Ursachen für Enttäuschungen in Partnerschaft Teil 2

Den ersten Teil dieses Artikel finden Sie hier. Im zweiten Teil geht es nun um die Frage, warum es so oft zu Trennungen von Partnerschaften kommt, nachdem ein Kind abgetrieben oder sonst wie abgegangen ist.

Manchen Partnerschaften halten ewig. Und dann gibt es andere, die werden ab einem gewissen Punkt immer schlechter, mühsamer und furchtbarer, bis sie dann vollends zerbrechen und sich auflösen. Sie sind oft geprägt von Streiten über solch "komische" Dinge, wo man sich hinterher oder auch schon währenddessen fragt, was das denn überhaupt war oder ist. Immer wenn solche Streite oder auch Unzufriedenheiten um an sich Belangloses stattfinden können wir sicher sein, dass es eigentlich einen Konflikt auf einer viel, sehr viel tieferen Ebene gibt, der aber keinem der beiden Partner bewusst ist und über den darum auch keiner der beiden reden kann.

Auf einen dieser tiefen unbewussten Konflikte, der in der Praxis sehr häufig vorkommt, soll hier nun eingegangen werden. Hierzu muss man sich bewusst machen, dass es an sich ein biologisches Urprogramm ist, welches Mann und Frau zusammenbringt, um ein Kind zu zeugen und aufzuziehen. Es ist ein milliardenaltes Urprogramm in das beide Partner sich einklinken. Man kann es wie einen Vertrag betrachten, den beide spätestens kurz vor dem Moment des sexuellen Aktes, der zur Zeugung des Kindes führte, unbewusst abgeschlossen haben. Man könnte ihn etwa in folgende Worte fassen:
"Unser Ziel ist die Erschaffung eines neuen Menschen. Zur Erfüllung dieses Zieles sind und bleiben wir zusammen."
So lautet das eigentlich Urprogramm. Alle anderen Pläne oder Abmachungen oder Versprechungen des Paares, zum Beispiel, sich gegenseitig liebevoll zu umsorgen, oder gar eine Hochzeit, sind auf einer wesentlich weniger tiefen Ebene getroffen und wirken daher auch nicht so mächtig auf das Geschehen ein.

Tritt nun durch ein Ereignis, welcher Art auch immer, der Tod des ungeborenen Kindes ein, so erlischt automatisch dieser, aus dem Urprogramm resultierende Vertrag und dessen Bindungskraft zwischen den Beiden fällt weg. Denn, auf dieser ganz tiefen unbewussten biologischen Urebene ist die Partnerschaft nun sinnlos geworden. Und genau dies ist der Grund, warum so viele Ehen und Partnerschaften auseinandergehen, nachdem ein Kind während der Schwangerschaft abgegangen oder abgetrieben wurde. Selbst wenn die Partner es noch schaffen einige Jahre zusammenzubleiben, dieses nicht erfüllte Urprogramm bewirkt fast immer, dass die Partnerschaft immer schlechter wird, und fast immer irgendwann zerbricht.
So oft kommt es vor, dass Menschen in oberflächlichen Betrachtungen und in oberflächlichen Streitgesprächen hängen bleiben, und die wahren tiefen Ursachen ihrer Partnerschaftsprobleme nicht erkennen.
Wer aber diese Ursachen nicht erkennt, kann sie auch nicht anerkennen und auflösen.


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Kommentare

1. BeBe schrieb am 26.12.2012:

Total interessant - hat mir im Nachherein alles erklärt - genauso war es. Witzig ist aber, dass das Bedürfnis, diesen Partner mal wiederzusehen nach langen Jahren des Nichtkontaktes auf einmal wieder da ist. Spannend.

2. englein schrieb am 02.2.2013:

wir hatten, d.h. ich einen abgang und nun genau ein jahr später hätten wir fast das glück gehabt, wieder schwanger zu werden, aber wir hatten streit. es ging um vaterschaft, bzw elternschaft, denn diese thema lässt mich immer noch nicht los. mein mann sagt ich würde immer wieder damit anfangen, aber er wünscht sich nichts sehnlicher als einen sohn, nach zwei töchtern.. man sagt, ein kind zu zeugen könnte keine ehe retten.. ich bin mir nun nicht mehr sicher.. daumen drück an alle die eins wollen.

3. Nuria schrieb am 01.8.2017:

Genau so fühle ich es. Wir haben eine eigentlich toll Beziehung, aber wie Bruder und Schwester seither, was uns beide total belastet. Ich finde mir keinen Reim, wie ich das auflösen könnte. Für Anregungen wäre ich sehr dankbar. :-/

4. Andreas schrieb am 01.8.2017:

Hallo,
eine Möglichkeit ist es, dass man versucht mit Familienaufstellungen (nach Hellinger) zu schauen und aufzulösen, was es für Ursachen hatte, dass das Kind abging.
Und natürlich, anerkennen, was ist, und anerkennen, dass die Partnerschaft ab diesem Moment eine Transformation auf einer tiefen Ebene benötigt.

