Unschuldig beschuldigt

Immer wieder mal kommt es vor, dass Menschen unschuldig angeklagt werden. Von großen Gerichtsverfahren bis hin zu einfachem Mobbing finden Menschen sich manchmal plötzlich in der Rolle des unschuldigen Opfers wieder. Der Mensch kann sich dann natürlich in der Rolle des Opfers suhlen, solange es ihm Spass macht, hier soll nun aber betrachtet werden, was er tun kann, wenn er aus der Opferrolle ausbrechen will.
Aus spirituelles Sicht sollte man immer, wenn man für etwas angeklagt wird, was man nicht getan hat, schauen, ob es im übertragenen Sinne, also zum Beispiel wenn man frühere Leben mit einbezieht, nicht doch eine Schuld gibt.

Im Normalfalle ist da dann immer etwas. Weil alles was im Leben geschieht hat Ursachen. Es ist auch theoretisch nicht möglich, dass man im Außen in irgendeiner Weise beschuldigt wird, ohne dass man zuvor im Innen einen solchen Aspekt entwickelt hätte, der uns selber anklagt. Dies kommt daher, weil die äußere Welt der Spiegel unserer Innenleben ist. Wenn es aber in unserer Innenwelt einen Aspekt gibt der uns etwas beschuldigt, dann muss es dafür eine Ursache geben. In unserer Innenwelt beschuldigen wir uns nicht ohne Grund. Man kann sich das so vorstellen, dass, wann immer wir etwas "Böses" getan haben, es einen inneren Aspekt oder gar eine unhörbare Stimme gibt, die uns ständig, auch über mehrere Leben hinweg, anklagt: "Du bist schuldig dieses oder jenes getan zu haben!". Dieser innere Anklage-Aspekt, Gewissen genannt, erschafft dann im Außen die Anklage, deren wir uns nur unschuldig fühlen, weil wir deren Ursache nicht mehr verstehen, weil wir sie verdrängt haben. Auch der unbewusste Teil unseres Gewissens ist eben ein wichtiger Teil unseres Bewusstseins und erschafft unsere Realität mit.
Deshalb sind wir, wenn wir im Außen angeklagt werden nie wirklich unschuldig. Und dies ist dann unsere Aufgabe, herauszufinden was unsere wahre Schuld ist, wenn wir im Außen vermeintlich unschuldig angeklagt werden.

Wie soll man vorgehen, wenn man unschuldig angeklagt wird ?

Das Lösungsgeheimnis heißt: Anerkennen was ist.
Man geht dazu diese Stufen durch:

  1. Zunächst mal nüchtern und ehrlich schauen, ob nicht doch eine Schuld in diesem Leben vorliegt.
  2. Schauen, ob die Anklage in irgend einer Weise im "übertragenen Sinne" gerechtfertigt ist. Dabei immer beachten, dass dein eigenes inneres unbewusstes Gewissen diese Anklage erschaffen hat. Was steckt also auf dieser Ebene dahinter ? Was ist die Botschaft der Anschuldigung ?
  3. Schaue, was zwischen Dir und deinem Ankläger in früheren Leben war. Ganz oft versucht dein Gegner hier nur eine Schuld einzutreiben, die du ihm aus früheren Leben noch schuldest. Mit diesem Wissen ergibt die Anklage dann plötzlich einen Sinn.
    Besonders wenn es um Kleinigkeiten geht, die zunächst völlig lächerlich erscheinen - gerade da stecken oftmals aus früheren Leben noch große Dinger dahinter. Dies sieht man dann oft an den starken Emotionen, die dabei present sind.

Hat man nun mehr Klarheit erreicht, so ist der Auflösungsweg eigentlich klar:

  1. Bedingungslos anerkennen
  2. um Vergebung bitten (insbesondere auf geistiger Ebene)
  3. Vergeben

Wer nicht so handelt und sich also letztlich beispielsweise überheblich über die Vergangenheit seiner früheren Leben stellt, verwickelt sich meist nur noch tiefer in irgendwelche verfahrenen Rechtsstreite, und hat praktisch kaum eine Chance, da vernünftig raus zukommen, weil die Seele will das Thema oder die Schuld nicht leugnen sondern anerkennen und bearbeiten.

Im Sinne des Yin-Yang Gesetzes sind Opfer und Täter immer eins, das heißt der Täter ist im Geist des Opfers enthalten (zum Beispiel weil das Opfer in früheren Leben ein Täter war) und umgekehrt ist auch das Opfer im Geist des Täters enthalten. Solange der Mensch einen Teil von sich ablehnt oder gar leugnet, kann er nicht in seine volle Kraft und Göttlichkeit kommen.


