Gedankenkraft und Sport

Zunächst einmal, dass es funktioniert, das ist hier nicht die Frage. Es gibt wohl mittlerweile kaum mehr eine Sportart, in der die Kraft der Gedanken nicht eingesetzt wird, zumindest von denen, die ganz oben stehen. Dass die Weltmeister all der vielen verschiedenen Disziplinen nur selten darüber reden, hat wohl hauptsächlich mit gesellschaftlichen Tabus zu tun und damit, dass man das eigene Image möglichst werbetechnisch teuer verkaufen will, und da ist es dann kontraproduktiv, wenn esoterische Techniken bekannt werden, die der Weltmeister eingesetzt hat. Zumal das Niveau der Zuschauer, wie beispielsweise im Fußball, sowieso meist für kaum mehr als Bierkistenstemmen ausreicht.

Programmierung auf "Gewinner sein"

Praktisch fast alle Sportarten finden voll in der Dualität statt. Das heißt, die Regeln sind so gestaltet, dass es immer Gewinner und Verlierer gibt. Wer sich nun darauf programmiert, Gewinner zu sein, erzeugt dadurch gleichzeitig automatisch auch Verlierer. Das heißt, man erzeugt durch seine eingesetzten Gedankenkräfte gleichzeitig durch den eigenen Gewinn auch Verlierer. Dieser Konsequenz sind sich die wenigsten bewusst, die mittels mentalen Methoden versuchen zu gewinnen. Am deutlichsten wird dies beim Weltmeister Titel: Ein Weltmeister ist immer von lauter Verlierern umgeben, sonst wäre er nicht der Beste. Man braucht Verlierer, um gewinnen zu können.
Was hat diese Tatsache zur Folge ?
Dass der Gewinner und auch sogar der Weltmeister zwangsläufig irgendwann zum Verlierer wird. Ganz einfach dadurch, dass er indirekt Verlierer erzeugt hat, wird dies irgendwann auf ihn zurück kommen. Das Resonanzgesetz sorgt zwingend dafür. Wenn nicht in diesem Leben, so eben im nächsten Leben, oder vielleicht auf einer anderen Ebene.

Anders ist es im Wirtschaftsleben. Hier bedeutet sich auf Gewinner zu programmieren nicht zwangsläufig dass man irgendwann auch in die Verliererrolle reinrutscht, ganz einfach darum nicht, weil es hier das Konzept der Win-to-Win Situation gibt. In der Wirtschaft kann man das Spiel so spielen, dass alle Beteiligten gewinnen. Ja, unser Wirtschaftsleben sollte im Idealfalle sogar grundsätzlich so konzeptioniert sein, dass alle Beteiligten an einem Produkt verdienen. In der Wirtschaft können alle gleichzeitig Gewinner sein, der Hersteller, die Arbeiter, der Händler und der Endkunde. Im Sport geht das nicht wegen der Regeln.
Im Sport bleibt nur die Transformation, wenn man vermeiden will, tatsächlich in späteren Leben als Verlieren leben muss. Transformation bedeutet, dass man etwas umwandelt bevor es zu einem selbst wieder zurück kommt. Das wäre ein Aussteigen aus dem polaren Gewinner-Verlierer Denken.

