Vater reduziert werden, beziehungsweise auf das ersehnte OK vom Vater, als erwachsen zu gelten. Dieses innere Sehnen ist die Kraft, die uns Prüfungssituationen als Realitäten in unser Leben zieht.


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Kommentare

1. Anne schrieb am 08.7.2019:

Hallo Andreas,

ein sehr interessanter Aspekt. Aber was ist, wenn man ein Studium absolviert, dann stehen doch zwischendurch Prüfungen an und am Ende die große Abschlussarbeit wie Diplom, Master oder Dissertation. Wenn man das Studium beenden möchte, kommt man doch um diese Nachweise nicht drumherum. Warum ist dann immer noch eine Instanz da? Weil man sich für das Studium entschieden hat? Mir ist das noch nicht so richtig klar.

Lieben Gruß

2. Andreas schrieb am 09.7.2019:

Hallo Anne,
Wenn man das Studium beenden möchte
ja, das ist natürlich ein furchtbarer Aberglaube, bzw einfach nur eine weitere der vielen Lügen mit denen Menschen heutzutage programmiert werden, nämlich dem Glaube, dass ein Studium oder ein Lernen beendet werden müsse. Das ist einer der unnatürlichsten Glaubenssätze, die es überhaupt gibt !

Die Wahrheit ist natürlich genau anders herum:

Wenn du ein erfolgreiches Leben führen willst, dann geht das Lernen immer weiter und weiter und weiter. Das Leben an sich ist ein unaufhörlicher Lern- und Weiterentwicklungsweg. Wenn du ihn tatsächlich bereits im Alter von 25 beendest, dann landest du genau dort, wo so unglaublich viele "Studierte" gelandet sind, nämlich in geistiger Verblödung weil sie glauben 5 lächerliche Jahre Studium würden ausreichen. Alle diese Menschen die so denken erschaffen sich dadurch so heftige Blockaden, dass sie nicht mehr weiterkommen im Leben und zu den Gefangenen dieser Glaubenssätze werden.
Es ist kein Zufall dass fast alle supererfolgreichen Menschen ihr Studium NICHT beendet haben oder sogar gar nicht erst angefangen haben. Die Liste ist ewig lang.
Bodo Schäfer lehrt zb: Lebenslanges Lernen ist so wichtig, es ist die WICHTIGSTE REGEL für langfristigen Erfolg. Oder Albert Einstein hat gesagt: Sobald du aufhörst zu lernen, fängst du an zu sterben.
Darum da ist man immer auf einem falschen Weg, wenn man glaubt man müsse ein Lernen abschließen. Was man abschließen muss, das ist die Kindheit, aber niemals das Lernen.

Ganz nebenbei erwähnt kommt ja noch dazu dass an deutschen Universitäten so viel Unsinn und Aberglaube gelehrt wird, das ist ja lächerlich, wenn man da irgendwelche Prüfungen ernst nimmt. Wer sich diesen ganzen Scheiß 5 Jahre lang reinzieht der ist meistens für den Rest seines Lebens so heftig davon geprägt dass ihm kaum noch ein Weg offenbleibt sich wieder aus diesem gelernten Müll zu befreien.

Aber die Entsprechung ist klar: Wer es nicht schafft sich vom Vater abzulösen (weil er glaubt er könne dies mit Diplomen und Doktortiteln erreichen), der bleibt zwangsläufig auch in den alten Glaubensmustern seiner Vorfahren hängen. Und genau dieser alte Glaubensscheiß wird an den Universitäten primär gelehrt. Bis sich eine neue Lehre an einer Uni durchsetzt braucht es durchschnittlich zwei Generationen. Dabei sieht die Realität in der heutigen Zeit so aus, dass nach 10 Jahren bereits 50% des gelehrten Wissens wieder durch die Forschung wiederlegt ist. Gelehrt wird es aber erst zwei Generationen später..