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Kommentare

 
1. hormiga schrieb am 19.2.2012: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Diese Darstellung kann ich nicht teilen, besonders wenn man unschuldig einer Straftat beschuldigt wird. Das würde ja bedeuten, daß jeder der denunziert wird sich ohne Gegenehr abschlachten lassen soll!
 

 
2. Andreas schrieb am 19.2.2012: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Hallo,

Zitat:

sich ohne Gegenehr abschlachten lassen soll!


Das hab ich im Artikel nicht geschrieben. Bitte im Artikel nochmal aufmerksam lesen, was meine Handlungsempfehlungen sind. 
Du beziehst dich hier vermutlich auf Jesus (die andere Backe hinhalten). Ich will so aber gar nicht argumentieren, weil du bist ja vielleicht kein Christ. Grundsätzlich gilt:

Zitat:

wenn man unschuldig einer Straftat beschuldigt wird


Diesen Fall kann es sowieso nicht geben, weil alles was dir geschieht, hat der Gott in Dir, der du selbst bist, erschaffen. Also über diesen Fall brauchst du gar nicht weiter nachdenken, weil das gibt es so nicht. Die Seele erschafft sich keinen Ankläger, wenn sie sich nicht schuldig fühlen würde. Und sie würde sich nicht schuldig fühlen, wenn da keine Schuld wäre.
Grüße von Andreas
 

 
3. Nordmann schrieb am 07.1.2014: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

@Andreas/Hormiga:
Hallo,
Das von Hormiga beschriebene Phänomen kenne ich auch zu genüge. Natürlich, Andreas, Deine Ansätze sind grundsätzlich nicht verkehrt. Gerade aber das, was Hormiga schreibt hat noch einen anderen Aspekt: Es geht dem Beschuldiger wohl oft nicht nur um die Einforderung einer Strafe für eine Straftat (ob geschehen oder nicht)! Es geht auch darum, dass der Beschuldiger es ggf. nicht schafft, eigene Fehler und gar große Schwäche einzuräumen. Jemand will durch Anklage anderer von seiner schwachen Persönlichkeit ablenken, Gehör finden.
Ich bin aber nicht der Mülleimer der armen Seelen. Der Spiegel, Andreas, der ist auch immens wichtig für den Ankläger! Ob Christ oder nicht... Und jeder kann etwas ändern an seiner Situation - ob mental oder physisch.
Tipp für Hormiga: sieh in dem Ankläger den Schwächeren, aber nicht mit Hochmut! Er braucht einfach nur Aufmerksamkeit und ist zu schwach zum reden.
Wenn es um "Straftaten" geht: Es gibt Schlichter genau so wie Richter. Schlichter wären hilfreich. Der Richter macht das, was der Beschuldiger will und nicht selber kann: Macht wirken lassen...
Eine Schlichtung führt zu Eivernehmlichkeit.
 

 
4. Andreas schrieb am 08.1.2014: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Hallo,

Zitat:

Es geht auch darum, dass der Beschuldiger es ggf. nicht schafft, eigene Fehler und gar große Schwäche einzuräumen. Jemand will durch Anklage anderer von seiner schwachen Persönlichkeit ablenken, Gehör finden.



Es geht hier im Artikel um den Beschuldigten. Wie das ganze aus der Sicht des Anklägers ausschaut ist für das Thema des Artikels, also für den Beschuldigten erst mal irrelevant. Das wär dann ein extra Artikel. Wenn du ein Ankläger bist, dann ist dieser Artikel für dich irrelevant.

>Tipp für Hormiga: sieh in dem Ankläger den Schwächeren

Nein, das ist definitiv falsch. Die Botschaft eines solchen Anklägers (der unschuldig beschuldigt) ist IMMER eine andere. Ob dem Ankläger das wahre Opfer bewusst ist, oder nicht, ist dabei egal. Es geht darum, dass der Angeklagte sich dem Opfer nähert, anstatt weiterhin vom Opfer wegzuschauen auf den Ankläger, was er bei deinem Rat tun würde.
Hellinger sagt zb systemisch betrachtet, dass der Täter (=der Angeklagte) sich zum Opfer legen muss. NUR so kann er sich ENTschuldigen. Dann hört auch die Anklage auf.
Wer sich aber weigert, herauszufinden, was seine wahre Schuld ist, der kann auch nicht zum Opfer gehen und der erhält dann auch nicht diese ent-schuldung. Das heißt, er wird dieses unschuldig beschuldigt werden weiterhin erleben, wieder und wieder.