Raus aus der Polarität

Will man im Sport die Kraft der Gedanken einsetzen, ohne zum Schluss als Verlierer zu enden, so geht dies nur, wenn man mental raus aus der Dualität geht. Ab dem Moment kann man den Sport dann allerdings nicht mehr betreiben um im Ego-Sinne zu gewinnen und die meisten Sportler steigen an diesem Punkt ihrer spirituellen Entwicklung dann auch aus dem Sportgeschehen aus. Will man den Sport weiterhin betreiben, so geht dies dann nur mit einer Grundhaltung, dass es einem völlig egal ist, ob man gewinnt oder nicht. Es geht einem dann nur noch um die Schönheit des Spiels oder der Freude daran. Beispielsweise ein Sportschütze wählt dann als mentales Ziel nur noch möglichst viele Ringe zu schießen. Ob er mehr oder weniger als andere Teilnehmer hat, interessiert ihn dann mental nicht mehr.
Nur mit einer solchen unpolaren, wertungslosen geistigen Haltung vermeidet man, dass man andere (und dadurch indirekt zwangsläufig auch sich selbst) zu Verlierern macht. Man verändert (transformiert) sein Denken also in eine Richtung, dass man alle Mitmenschen als Gewinner sieht. Du siehst dich dann nicht mehr als Gewinner unter lauter Verlierern, sondern als Gewinner unter Gewinnern.
Wenn dieser Prozess einsetzt, dann begreift der Mensch auch mehr und mehr, dass diese Gewinnerhaltung eigentlich sowieso nur ein rein mentales Ding ist. Du fühlst dich als Gewinner und begreifst, dass der Glaube, dass du hierzu unzählige Turniere gewinnen musstest nichts weiter als der dümmlichste Aberglaube war, den du je hattest. Du lachst dann über dich selber und über den Narr, den du aus dir gemacht hast. Du kannst dieses Gefühl welches sich so verdammt gut anfühlt, Gewinner zu sein, jederzeit an jedem beliebigen Ort einfach so in dir erzeugen. Du bist nicht abhängig von fremden Göttern (=andere Turnierteilnehmer), die dir helfen durch dein Gewinnen, dieses Gefühl zu fühlen. Was für ein Narr warst du, zu glauben, dazu jahrelange Askese und Training zu benötigen.
Exakt sofort ab dem Moment, wo du die Regeln deines Sportes loslässt, gilt wieder das Naturgesetz, dass jeder Mensch ein Gott ist, dass jeder Mensch sich wie der Gewinner des Turnieres fühlen darf, dass jeder Mensch sich wie ein Weltmeister fühlen kann, wenn er will. Jeder Mensch kann und darf in sich fühlen, wie er will. Es gibt keine äußerliche Abhängigkeit von Turnierausgängen. Diese Abhängigkeiten sind rein illusorischer Natur.

Dieser große geistige Schritt erfordert natürlich seine Entwicklungszeit. In der Praxis kann man das oft beobachten, dass Sportler bei denen dieser Prozess begonnen hat, dann anfangen als Trainer zu arbeiten. Dieses Erzeugen von Gewinnern im eigenen Umfeld ist bereits ein Schritt auf dem Weg der Transformation.

An sich hat das Ganze natürlich nichts mit dem Einsatz mentaler Methoden zu tun. Jeder, der auf Kosten anderer gewinnt, auch derjenige der keine Mentaltrainigstechniken benutzt, wird irgendwann mit den negativen Folgen seines Tun konfrontiert werden. Die Resonanzgesetze und auch das Yin-Yang Ausgleichsgesetz bewirken das zwingend. Was der Mensch verursacht oder aussendet, kommt zu ihm zurück. Wer auf Kosten anderer gewinnt, wer also durch seinen Gewinn Verlierer erzeugt, wird beide Seiten der Medaille erleben. Das Yin-Yang Gesetz ist in der Polarität unumstößlich wirksam. Vielen Menschen, die mittels Affirmationen und der Kraft der Gedanken arbeiten ist dies nicht bewusst.
Aber wenn jemand dieses sich wie ein Gewinner fühlen in sich erzeugt ohne hierzu extra Turniere zu bestreiten, dann erzeugt er auch keine anderen Verlierer und dann kommt dieses Verlierersein auch  nicht als Karma auf ihn zurück.

Muster, die hinter dem Sportler stecken

Schaut man etwas tiefer, dann kann man hinter dem Gewinnen wollen meistens eines oder mehrere der folgenden Themen finden:


Ok - ich bin jetzt etwas weit abgedriftet vom ursprünglichen Artikelthema. Es gibt aber einen extra Artikel zum Thema Hypnose und subliminal unterlegter Musik, was gerne auch zur mentalen Leistungssteigerung im Sport eingesetzt wird. Zur anderen weit verbreiteten Methode, sich das Ziel (zu Gewinnen) vorzustellen, den Ablauf, das Fühlen muss man halt die bekannten Methoden aus der Wunscherfüllung etwas auf das Sportlerleben anpassen. Siehe hierzu auch die Bücher in der Amazon Box am Rand rechts. Wer diesbezüglich noch ganz am Anfang steht, dem ist vielleicht das Buch von Frau Windisch ein guter Einstieg, in dem sie ihren Weg als Sportschützin beschreibt. Und by the way, hier noch der Link zu einer Proffessorin, die mentale Strategien im Sport lehrt.


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Kommentare

 
1. Habs gelesen schrieb am 13.7.2012: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Interessanter Gedanke mit der Dualität und der Idee dass ich als Gewinner Verlierer erzeuge. Allerdings setzt das Voraus (insbesondere wenn du von späteren Leben sprichst) dass das Karma nach den Spielregeln der Menschen funktioniert, dass quasi das Universum mit der Stoppuhr dabei ist und das kann ich so nicht glauben. Im Moment gibt es EINEN Hundert-Meter-Läufer der den aktuellen Weltrekord hält, und tauasende die dies nicht tun, nach deiner Aussage haben diese tausenden Verlierer den einen Gewinner erzeugt. Demnach müssten sie aller auch irgendwann mal gewinnen... Mmmh. Aber interessanter Denkanstoß :-)
 

 
2. Andreas schrieb am 26.12.2012: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Hallo,
ja - so rum kannst es natürlich auch sehen, dass die Verlierer den Gewinner erzeugen - nur, das ist dann nicht bewussstes Denken, weil auf der bewussten Ebene haben sie sich ja nicht das Verlieren als Ziel gesetzt. Darum ist dieser Wirkmechanismus nicht so stark mit Energie aufgeladen.

