Minderwertigkeitskomplexe und Überheblichkeit

Das Yin-Yang Prinzip wirkt auf so vielen Ebenen, aber eine der wichtigsten ist die Ausgeglichenheit zwischen unserem Innen und unserer Außenwelt, also dem, was wir kreiert haben, unsere Umgebung, unser Umfeld, auch die Menschen um uns, und so weiter. All dies hat unser Geist erschaffen (Yang). In der Esoterik wird es gerne so ausgedrückt: Deine Umgebung, dein Leben ist der Spiegel deines Innen. Das Yin-Yang Prinzip auf dieses Spiegelbild angewendet würde bedeuten, dass wir mit ihm in Ausgleich sein sollten. Unser Spiegelbild sollte sozusagen nicht kleiner und auch nicht größer als wir selbst sein oder anders gesagt: Wir sollten in Harmonie mit unserem Spiegelbild sein.
Stark vereinfacht dargestellt gibt es nun zwei innere Geisteshaltungen, die uns aus diesem Gleichgewicht mit unserer Umgebung hinauskatapultieren:

In der Praxis tauchen diese beiden Haltungen also eigentlich immer gleichzeitig auf, wenngleich eine der beiden dann meist so verdeckt ist, dass sie kaum auffällt weil sie unterdrückt ist. Dass sie immer gleichzeitig auftreten, ist natürlich auch schon wieder die Folge des Yin-Yang Gesetzes, welches eben immer für Ausgleich sorgt. Dies sollte man bei der inneren Bewusstseinsarbeit beachten. Konkret zeigt sich dies beispielsweise darin, dass jemand der überheblich ist, immer irgendwo einen inneren Anteil hat, wo er sich minderwertig, unwert oder in irgend einer Form unrein fühlt, usw.

Startfragen für die innere Arbeit an Dir selbst:

- Wo fühle ich mich überheblich ?
- Wo denke ich überheblich ?
- Wo handle ich überheblich ?
- Wo handle ich zerstörerisch ?

- Wo fühle ich mich minderwertig ?
- Wo denke ich minderwertig über mich ?
- Wo werde ich minderwertig behandelt ?
- Wo bin ich in der Opferrolle ?
- Wo handle ich Selbstzerstörerisch ?

Am besten, diese Fragen auf ein Arbeitsblatt kopieren, und los geht's..


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Kommentare

 
1. Ulli schrieb am 31.5.2019:

Hallo Andreas,

könntest Du Dich einmal kurz dazu äußern, was passiert, wenn zwei Menschen mit den von Dir oben beschriebenen inneren Geisteshaltungen - der eine überheblich, der andere minderwertig - in einer langjährigen Beziehung zusammenkommen, die von unglaublich vielen Tiefen sowie ständigen Machtkämpfen geprägt ist? Macht eine solche Partnerschaft überhaupt Sinn?

Ich empfinde unsere Beziehung oft als toxisch und zerstörerisch. Energetisch fühle ich mich permanent müde und ausgelaugt.

Lg,
Ulli
 

 
2. Andreas schrieb am 31.5.2019:

Hallo, ja, wenn zwei solche zusammenkommen, dann passen sie zuerst wunderbar zusammen, weil der eine den anderen als Spiegel dessen braucht, was er jeweils selbst in sich unterdrückt und weil ja beide ihr Verhalten ausleben können, also innerhalb ihrer gewohnten Muster (Komfortzonen) verbleiben können.

Aber dann nach einiger Zeit wirds unbequem, weil die Seele von beiden ja jeweils auf Weiterentwicklung drängt. Dann wird man aus der bequemen Komfortzone wo man noch beim Kennenlernen war, heraus geschmissen. Zum Beispiel für dem Minderwertigkeits-Partner/in ist es ja zu seiner Komfortzone geworden sich entsprechend zu verhalten, usw.. Dies muss die Seele stoppen, damit der Betreffende ausbrechen kann, das heißt die Seele erschafft Situationen und Zustände die immer unerträglicher werden - so lange, bis "Weiterentwicklung" geschieht..

lg von Andreas
 

 
3. Ulli schrieb am 01.6.2019:

Hallo Andreas,

und was würde dann in einer solchen ‚unbequemen‘ Partnerschaft weiterhin in folgenden Fällen geschehen:

a) keine Weiterentwicklung
b) einseitige Weiterentwicklung
c) beidseitige Weiterentwicklung?

Lg,
Ulli
 

 
4. Andreas schrieb am 02.6.2019:

Hallo Ulli,

bei a) keine Weiterentwicklung:

dann erhöht die Seele der Druck immer weiter (vorausgesetzt der Seele ist dieses Thema wichtig und die Seele ist der Meinung dass der Mensch genügend reif dafür eigentlich wäre). Es läuft dann diesen Steigerungsstufen entsprechend ab.

b) einseitige Weiterentwicklung
dann geht irgendwann die Resonanz verloren, bzw wird so gering dass die Partnerschaft ziemlich automatisch endet, und sich für denjenigen der sich weiterentwickelt eine rosige Zukunft auftut und der andere noch tiefer in seine eigene Hölle hinabsteigen muss.

c) beidseitige Weiterentwicklung?
dann erleben beide eine erfolgreiche und gute Zeit und die Seele wird ihnen ihre nächsten Lernthemen präsentieren, bzw wenn es nichts mehr zu lernen gibt, also alles was sie sich vor der Inkarnation vorgenommen haben abgearbeitet ist, dann können sie evt einen friedlichen Tod sterben.


lg von Andreas
 

 
5. Ulli schrieb am 03.6.2019:

Da fällt mir noch eine Frage ein, wo Du sagst >friedlicher Tod<:

Es gibt nichts mehr zu lernen, also alles was man sich vor der Inkarnation vorgenommen hat ist abgearbeitet -> Seele hat Frieden -> friedlicher Tod (man schläft z.B. einfach ein und wacht nicht mehr auf). Wo liegt nun der Unterschied zu a) einem längeren Leiden oder b) einem plötzlichen Herzinfarkt, an dem man sehr schnell, aber halt doch nicht friedlich stirbt?

Danke,
Ulli
 

 
6. Andreas schrieb am 03.6.2019:

Hallo Ulli,

> ..einem längeren Leiden

Aus einer höheren Sicht gibt es kein Leiden.
Da gibt es nur Erfahrungen, also ein Lernen.
Man macht die Erfahrung (zb was wir als Leiden bezeichnen) und lernt daraus, weil man hat sich dieses Leiden, zb den von dir erwähnten Herzinfarkt ja durch sein zuvoriges Denken/Fühlen/Handeln verursacht, und so lernt man was geschieht wenn man sich so oder anders verhält. Einfacher zu verstehen ist das kleine Kind welches auf die heiße Herdplatte langt und dann leidet und dann nicht mehr auf die Herdplatte langt. Das Prinzip ist immer das selbe, nur brauchen Menschen bei komplexeren Zusammenhängen oft sogar mehrere Leben, bis sie aufhören sich die Finger durch schlechtes Verhalten oder schlechtes Denken zu verbrennen.

lg von Andreas
 


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