lg von Andreas

 

 
5. Nordmann schrieb am 08.1.2014: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Hallo Andreas,


Zitat:

Hellinger sagt zb systemisch betrachtet, dass der Täter (=der Angeklagte) sich zum Opfer legen muss. NUR so kann er sich ENTschuldigen. Dann hört auch die Anklage auf. Wer sich aber weigert, herauszufinden, was seine wahre Schuld ist, der kann auch nicht zum Opfer gehen und der erhält dann auch nicht diese ent-schuldung. Das heißt, er wird dieses unschuldig beschuldigt werden weiterhin erleben, wieder und wieder. lg von Andreas



Vielleicht habe ich mich nicht präzise ausgedrückt. Deine Worte gehen m.E. in die Richtung, die ich meine.
Aus dem Alltag: natürlich fühlt man sich im ersten Moment (gerade auch als unschuldig Angeklagter) angegriffen, vielleicht verletzt. Was ich meine ist eben sich hier aus der "unterworfenen/gedemütigten" Position heraus zu heben, um die Dinge dann von oben betrachten zu können. Meta Ebene. Da stehen dann 2 Personen: der Ankläger und das Ich.

By the way: ein "definitiv richtig und falsch" gibt es lediglich in der Mathematik, wenn man ihr glaubt. Deine Texte sind sehr gut und inspirierend. Aber Dein Weg ist ein anderer als meiner, auch wenn wir die gleichen Wege gehen und die selben Kreuzungen teilen.

LG
 

 
6. Andreas schrieb am 08.1.2014: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Hallo,
Zitat:

..Meta Ebene. Da stehen dann 2 Personen: der Ankläger und das Ich.


richtig. Wie du sagtst: Da stehen dann nur 2 Personen. Das Opfer jedoch fehlt. (es kann sich nicht erheben)
Darum muss der Angeklagte unten bleiben. Weil das Opfer ist unten zu finden. Wenn der Angeklagte sich über das Opfer erhebt, dann wird er/sie seine Schuld nicht los.
In diesem Fall ("unschuldig" beschuldigt) muss man das Opfer als eigenständige Person betrachten. Es wird zwar vom Ankläger "vertreten", jedoch kann der Ankläger an seiner Statt nicht vergeben. Darum kann der Angeklagte (Täter) sein Problem nicht lösen, wenn er sich zum Ankläger stellt.
Das Opfer ist immer geschwächt, energetisch tot oder gar in echt tot, also eben symbolisch am Boden liegend. Gerade darum glaubt ja der Ankläger es vertreten zu müssen. Erst wenn er sieht, dass es vom Täter die Zuwendung bekommt (Aufmerksammkeit, Energie) kann er von seinen (nur äußerlich zu unrecht erscheinenden) Vorwürfen ablassen. Nur so kann dieses Spiel stoppen. Ansonsten geht es ewiglich weiter.

lg von Andreas
 

 
7. Just Love schrieb am 25.5.2015: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Das geht alles so nicht, der Täter muß seine weiße Weste ablegen ansonsten ist das Opfer ein armer Arsch, der nur versuchen kann sich energetisch rauszunehmen, eben durch Neutralität.

«Warum siehst du jeden kleinen Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? Du sagst: 'Mein Bruder, komm her! Ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen!' Dabei erkennst du nicht, dass du selbst einen Balken in deinem Auge hast. Du Heuchler! Entferne zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du klar sehen, um auch den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen.»
 

 
8. Andreas schrieb am 25.5.2015: Auf diesen Beitrag antwortenantworten  mit Zitat antwortenzitieren

Hallo,
Der Täter kann eine weiße Weste nicht ablegen, weil er gar keine weiße Weste hat, außer er tut so als hätte er eine. Um den Täter, bzw was er zu tun hat, gehts in obigem Artikel aber sowieso nicht. Beim Opfer jedoch, da kommt es oft vor, dass es so tut, als sei es unschuldig, also es tut so, als hätte es eine "weise Weste". Und in der Tat, diese weiße Weste muss es ablegen, denn nur wer zur eigenen Schuld steht, kann in seine Kraft zurück kommen. So ist der Artikel ja auch gemeint.

Solange dies nicht geschehen ist, geht es immer weiter. Besonders gut kann man das praktisch IMMER bei Mobbing beobachten.

lg
 


 

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Zu unrecht angeklagt
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