Das Lernen in einem Hörsaal entspricht übrigens auch in keinster Weise mehr dem heutigen Stand der Technik. So kann man das Veraltete auch am Außerlichen erkennen.


lg von Andreas

3. flusspferd schrieb am 09.8.2019:

Hallo ihr!
Das ist eine interessante Sichtweise. Wie verhält sich das bei den Künstlerischen Berufen zB Musik, die sich ja von sich aus schon ziemlich dem System entziehen(natürlich abhängig vom Tätigkeitsbereich/Fach)?

Also wer innerhalb des Systems arbeiten möchte, zB. in der Schulmusik oder an städtischen Musikschulen usw. der muss natürlich vorweisen können, dass er die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten erworben hat, die er seinen Schülern kompetent vermitteln soll. (Und weil das so viel ist, bzw die Anforderungen hoch sind, sodass auf Grund des Ansturms an Studienbewerbern gleich zu Beginn erstmal ordentlich ausgesiebt wird..)

Im freiberuflich-selbständigen Sektor als Künstler fällt das natürlich weg. (Jedoch will man auch Im freien Lehrbereich die Gewissheit haben, dass man eine geeignete Lehrkraft vor sich hat, zu der man sein Kind zum Instrument lernen oä schickt)

Allgemein ist die Digitale Welt nicht mehr wegzudenken, doch kann man -um beim Lernen zu bleiben- autodidaktisches Lernen via Youtube Channel nicht mit einem Lernen von und mit einem Gegenüber vergleichen. Einiges kann und muss auch selbständig erarbeitet werden, in anderen Dingen lernt man aber einfach schneller und nachhaltiger, wenn man sich an jdn wenden kann der sich auskennt, egal ob es sich um Theorie- oder praxisbezogene Themen handelt.
Man beachte hier auch den Aspekt es Zwischenmenschlichen, dem persönlichen Bezug zwischen Lehrenden und Lernenden, der im Rahmen von anonymen Onlinekursen natürlich fehlt. Das ist etwas, was uns kein Chat und kein Skype ersetzen kann (Das gilt ja allgemein für die Social Media im Bezug auf soziale Kontakte, es gibt Dinge die sind doch nur im direkten Dialog, durch die Interaktion in einer Gruppe erfahrbar).
Auch hier ist wieder wie bei allem die Balance gefragt.

Gerade in den Kreativ Berufen ist das lebenslange Lernen A und O (Da wären die paar Studienjahre nur der Anfang mit geballtem Wissensinput). Weil sich so schnell alles verändert und weil man sich durch das tägliche üben usw. verbessert, was sich letztendlich auf das künstlerische Schaffen auswirkt.

4. Andreas schrieb am 16.8.2019:


Zitat:

(Jedoch will man auch Im freien Lehrbereich die Gewissheit haben, dass man eine geeignete Lehrkraft vor sich hat, zu der man sein Kind zum Instrument lernen oä schickt)


Hallo, ja, das was du nur in einem Nebensatz erwähnt hast hat es aber in sich, weil genau hier liegt der Hund begraben: Weil genau hier die Abgabe der Eigenverantwortung beginnt.
Wer nicht lernt aus sich selber heraus den richtigen Lehrer zu finden, der wird auch nie lernen, aus sich selber heraus Musik zu machen. (wann ist denn jemals in einer Musikschule ein echter kreativer Musiker entstanden ?)

Im Gegenteil, mit diese Abgabe der Verantwortung beginnt dieses unsägliche Denken, welches dann dazu führt dass man zum Schluss überhaupt nicht mehr selbst sein eigenes Leben lebt. Da wird gelehrt wie andere es machen und wie man es nachmacht - und genau dabei geht eine jede Krativität verloren. Da werden Schüler dazu gebracht fremde Musikstücke nachzuspielen, anstatt dass man sie lehrt wie man eigenes spielt. Da kommen als Ergebnis Schwachköpfe heraus die in schwarze Anzüge gesteckt in Orchestern dann das genau gleiche wieder und wieder nachspielen, was vor hunderten von Jahren ein Mozart, ein Beethoven, ein Händel usw vorgespielt haben. Die Obrigkeit liebt solche Menschen die nachspielen und nicht mehr selber denken/spielen können, weil das sind diejenigen welche am besten Befehle ausführen. Darum hat die Obrigkeit diese Art der Musikschulung schon immer gefördert..