Jedenfalls, ohne an den Ursachen etwas zu verändern, einfach ein nächsten Kind bekommen, ist fast nie eine gute Lösung.

lg von Andreas

5. Lichtengel schrieb am 18.7.2019:

Gibt es noch eine Möglichkeit daran zu arbeiten? Mein Partner und ich haben vor einem Jahr ein Kind aufgeben müssen. Und ich denke,dass ich es nach wie vor nicht verarbeiten konnte,obwohl ich sehr viel probiert habe. Wir haben immer wieder unnötige Streitereien,aber zwischendurch ist auch wieder alles super und ich bin mir sicher,dass wir zusammengehören. Was das ganze am meisten belastet....mein Partner hat schon ein Kind aus einer vorherigen Beziehung. Das ist für mich sehr belastend,obwohl es ein sehr sehr liebes Kind ist. Aber es fällt mir unglaublich schwer zu sehen,wenn ich sie innig miteinander sehe. Nur das kann ich nicht ertragen. Das Kind an sich schon.
Lg

6. Andreas schrieb am 18.7.2019:

Hallo, ja, das was dir da gespiegelt wird, das hast du dir ja selber nicht gegönnt. Warum nicht ? Welche Programme in dir haben dir dies nicht erlaubt ?
Und ja, natürlich kannst du auch mit einer Hellingerfamilienaufstellung an diesem Thema arbeiten..

lg von Andreas

7. Lilo schrieb am 21.11.2019:

...dann müssten ja alle Partnerschaften in denen es lebende Kinder gibt ewig halten....tun sie aber nicht...

8. Andreas schrieb am 21.11.2019:

Hallo Lilo,
Nein, die halten natürlich auch nur so lange wie es zuvor abgemacht war und entsprechend den Entscheidungen der beiden.
lg von Andreas

9. Emma schrieb am 16.4.2020:

Hallo Andreas,

ich habe mal eine generelle Frage zum Thema Kinderwunsch - und zwar möchte ich irgendwann Kinder, ich habe mir schon immer gesagt ich möchte am liebsten Mädchen .. wenn ich mit meinem Freund darüber rede und er sagt er würde Jungs toll finden muss ich fast jedes mal weinen, weil ich es irgendwie so unfair finde, klar sagt man Geschlecht egal, hauptsache gesund usw, aber ich verbinde mit Jungs schon immer: laut, grob, Angst dass ich mich nicht verstanden fühle und ausgegrenzt werde, wenn ich zuhause nur von Männern umgeben wäre. Das ist doch nicht normal ?! So denke ich schon immer, als Mädchen habe ich schon gesagt ich hätte später gerne 2 Mädchen, so wie meine Schwester und ich .. ich glaube Ich habe da einiges aufzulösen bzgl Glaubenssätzen zu Männern.. oder ist das noch was anderes ?! Mit Jungs verbinde ich eine große Anstrengung, Lautstärke und das Gefühl allein und unverstanden zu sein, ich bin gerne unter Frauen, ähnliche Themen, Austausch, Weiblichkeit .. nur unter Männern würde ich "eingehen“ und die ganze Zeit fertig gemacht/ausgelacht/gedemütigt werden, so kommt mir das vor.. einige sagen, als Jungsmutter ist man wie eine Königin und die Söhne lieben einen total, aber ich möchte ja keine Mutter sein, die ihre Kinder von sich abhängig macht und zu Muttersöhnen erzieht .. viele Frauen wollen ja eher Mädchen, hängt das meistens mit negativen Erfahrungen mit Männern aus früheren leben zusammen ? Was kann ich tun um dem Ganzen gelassener gegenüber zu stehen ? Bin manchmal echt total verzweifelt weil ich so eine Angst vor der Zukunft habe ..
danke schon mal für die Antwort und deine Energie ! Liebe Grüße

10. Andreas schrieb am 17.4.2020:

Hallo Emma,
Sicher kannst du dir denken, dass es Ursachen hat, dass du so denkst. So gilt es für dich herauszufinden, was das für Ereignisse und Erlebnisse waren wo dieser Glaube entstanden ist und diese dann zu befrieden. Vielleicht in deiner Kindheit ? aber vielleicht hast du das auch in einem früheren Leben erlebt. Offensichtlich gibt es da Dinge die du erlebt hast und mit denen du noch keinen Frieden geschlossen hast und so verfolgt dich eine Angst dass es wieder so ähnlich kommt.
Sobald du da einen Frieden in dir hast verschwindet auch die Angst, und dann kannst du neutral entscheiden und zb einfach einen Wunsch machen dass es Mädchen werden und das Universum erfüllt einem ja jeden Wunsch (wenn keine Ängste mehr hineinwirken und den Wunsch verfälschen).

lg von Andreas


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