Zitat:

Demnach müssten sie aller auch irgendwann mal gewinnen

ja - natürlich werden sie das - vorausgesetzt, sie haben es sich korrekt vorgestellt/programmiert, dass sie gewinnen werden. Es geschieht immer, was als Absicht gesetzt wurde, aber, wie im Artikel beschrieben, die Programmierung "Gewinner" beinhaltet Verlierer, wie du sehr schön schreibst, tausende von Verlierern..

Grüße von Andreas
 

 
3. aira schrieb am 11.2.2015: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

hallihallo,

danke für die informative Website. Ich persönlich spiele leidenschaftlich gern Karten. Im letzten Turnier habe ich mich gegen eine Vielzahl von Mitspielern durchgesetzt und gewonnen. Wie genau mache ich das? Ich stelle mir vor, ich habe bereits gewonnen, wiederhole ein paar mal: ich bin eine Gewinnerin. Zu guter Letzt wünsche ich allen Mitspielern den Sieg. (Das fühlt sich für mich am Besten an.Vielleicht reagiert hier das Karma gleich, zumindest in meiner Vorstellung;)) Dann bedanke ich mich noch für den wundervollen Abend und freu mich auf das Spielen im angenehmen Wohlgefühl.
 

 
4. Andreas schrieb am 11.2.2015: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Hallo,
Nicht nur vorstellen, es bis ins kleinste Detail fühlen, wie es sein wird zu gewinnen, also den Gewinn-Ablauf bis ins kleinste Detail fühlen.
Nun kannst du das natürlich nicht so einfach tun wie zum Beispiel die Skispringer, weil du ja jedesmal andere Karten hast. Ideen wie man es beim Kartenspielen anwenden könnte wären zb:
  1. wie schon gesagt zumindest alle Details soweit du sie voraus kennst, wie es sich anfühlt:
    - die Siegkarten zu legen, zu halten
    - die Gesichter der Gegener, wenn sie verloren haben
    - das Jubelgefühl in dir (Siehe zb Ankerprogrammierung von Boris Becker)
    etc.
  2. dir vorstellen und in dem Gefühl bleiben, immer gute passende Karten zu haben / bekommen, die zum Gewinn führen
  3. die Gefühlsprogrammierung entwickeln, aus jeder Kartenverteilung als Sieger herausgehen zu können und es auch zu tun
  4. in wichtigen entscheidenden Situationen die mentale Gefühlskraft einsetzen und zu visualisieren, dass du die jetzt notwendige Karten zum Sieg erhältst, bzw sich die Situation günstig weiterentwickelt
  5. Ich vermute, dass es beim Kartenspielen auch recht günstig wäre, wenn du die Fähigkeit entwickelst, die Karten der Gegner zu sehen (?) Ich habe bezüglich solcher Fernwahrnehmungsfähigkeiten erst gestern einen interessanten Beitrag gepostet über einen russischen Lehrer, der Kinder bis 12 Jahren lehrt, wie man mit Augenbinde lesen lernt. Solche Dinge sind lernbar, wenngleich als Erwachsener nicht mehr so leicht.

Ich hab den Artikel oben etwas erweitert und noch einen Link zu einem Buch eingefügt in dem eine ehemalige Sportschützin, Frau Windisch, die hier in einem Nachbarort lebt, ihren Weg beschreibt zu einer Zeit als alles was mit Mentaltraining noch als esoterisch verdammt wurde und niemand öffentlich darüber gesprochen hatte.

lg von Andreas



 

 
5. aira schrieb am 17.2.2015: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Hallo Andreas,
danke für dein Feedback. "Spielen im angenehmen Wohlgefühl"bringt es für mich auf den Punkt. Punkt 2,3 und 4 deiner Liste wende ich an - ist für mich das Gleiche.
Punkt 5 ist eher interessant für mich. Bisher fühle ich nur die Karten, liege viell. bei 10 % falsch. Werde es mit dem Sehen ausprobieren und Feedback geben. Danke für den Tipp. Einen feinen Tag wünscht Aira
 


 

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