Aber das Wissen, dass eigentlich ein jeder selbst dieses Unendliche direkt anzapfen könnte, das wird verschwiegen, das wird nicht gelehrt, im Gegenteil es wird gerade in der Musik ein unglaublicher Kult aufgebaut um ein paar Wenige Superstars und in keiner Musikschule wird irgenwie gelehrt, dass dies eigentlich normal sein müsste, dass ein jeder das so kann. Die wenigsten von den ganz großen Musikern waren jemals in einer Musikschule, denn wenn man da mal drin war in diesen Denkmustern, dann braucht man Jahre bis man sich davon wieder befreit hat und zu der eigenen Lebendigkeit und der eigenen Kreativität und damit zu der EIGENEN Musik zurückgefunden hat. Das schaffen die Wenigsten ! (zb Benny, Komponist von ABBA, der erfolgreichsten Band aller Zeiten, sagte dass er Noten weder schreiben noch lesen könne..)

Alles was ich hier über das Tanzen geschrieben habe (auch da gibts den Aberglaube mann müsse es in Tanzschulen lernen), ist eins zu eins auch für die Musik gültig.

lg von Andreas

5. Mariia schrieb am 03.5.2020:

Ooooh ein ganz heißes Thema !
Ich fand das System Schule schon immer zum k***, als Kind fand ich es einfach nur traumatisierend, habe den Sinn überhaupt nicht verstanden und fand es zuhause immer schöner, als in einer Klasse mit 30 Fremden .. mittlerweile gibt es ja zum Glück Fernstudiengänge und ich hoffe auch Home schooling wird sich mehr etablieren.
Dieses Schul - lernen viel mir unglaublich schwer, ich konnte mir einfach nichts merken.. wenn mich ein Thema interessiert, oder hier auf deiner Seite, lese ich mich stundenlang durch und behalte es und kann es auch weitergeben, aber in der Schule und studium habe ich so gut wie nichts gelernt, was mir im Leben irgendwie nützt. Das weiß ich jetzt - damals habe ich wirklich geglaubt ich sei dumm, weil ich nicht so gute Noten geschrieben habe .. Das ist ein so interessanter Ansatz mit dem Vater Thema, kann es auch ein mutterthema sein ? Ich habe dann gedacht, wenn ich etwas mache, was mich wirklich interessiert und nicht aus Zwang, müsste es mir mit dem lernen leichter fallen und ich müsste bessere Noten schreiben - habe dann ein Fernstudium - ayurvedische Ernährungsberatung- absolviert, fand ich sehr interessant, aber bei den Prüfungen genau das gleiche wie in der Schule und im vorigen studium - ich habe blockiert und musste mich wieder zwingen und “durchschlagen”. Deshalb gibt mir der Ansatz mit dem Vater Thema und dem erwachsen sein zu denken ..
mein Vater lebt nicht mehr, aber es ist wirklich so, dass ich mich immer noch als “Mädchen” fühle, nicht als erwachsene Frau .. ich dachte ich hätte schon alles gelöst, was es mit meinem Vater zu lösen gibt, aber anscheinend noch nicht 😬wahrscheinlich finde ich auch deshalb bei anderen eine enge Vater-Tochter Bindung als sehr unangenehm ..
Sehr sehr interessant !! Vielen Dank Andreas :)

6. Mariia schrieb am 03.5.2020:

Und noch eine Frage - Hast du einen Artikel zu Perfektionismus ? Das ist auch ein großes Thema bei mir ..

7. Andreas schrieb am 04.5.2020:

Hallo Mariia,
kann es auch ein Mutterthema sein ?
Indirekt kann vieles beteiligt sein, das ist klar. Aber grundsätzlich hat ein jeder Mensch die Anerkennung durch die Mutter weil sie hat ihn ja 9 Monate lang "anerkennen" müssen..
Perfektionismus
ja, hinter Perfektionismus da kann auch wiederum die Angst vom Vater nicht anerkannt zu werden stecken..

lg von Andreas


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